Experteninterview zur Energiepaste
Warum hat die AGRAVIS eine Energiepaste für lebensschwache Ferkel entwickelt?
Dr. Peter Rösmann: Die Anzahl lebend geborener
FerkelFrühzeitige Hilfe für lebensschwache Saugferkel
Die AGRAVIS Raiffeisen AG vertreibt bereits seit längerer Zeit Spezial-Ergänzungsfuttermittel, die unter dem Markennamen Miravit bei vielen Landwirtinnen und Landwirten bekannt und etabliert sind. Für lebensschwache Saugferkel gibt es nun die neue Energiepaste Miravit Pig LifeStart. Welche Vorteile sie im Fütterungsversuch gezeigt hat, erklärt Dr. Peter Rösmann, Produktmanager Miravit Schwein.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar
Warum hat die AGRAVIS eine Energiepaste für lebensschwache Ferkel entwickelt?
Dr. Peter Rösmann: Die Anzahl lebend geborener
Ferkel| Kontrolle ohne Energiepaste (16 Würfe, n = 252, 44 Ferkel ≤ 1.000 Gramm) | Ferkel ≤ 1.000 g erhielten Energiepaste (16 Würfe, n = 256, 31 Ferkel ≤ 1.000 Gramm) | Alle Ferkel erhielten Energiepaste, aber nur Ferkel ≤ 1.000 g im Vergleich (16 Würfe, n = 258, 41 Ferkel ≤ 1.000 Gramm) | Wiegung 1 (Geburtsgewicht in Gramm) | 890 | 900 | 870 | Wiegung 2 (Gewicht Tag 8 in Gramm) | 1.510 | 1.710 | 1.740 | Wiegung 3 (Gewicht Tag 15 in Gramm) | 2.660 | 3.000 | 2.910 | Ø Gewichtszuwachs (Geburt bis Tag 8 in Gramm) | 620 | 810 | 870 | Ø Gewichtszuwachs (Tag 8 bis Tag 15 in Gramm) | 1.150 | 1.290 | 1.170 | Ø Gewichtszuwachs (Geburt bis Tag 15 in Gramm) | 1.770 | 2.100 | 2.040 | Gewichtsdifferenz insgesamt zur Kontrolle in Gramm, Tag 1 bis 15 | plus 330 | plus 270 | Saugferkel im Versuchszeitraum (Anzahl / Prozent, bezogen auf die Grundgesamtheit) | 35 / 13,88 Prozent | 25 / 9,77 Prozent | 23 / 8,91 Prozent |
Fazit: Gabe der Energiepaste an lebensschwache Ferkel (≤ 1.000 Gramm) führt zu geringeren Saugferkelverlusten (Ø minus 4,5 Prozent) und höherem Gewichtszuwachs (Ø plus 300 Gramm).
Wie sah der Fütterungsversuch genau aus?
Die Kolostrumaufnahme bei Ferkeln hängt vom jeweiligen Geburtsgewicht ab.
Wie wird das Produkt angewendet?
Rösmann: Grundsätzlich können alle Ferkel eines Wurfes mit einem Hub aus der Dosierflasche versorgt werden. Auch schwerere Saugferkel profitieren von diesem Energieschub. Besonders wichtig ist jedoch die schnelle Versorgung lebensschwacher TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an.. Die Paste wird immer direkt auf den hinteren Teil der Zunge gegeben. Bei sehr schwachen Saugferkeln können Landwirtinnen und Landwirte sie am nächsten Tag erneut verabreichen. Der Doser sollte nach jedem Wurf gereinigt werden, um mögliche Infektionsketten zu unterbrechen.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar