„Eine dichte und belastbare Grasnarbe ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Pflege und angepasster Nutzung“, bringt Martin Melcher Grünlandexperte der AGRAVIS Raiffeisen AG auf den Punkt. Entscheidend ist das Zusammenspiel mehrerer Faktoren: regelmäßige Nachsaaten, eine ausgewogene Nährstoffversorgung und eine Nutzung, die zur Fläche passt.
Bodenanalyse und Düngung sind die Basis
Am Anfang jeder gut aufgestellten Pferdeweide steht die Bodenanalyse. Sie liefert die Grundlage für alle weiteren Maßnahmen, denn nur wer den Nährstoffstatus und den pH-Wert seines Bodens kennt, kann gezielt düngen. Eine Wiederholung der Analyse alle vier bis fünf Jahre hilft, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die
KalkungDie
StickstoffversorgungWarum Düngung so wichtig ist
Eine ausgewogene
Düngung„Nur wenn die Nährstoffversorgung stimmt, können sich die gewünschten Gräser gegenüber Unkräutern durchsetzen und eine stabile Narbe bilden“, betont der Experte.
Ohne Nachsaat geht es nicht
Selbst bei guter Pflege bleibt es nicht aus, dass Pferdeweiden im Laufe der Zeit lückig werden. Trittbelastung, Witterung und selektives Fressen setzen der Grasnarbe zu. Hier ist die Nachsaat ein unverzichtbares Werkzeug, um die Bestände zu regenerieren und langfristig zu stabilisieren.
Dabei kommt es nicht nur auf den richtigen Zeitpunkt, sondern vor allem auf die passende Mischung an wie zum Beispiel bei dem
Saatgut von DerbyWie Sie die richtige Wahl treffen
„Für leichtfuttrige Pferderassen bieten sich fruktanarme Mischungen an. Diese enthalten einen hohen Anteil strukturreicher Gräser und tragen dazu bei, den Zuckergehalt des Futters zu begrenzen“, weiß Anna Röwekamp, Fütterungsexpertin bei der
Equovis GmbHFür Flächen, die überwiegend zur Futtergewinnung genutzt werden, sind hingegen leistungsstärkere Mischungen gefragt. Sie liefern hohe Erträge und eignen sich für die Produktion von HeuHeu ist die getrocknete Biomasse von Grünlandpflanzen wie Gräsern, Kräutern und Hülsenfrüchten. oder SilageSilage ist ein konserviertes Futtermittel für Nutztiere, vor allem für Rinder.. Auch hier sorgen Kombinationen aus Weidelgras, Lieschgras und Schwingelarten für stabile und ertragreiche Bestände.
Wichtig ist in jedem Fall, die Mischung auf die Nutzung und die Bedürfnisse der Pferde abzustimmen. „Die Wahl der richtigen Grasmischung hat direkten Einfluss auf die Futterqualität und die Stoffwechselbelastung der Pferde“, betont Röwekamp. „Strukturreiche, angepasste Bestände sind gerade für leichtfuttrige Tiere die bessere Wahl.“ Neben der richtigen Grasmischung haben aber auch Witterung und Nutzungszeitpunkt einen hohen Einfluss auf die Zuckergehalte und sollten unbedingt mit beachtet werden.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar