Ferkel müssen aktiv lernen, dass es neben der Sauenmilch auch noch andere Futterquellen gibt. Die Länge der Säugezeit, die vorhandenen Fütterungstechniken im Abferkelstall und Flatdeck, der Gesundheitsstatus nach dem Absetzen und weitere Faktoren spielen bei der Auswahl des Futters für Saugferkel eine Rolle. In erster Linie geht es bei dem Angebot vom Prestarter nicht darum, Nährstoffe zur Verfügung zu stellen, sondern den Magen und Darm an feste Partikel zu gewöhnen und gleichzeitig „Enzymtraining“ zu betreiben. Auch wenn ein Ferkel in den ersten Lebenstagen maximal fünf Gramm pro Tag frisst, zählt jedes Gramm Futter, um die Darmentwicklung zu fördern. Die scheinbar winzige Futteraufnahme müssen Landwirtinnen und Landwirte daher ausnutzen.
Je früher das Angebot spezieller Futter beginnt, desto höher ist die Futteraufnahme am Ende der Säugezeit. Daher empfiehlt es sich, keine Futterwechsel während der Säugezeit vorzunehmen. Die Ferkel müssen sich sonst erneut an ein Futter gewöhnen und werden zum Absetzen geringere Mengen aufnehmen.