Immer häufiger tauchen sie auf den Äckern auf: Feldroboter. Was vor wenigen Jahren noch wie Zukunftsmusik klang, nimmt spürbar Fahrt auf. Noch sind Smart Farming und Robotik in der Landwirtschaft ein Nischenthema, doch immer mehr Betriebe erkennen, wie groß das Potenzial ist. Autonome Maschinen und KI-gestützte Geräte sparen Arbeitszeit und Betriebsmittel, steigern die Effizienz und schonen gleichzeitig wertvolle Ressourcen. Erste Lasertechnologien sind am Markt und gehen bald bei der AGRAVIS in den Praxistest.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Robotik und KI halten zunehmend Einzug in die Landwirtschaft und steigern Effizienz sowie Ressourcenschonung
  • AGRAVIS erweitert ihr Angebot mit Inrow-Hacke und KI‑gestütztem Spotsprayer durch Kooperation mit Farm‑Ing
  • Lasertechnologien zur mechanischen Unkrautbekämpfung werden getestet und gelten als vielversprechende Alternative
  • Autonome Traktoren wie der Agxeed T2 ermöglichen größere Arbeitsbreiten und mehr Schlagkraft im Alltag

AGRAVIS stärkt ihr Robotik- und KI‑Portfolio

Die AGRAVIS Technik-Gruppe inklusive ihrer Gesellschaften

Landtechnik SteigraTechnik Center Alpen Newtec

Fendt Traktor mit Farm-ING Spotsprayer bei der mechanischen Pflege im Salatfeld


Präzision in der Pflanzenreihe: Inrow‑Hacke und Spotsprayer

Die Inrow-Hacke arbeitet traktorgebunden und nutzt künstliche Intelligenz, um Unkraut exakt in der Pflanzenreihe zu erkennen und mechanisch zu entfernen. Der Spotsprayer kombiniert KI mit einem Algorithmus, um Pflanzenschutzmittel punktgenau dort auszubringen, wo sie wirklich benötigt werden. Er lässt sich auch im klassischen Ackerbau einsetzen, etwa in Zuckerrüben, Mais, Raps, Kartoffeln oder im großflächigen Grünland.

„Wir vertreiben schon länger den Spotsprayer

Ara von ecorobotix

Die AGRAVIS hat die Maschinen von Farm-Ing 2025 mit Schwerpunkt auf Zwiebel und Salat getestet. Im Frühjahr werden weitere Kulturen geprüft, ab Anfang Mai starten die Einsätze in der Praxis.

Laser statt Chemie: Unkrautbekämpfung der nächsten Generation

Die Fachleute der AGRAVIS begleiten außerdem weitere spannende Entwicklungen. Bereits im Frühjahr 2026 zeigt die AGRAVIS den LaserWeeder von Naiture aus dem westlichen Schleswig-Holstein. Das Anbaugerät entfernt Unkraut mit KI-gestütztem Laserstrahl. Hersteller Farm-Ing arbeitet ebenfalls an einem ähnlichen Gerät, bei dem ein Laserstrahl Unkraut entfernt. Mit der Marktreife rechnet Henrichmann zur Saison 2027.

„Die Inrow-Hacke und die Lasertechnologie sind hoch interessant für ökologische und konventionelle Betriebe, die auf mechanische und alternative Verfahren setzen“, fasst Henrichmann zusammen.

AgBot: Neue Serie, mehr Einsatzmöglichkeiten


AgXeed Agbot zieht Bodenbearbeitungsgerät über abgeerntetes Maisstoppelfeld


Der Hersteller Agxeed setzt beim Vertrieb seines vollautonomen Traktors in Deutschland fast ausschließlich auf die AGRAVIS Technik. Auch das neue Modell, der T2 der 7er-Serie, arbeitete bereits bei der AGRAVIS. „Er bringt deutlich mehr Leistung mit. Mit seinen 230 statt 156 Diesel-PS kann man ihn mit 250-PS-Traktoren und mehr vergleichen. Jetzt können bis zu 18 Meter breite Geräte angebaut oder angehängt werden statt bis zu drei Metern Breite. Der Motor ist längs eingebaut, sodass die Maschine je nach Laufwerk nur noch 2,55 statt drei Meter breit ist. So lässt sie sich besser transportieren“, erklärt Sebastian Henrichmann. Die direkt angetriebene Frontzapfwelle bietet eine hohe Leistung. Henrichmann betont: „Diese Serie ist für die meisten interessierten Betriebe sehr gut im Alltag einsetzbar.“

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Paul Bühnemann

Projektmanagement Smart Farming

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Sebastian Henrichmann

Projektmanagement Smart Farming

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