Regionale Schwankungen prägen die Erträge beim Silomais
Die Ernteergebnisse unterscheiden sich im AGRAVIS-Arbeitsgebiet regional teilweise deutlich.
Auf leichteren Standorten weiter östlich zeigte sich ein ähnliches Bild. Auf besseren Böden wurden höhere Erträge erzielt. Diese lagen jedoch häufig dennoch unter dem Niveau der Vorjahre.
Im Gebiet Weser-Ems fielen die Ergebnisse ebenfalls sehr unterschiedlich aus. Insgesamt lagen die Erträge jedoch über denen der weiter westlich gelegenen Regionen.
Richtung Küste entwickelten sich die Bestände aufgrund der besseren Wasserversorgung häufig günstiger. Auch in höheren Lagen war die Situation vielerorts entspannter.
In Nordost-Niedersachsen erreichten intensiv beregnete Flächen deutlich bessere Erträge und Qualitäten. Auf nicht beregneten Standorten mit fehlenden Niederschlägen blieben die Erträge dagegen vielfach niedrig.
Einige Landwirtinnen und Landwirte haben aufgrund von Futterknappheit teilweise Körnermaisbestände gehäckselt.
Warum entwickelten sich viele Maisbestände schwach?
Eine unvorteilhafte Witterung beeinflusste die Bestandsentwicklung in mehreren Wachstumsphasen.
- Kühles und feuchtes Frühjahr: Der Mais entwickelte sich nach der AussaatDas Ausbringen des Saatgutes in den Boden der Felder geschieht mit speziellen Sämaschinen. vielerorts nur langsam. Gleichzeitig bildeten die PflanzenDie AGRAVIS ist Expertin in ihrem Geschäftsbereich Pflanzen. ein vergleichsweise schwaches Wurzelsystem aus. Da in den oberen Bodenschichten ausreichend Wasser vorhanden war, wurzelten viele Bestände nur flach.
- <a href="de/glossar#glossar_Trockenheit" class="glossaryTooltip">Trockenheit<span class="tooltiptext">Die Themen Hitze und Trockenheit werden im Rahmen des Klimawandels immer bedeutender.</span></a> während der Hauptwachstumsphase: Als die Niederschläge ausblieben, konnten die Pflanzen aufgrund ihres begrenzten Wurzelwerks nur eingeschränkt Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen.
- Hitze während der Blüte: Hohe Temperaturen beeinträchtigten die Befruchtung der Kolben. Dadurch wurden vielerorts weniger Körner angesetzt, was die Erträge deutlich reduzierte.
Bestände, die bis zu den stärkeren Niederschlägen im August vital blieben, haben sich teilweise noch erholt und zusätzliche Erträge gebildet. Auf einigen Standorten setzte der Regen jedoch zu spät ein.
Krankheitsdruck hoch – jetzt vorbeugen
Auch der Krankheitsdruck in den Maisbeständen war in diesem Jahr hoch. So trat in vielen Beständen Maisbeulenbrand auf. Die Pilzkrankheit kann Ertrag und Futterqualität beeinträchtigen. Weitere Probleme verursacht der Maiszünsler, der im Nordwesten ebenfalls viele Flächen befallen hat.
Für Landwirtinnen und Landwirte heißt das: konsequent vorbeugen! Wichtig ist, die Maisstoppeln nach der Ernte zeitnah zu zerkleinern, um den Lebensraum des Schädlings zu zerstören.
Maiszünsler richtig bekämpfen
So unterstützt Sie AGRAVIS
AGRAVIS unterstützt Sie bei der Bewertung von Ertrags- und Qualitätsunterschieden sowie bei PflanzenschutzDie AGRAVIS-Fachleute beraten Landwirt:innen zum Thema Pflanzenschutz.- und Anbaustrategien für die kommende Saison. Dazu gehören die fachliche Einordnung regionaler Entwicklungen und Empfehlungen zur Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge wie den Maiszünsler.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar