Die Newcastle Disease bereitet Geflügelhaltenden in Deutschland aktuell große Sorge. Landwirtschaftliche Betriebe bangen um ihre Bestände – und auch private Hobbyhaltungen sind gefährdet. Die hochansteckende Viruskrankheit, auch als atypische Geflügelpest bekannt, macht keinen Unterschied zwischen kleinen und großen Beständen. AGRAVIS-Geflügelexperte Timo Rothstein warnt eindringlich: „Für jedes Huhn besteht Ansteckungsgefahr. Wir empfehlen sofortiges Handeln.“ Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Newcastle Disease ist zurück in Deutschland
  • Impfung schützt Geflügel vor der hochansteckenden und tödlichen Tierseuche
  • Hygieneregeln und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umsetzen

Schwere Erkrankung mit tödlichem Verlauf

Mehr als drei Jahrzehnte galt Deutschland als frei von dieser Tierseuche. Nun ist das Virus zurück und wurde erneut in Geflügelhaltungen nachgewiesen. Rothstein beschreibt, woran man sie erkennt: „Die Krankheit zeigt sich unter anderem durch allgemeine Trägheit und Atemprobleme bis hin zu Lähmungserscheinungen.“ Der Verlauf ist häufig schwer. Nach einer Inkubationszeit von zwei bis fünf Tagen treten Müdigkeit, Apathie, entzündete Augen, Atembeschwerden und Durchfall auf. Im weiteren Verlauf folgen Lähmungen und neurologische Störungen. Bei

Legehennen

Ansteckung auch über Personen und Gerätschaften

Besonders tückisch ist, dass sich das Virus nicht nur durch direkten Kontakt zwischen Tieren ausbreitet. Auch Personen, Transportfahrzeuge, Gerätschaften, Einstreu und sogar Futter können das Virus verbreiten. Rothstein betont daher: „Geflügelhaltende können ihre Tiere durch das Einhalten von Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen sowie eine regelmäßige Impfung schützen.“ Dazu gehört, dass betriebsfremde Personen möglichst keinen Zugang zum Stall erhalten und Wildvögel konsequent ferngehalten werden.

Konsequente Impfung schützt die Tiere

Die Impfung bietet zwar keinen vollständigen Infektionsschutz, senkt aber das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs erheblich – besonders dann, wenn die oft lange lebenden Hühner regelmäßig geimpft werden. In Deutschland ist die Impfung verpflichtend und muss regelmäßig aufgefrischt werden. „Das ist mit wenig Aufwand verbunden und erfolgt über die Tränke“, so Rothstein. Dennoch bleibt Wachsamkeit essenziell: Unklare Todesfälle, deutliche Leistungseinbrüche oder verändertes Verhalten sollten sofort tierärztlich untersucht werden. Wird die Newcastle Disease bestätigt, ist der Befund meldepflichtig und ein Fall für die zuständigen Behörden.

Besondere Bedeutung der privaten Hobbyhaltungen

Während

landwirtschaftliche Betriebeprivaten Hobbyhaltungen

Weitere Infos zur Krankheit finden Sie auch hier:

Newcastle Disease zurück in Deutschland.

Meldepflicht für private Geflügelhaltende

In Deutschland müssen private Halterinnen und Halter ihr Geflügel beim zuständigen Veterinäramt sowie bei der Tierseuchenkasse anmelden. Diese Pflicht gilt für alle Geflügelarten – dazu gehören Hühner, Puten, Enten, Gänse und Tauben.

Im Fall eines seuchenhaften Ausbruchs wie der Newcastle-Krankheit oder der Vogelgrippe erhalten angemeldete Geflügelhaltende automatisch eine Information per E-Mail. Sie werden außerdem darüber informiert, welche Maßnahmen sie ergreifen müssen. Zusätzlich übernimmt die Tierseuchenkasse die Kosten für den eventuellen Verlust der TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an..

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Timo Rothstein

Produktmanager Landleben

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