Schwere Erkrankung mit tödlichem Verlauf
Mehr als drei Jahrzehnte galt Deutschland als frei von dieser Tierseuche. Nun ist das Virus zurück und wurde erneut in Geflügelhaltungen nachgewiesen. Rothstein beschreibt, woran man sie erkennt: „Die Krankheit zeigt sich unter anderem durch allgemeine Trägheit und Atemprobleme bis hin zu Lähmungserscheinungen.“ Der Verlauf ist häufig schwer. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis fünf Tagen treten Müdigkeit, Apathie, entzündete Augen, Atembeschwerden und Durchfall auf. Im weiteren Verlauf folgen Lähmungen und neurologische Störungen. Bei
LegehennenAnsteckung auch über Personen und Gerätschaften
Besonders tückisch ist, dass sich das Virus nicht nur durch direkten Kontakt zwischen Tieren ausbreitet. Auch Personen, Transportfahrzeuge, Gerätschaften, Einstreu und sogar Futter können das Virus verbreiten. Rothstein betont daher: „Geflügelhaltende können ihre Tiere durch das Einhalten von Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen sowie eine regelmäßige Impfung schützen.“ Dazu gehört, dass betriebsfremde Personen möglichst keinen Zugang zum Stall erhalten und Wildvögel konsequent ferngehalten werden.
Konsequente Impfung schützt die Tiere
Die Impfung bietet zwar keinen vollständigen Infektionsschutz, senkt aber das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs erheblich – besonders dann, wenn die oft lange lebenden Hühner regelmäßig geimpft werden. In Deutschland ist die Impfung verpflichtend und muss regelmäßig aufgefrischt werden. „Das ist mit wenig Aufwand verbunden und erfolgt über die Tränke“, so Rothstein. Dennoch bleibt Wachsamkeit essenziell: Unklare Todesfälle, deutliche Leistungseinbrüche oder verändertes Verhalten sollten sofort tierärztlich untersucht werden. Wird die Newcastle Disease bestätigt, ist der Befund meldepflichtig und ein Fall für die zuständigen Behörden.
Besondere Bedeutung der privaten Hobbyhaltungen
Während
landwirtschaftliche Betriebeprivaten HobbyhaltungenWeitere Infos zur Krankheit finden Sie auch hier:
Newcastle Disease zurück in Deutschland.