Eine leistungs- und wiederkäuergerechte FütterungDie AGRAVIS bietet für alle Nutztierarten ein vielfältiges Fütterungs-Programm an. setzt nicht nur eine gute Grundfutterqualität voraus, sondern verlangt auch nach einem bestmöglichen Management bei der Grassilagebereitung. Welche Faktoren ausschlaggebend für eine gute Silagequalität sind, wann die Risiken von Nacherwärmung und Fehlgärungen steigen und an welchen Zielwerten sich Landwirtinnen und Landwirte orientieren sollten, erfahren Sie hier.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp

  • Die Qualität von Grassilagen ist unter anderem von Nährstoff- und Energiegehalt sowie Gärsäuren und Hygienestatus abhängig.
  • Für die qualitätsbestimmenden Parameter gelten verschiedene Ziel- und Orientierungswerte.
  • Unter- bzw. überschrittene Zielwerte geben klare Hinweise zum Grundfuttermanagement.

Welche Faktoren bestimmen die Qualität der Grassilage?

Für den Futterwert sind sowohl der Nährstoff- als auch der Energiegehalt entscheidend. Aber auch Gärsäuren und der Hygienestatus sind wichtige Merkmale zur Beurteilung der Silagequalität. Sie kennzeichnen nicht nur Schmackhaftigkeit und Futterakzeptanz, sondern geben auch deutliche Hinweise zum Management und zur Höhe der Verluste.

Welche Ziel- und Orientierungswerte gelten für die qualitätsbestimmenden Parameter bei Grassilage?

Folgende Ziel- und Orientierungswerte werden für Grassilagen angegeben:


  • Trockensubstanzgehalt (Zielwert: 30 bis 40 Prozent)
  • Rohaschegehalt (Zielwert: < 10 Prozent i. d. TS)
  • Rohfasergehalt (Zielwert: 22 bis 25 Prozent i. d. TS)
  • pH-Wert (Zielwert: < 4,5)
  • Buttersäure (Zielwert: < 0,3 Prozent i. d. TS)
  • Essigsäure (Zielwert: 2,0 bis 3,0 Prozent i. d. TS)

Welche Risiken können Landwirt:innen anhand unter- bzw. überschrittener Zielwerte ableiten? Inwiefern lassen diese Rückschlüsse auf das Grundfuttermanagement zu?

Zu hohe oder zu niedrige Werte haben einen direkten Einfluss auf die Silagequalität. Liegen Trockensubstanz- und Rohfasergehalt zum Beispiel oberhalb der Zielwerte, geht das mit einem höheren Risiko für NacherwärmungNacherwärmung kann bei der Auslagerung von Silagen auftreten. und Verschimmelung einher. Ein erhöhter Rohaschegehalt bei gleichzeitig niedrigem Trockensubstanzgehalt steigert hingegen das Risiko für Fehlgärungen.

Stark vom Optimum abweichende Zielwerte geben außerdem klare Hinweise zum Grundfuttermanagement. So zeigen zum Beispiel Rohasche und Rohfaser auf, wie es um das GrünlandGrünland ist landwirtschaftliche Fläche, auf denen Gras oder krautige Pflanzen angebaut werden. auf dem Feld bestellt ist. Wie sieht die Grasnarbe aus? Ist die Gräserzusammensetzung günstig? In Verbindung mit dem Trockensubstanzgehalt wird auch erkennbar, wie erfolgreich das Management auf dem Feld war. Wurde zum Beispiel der Schnittzeitpunkt richtig gewählt? Konnte das Anwelken ausreichend gesteuert werden?

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Welche Parameter geben Aufschluss über die Gärqualität von Silagen?

Wichtige Hinweise zur Gärqualität geben Parameter wie pH-Wert, Gärsäuren und Ethanol. Wie gut ist es gelungen, den Verlauf der Milchsäuregärung zu steuern und schädliche Mikroorganismen auszuschalten? Konnten Fehlgärungen vermieden werden? Ist die Silage buttersäurefrei oder zu sauer? Inwieweit konnten Hefen sich vermehren? Existiert ein Risiko für Ethylester? Das alles sind klare Hinweise zur Bewertung von Verlustgeschehen, Schmackhaftigkeit und Futterakzeptanz.

Wie können Landwirt:innen eine gute Grassilagebereitung sicherstellen?



Nutzen Sie unsere

Tabelle zur Beurteilung ausgewählter Inhaltsstoffe

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Maike Fritz

Ansprechpartnerin für Konservierung und Silierung

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