„Bester Milcherzeuger Niedersachsens 2023“ – diese Auszeichnung tragen Annika und Gerd Horsink, die ihren Betrieb im niedersächsischen Esche in der Nähe von Nordhorn unweit der niederländischen Grenze in elfter Generation bewirtschaften. Welche Faktoren für die Vergabe des Preises relevant waren und wie sich der Betrieb im Bereich Nachhaltigkeit stetig weiterentwickelt, erfahren Sie hier.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp



„Goldene Olga“ als Bestätigung für gute Arbeit


Annika und Gerd Horsink sind stolz auf ihre „Goldene Olga“.


Bei der Preisvergabe spielten Kriterien rund um den Betrieb eine Rolle: „Wir haben einen Rundgang über den Betrieb gemacht, mussten Fragebögen beantworten und es wurden sämtliche Gegebenheiten geprüft – vom Tierwohl über die Milchqualität, die Leistung der Tiere, die Dokumentation bis hin zu betriebswirtschaftlichen Faktoren. Wir mussten zum Beispiel zwei Jahresabschlüsse vorlegen. All das ist in die Bewertung mit eingeflossen“, so Horsink.

380 Tiere, davon rund 200 Milchkühe, stehen auf dem Hof, der bereits seit 1707 von den verschiedenen Generationen der Familie Horsink geführt wird. Das gesamte Jungvieh stammt aus eigener Nachzucht und wächst in kleinen Gruppen auf. „Uns ist sehr wichtig, dass die Gruppen sich nicht verändern und die Tiere gemeinsam aufwachsen. So können wir ihnen Stress ersparen“, sagt Horsink. Im Alltag packt die gesamte Familie mit an, eine Vollzeitkraft und zwei Aushilfen unterstützen bei der Arbeit. Eine große Erleichterung ist ein externer Unternehmer, der das Futter mischt und vorlegt. Das Futter an die kleineren Gruppen verteilt die Familie per Hoflader.

Nachhaltig füttern mit dem MX-Konzept von AGRAVIS


Mit der Hilfe von AGRAVIS-Fachberaterin Martina Krieger stellte Gerd Horsink die Fütterung der Milchkühe auf das MX-Konzept um.

MX-Konzept von AGRAVIS

Betrieb entwickelt sich stetig nach vorn

Seitdem die „Goldene Olga“ 2003 zum ersten Mal einzog, hat sich auf dem Betrieb neben der Umstellung auf das MX-Konzept einiges getan: 2015 baute die Familie ein großes Stallgebäude, in dem 115 TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. (Milchkühe und Trockensteher) Platz haben. An den drei Melkrobotern geben die Kühe pro Tag circa 6500 Kilogramm Milch. Noch recht neu ist ein System aus zehn Vertikal-Ventilatoren, die für kühle Luft im Sommer sorgen. „Die Tiere haben es hier im Stall bei der WärmeDer Bereich Energie der AGRAVIS versorgt die Kundschaft zuverlässig mit Wärme. angenehmer als wir im Haus“, lacht Gerd Horsink. Mit speziellen MarkenZur AGRAVIS gehören sehr viele eigene Marken, die sie herstellt und vertreibt. im Ohr der Kühe kann die Familie bestimmte Parameter für jedes Tier beobachten – darunter beispielsweise die Bewegungen, die Temperatur im Ohr und die Wiederkauaktivität. So können sie mögliche Krankheiten früh erkennen.

Vor etwa drei Jahren stellte Familie Horsink gemeinsam mit Martina Krieger die trockenstehenden Kühe auf eine mit Laktaria-Sauermehl teilangesäuerte Trockensteherration um. Seitdem zeigen sich bei den Tieren ein besserer Laktationsstart sowie höhere Einstiegsleistungen. Zudem gibt es weniger Probleme mit Milchfieber und Nachgeburtsverhalten. Bei dem Stallbau hatten Horsinks bereits eine Biogasanlage mitgeplant. Die Anlage mit einer Leistung von 75 kW haben sie direkt im Anschluss errichtet. Sie kann alle Reststoffe verwerten, die auf dem Betrieb anfallen, beispielsweise GülleGülle ist ein natürlicher Wirtschaftsdünger., Futterreste oder Mist. Zudem befinden sich seit einigen Jahren Photovoltaik-Anlagen (225 kWp (Kilowatt Peak)) auf den Dächern des Betriebs. „Damit können wir unsere beiden Wohnhäuser und die Ställe mit Warmwasser versorgen. In Zukunft würde ich den Hof gern autark versorgen können“, so Gerd Horsink.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Verleihung der „Goldenen Olga“

Am 28. März 2024 war es so weit: Die „Goldene Olga“, eine lebensgroße goldene KuhDie Kuh ist ein weibliches Hausrind nach der ersten Kalbung., zog für ein Jahr auf den Betrieb. „Gold passt ganz wunderbar zu Schwarzbunt“, freuen sich Annika und Gerd Horsink. Die Statue hat einen Ehrenplatz auf dem Hof – direkt neben dem Hofschild an der Einfahrt, sodass sie schon von Weitem gut sichtbar ist.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Über den Milchviehbetrieb Horsink

  • Familienbetrieb seit 1707 in der 11. Generation
  • Standort: 49828 Esche in Niedersachsen
  • 380 Tiere, davon 200 Milchkühe
  • 140 Hektar Land

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Matthias Oskamp

Produktmanagment Rind

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