Jan Deters und Schwiegersohn Emanuel führen in Georgsdorf in der Grafschaft Bentheim gemeinsam einen Sauen- und Ackerbaubetrieb. Die Geschichte des Hofs reicht rund 150 Jahre zurück, heute leben hier vier Generationen. Nach vier Jahren Planung investiert die Familie nun in einen neuen Sauenstall. Mit dem Neubau will sie die Arbeitsabläufe verbessern und die Biosicherheit weiter erhöhen. Aktuell hält der Betrieb 300 Sauen. Die Ferkel zieht Familie Deters bis etwa 30 Kilogramm Lebendgewicht auf und vermarktet sie anschließend.

Kurz und knapp


  • Die richtige Planung ist beim Neubau entscheidend und sollte bereits alle Betriebsabläufe mitbedenken
  • Eine gute Tränkewasserhygiene ist das A und O
  • Ein Biofilm in Wasserleitungen belastet die Tiergesundheit – hier kann eine Chlordioxidanlage Abhilfe schaffen

Alles beginnt mit der richtigen Planung


Betriebsleiter Emanuel Deters (li.) und AGRAVIS-Vertriebsberater Robert Altena auf der Baustelle des neuen Sauenstalls.


Biosicherheit ist heute entscheidend für die Wirtschaftlichkeit und Zukunft eines Betriebs. Ein Stallneubau bietet dafür ideale Voraussetzungen. Sind im Außenbereich die Grundlagen für sichere Abläufe geschaffen, folgt die Planung der Innenausstattung. Familie Deters wollte vor allem die Arbeit erleichtern: Künftig reinigt ein Waschroboter die Stallabteile. Zudem hält moderne Technik Einzug – etwa durch einen Erdwärmetauscher. Er kühlt die Zuluft im Sommer und wärmt sie im Winter vor.

Wir wollten einen Stall, der sowohl den Tieren als auch den Menschen gute Bedingungen liefert.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Emanuel DetersBetriebsleiter auf dem Hof Deters in Bentheim

Tränkewasserhygiene ist das A und O


Emanuel Deters (re.) erklärt Robert Altena anhand der Baupläne das Zukunskonzept für den neuen Sauenstall und den Betrieb.

SauenFerkel

An diesem Punkt zog Emanuel Deters Robert Altena, Produktionsberater der AGRAVIS Nutztier GmbH, hinzu. Neben seiner Fütterungsexpertise verfügt Altena über umfangreiches Wissen in den Bereichen Hygiene und Stallklima. „Wir haben Wasserproben entnommen und in einem Fachlabor analysieren lassen. Parallel dazu haben wir die Wasserleitungen mithilfe einer Kamera von innen inspiziert“, beschreibt er das Vorgehen.

Biofilm belastet Tiergesundheit

Die Aufnahmen lieferten ein eindeutiges Bild: Auf den Monitoren war ein dicker Biofilm zu erkennen, der Emanuel Deters bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Gemeinsam mit den Laborergebnissen zeigte sich klar, dass sich der hartnäckige Belag aus Mikroorganismen über Jahre hinweg in den Leitungen gebildet hatte.Zunächst weichte Familie Deters die Wasserleitungen im leerstehenden Stall mit einem starken Grundreiniger (

Desintec AH-tec

Vor dem Wiederbelegen des Stalls desinfizierte Familie Deters die Leitungen zusätzlich mit

Virkon H2O

Kontinuierlich gutes Wasser


Robert Altena (re.) und Emanuel Deters überprüfen die Einstellungen der Chlordioxidanlage.

Chlordioxid-Tabs von Desintec

Ein Biofilm entsteht häufig durch Futter und Speichelreste am Tränkenippel. Von dort wächst er rückwärts in die Wasserleitungen – sogar entgegen der Fließrichtung des Wassers. Dadurch können selbst in einem neu gebauten Stall die Leitungen nach den ersten Durchgängen schnell verschmutzen. Je höher die Stalltemperatur ist, desto schneller bildet sich der Biofilm.

Im neuen Sauenstall der Familie Deters wurde deshalb direkt eine Chlordioxidanlage mit einem Ringleitungssystem für die kontinuierliche Wasserzirkulation eingeplant. So bleibt das Wasser ständig in Bewegung und frisch. Auch Standzeiten in den Leitungen werden vermieden. In diesem Zuge war es nur konsequent, die Wasseranschlüsse für Hochdruckreiniger und Tränkewasser strikt zu trennen.Eine weitere Verbesserung der Hygiene erreicht Familie Deters durch Abteile mit eigenen Güllekellern. Sie können einzeln aufgerührt und entleert werden. So sind gezielte Abpumpzyklen möglich – auch dann, wenn andere Abteile noch belegt sind. Das reduziert den Fliegenbefall deutlich, da sich deren Larven in der Gülle entwickeln und so regelmäßig entfernt werden.

„Wir wollten einen Stall, der sowohl den Tieren als auch den Menschen gute Bedingungen bietet“, sagt Emanuel Deters. Der Neubau zeigt, wie sich Tiergesundheit, Arbeitserleichterung und Biosicherheit gemeinsam denken lassen.

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Andrea Riebe

Produktmanagement DESINTEC

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