Der Schreck, dass in Deutschland ein Fall der Maul- und Klauenseuche (MKS) aufgetreten ist, war groß. Glücklicherweise blieb es bei dem einen Ereignis, es gibt aktuell keine weiteren Verdachtsfälle in Deutschland. Nun aber mehren sich Fälle in Ungarn und der Slowakei – es ist große Wachsamkeit für deutsche Tierhalter geboten. Deutlich wird aber, wie wichtig auf tierhaltenden Betrieben Biosicherheitsmaßnahmen grundsätzlich sind. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hoch ansteckende Viruskrankheit, die vor allem Paarhufer wie Rinder, Schweine, SchafeSchafe (auch Hausschafe) sind eine domestizierte Form des Mufflons., Ziegen, Wildschweine und Wildwiederkäuer betrifft.
  • Um die MKS effektiv zu vermeiden, sind umfassende Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.
  • Achten Sie auf Zugangskontrollen, Sensibilisierung, Maßnahmen gegen Schädlinge und Schutzkleidung.

Was ist die Maul- und Klauenseuche?

Durch Sensibilisierung und Präventionsmaßnahmen kann jeder mithelfen, das Risiko der Einschleppung von Erregern aller Art in Tierhaltungsbestände zu minimieren. Am Beispiel der MKS werden im Folgenden Sicherheitsmaßnahmen erläutert.

Die MKS ist eine hoch ansteckende Viruskrankheit, die vor allem Paarhufer wie Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Wildschweine und Wildwiederkäuer betrifft. Die Krankheit wird durch ein Virus verursacht, das sich in großen Mengen in Blasenflüssigkeit, Speichel, Milch, Dung und sogar in der Atemluft infizierter TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. befindet. Der häufigste Übertragungsweg ist der direkte Kontakt zwischen erkrankten und empfänglichen Tieren. Ein indirektes Ansteckungsrisiko besteht über kontaminierte Fahrzeuge, Gegenstände und Personen.

Um die MKS effektiv zu vermeiden, sind umfassende Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Sie zielen darauf ab, die Eintragung des Virus in den Bestand zu verhindern und die Gesundheit der Tiere zu schützen.

Wichtige Sicherheitsmaßnahmen, um das Einschleppen von MKS zu vermeiden

Zugangskontrollen

Warenverkehr und Personen

Nur den notwendigen Warenverkehr zulassen und festgelegten Personen Zutritt auf den Betrieb gewähren. Bei erforderlichen Fahrten auf dem Gelände klare Wege vorgeben, die keine „reinen“ Bereiche auf dem Betrieb kreuzen.

Anlieferung

Falls möglich die Warenanlieferung und -abholung vor dem Betriebsgelände organisieren.

Hofstelle abgrenzen

Einfriedung des Betriebes, sodass unkontrolliertes Befahren nicht möglich ist und Wildtiere (z. B. Wildschweine) keinen Zugang haben.

Zugang in Ställen einschränken

Den Zugang zu Ställen auf betriebsinternes Personal beschränken. Fremden Personen nur in betriebseigener oder mit Einmal-Schutzkleidung (z. B. Overall, Schuhe) Zutritt gewähren. Vor und nach dem Betreten der Gebäude müssen die Hände gewaschen und desinfiziert werden.

Fußwannen bzw. Durchfahrwannen aufstellen

Die Wannen am Zugang bzw. zur Zufahrt der Ställe platzieren, um eine Einschleppung des Virus zu vermeiden. Dafür eignen sich Mittel wie Virkon S oder DesintecDesintec steht für ein modernes und innovatives Hygienemanagement. FL-des GA forte in einer Konzentration von ein bis vier Prozent. Achtung: Regenwasser verdünnt die Desinfektionslösungen, daher ist hier eine höhere Konzentration empfehlenswert.

Bürozubehör

Möglichst kein fremdes Material wie Kugelschreiber in die Stallungen einführen. Ansonsten gilt: vorher und nachher desinfizieren.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Jägerinnen und Jäger sensibilisieren

(betrifft z. B. Betriebsleitende, Familienangehörige, Fremdarbeitskräfte)

Equipment desinfizieren

Nach der Jagd Autos, verwendete Materialien und Kleidung desinfizieren. Darüber hinaus sollten Jägerinnen und Jäger ihre Kleidung und Materialien für die Jagd und den Betrieb trennen.

Kauf von Tieren

Vertrauenswürdige Quellen

Betriebe sollten ihre Tiere nur aus bekannten und vertrauenswürdigen Beständen zukaufen.

Transportfahrzeuge säubern

Viehtransporter und Gerätschaften nach der Fahrt gründlich reinigen und desinfizieren, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern. Geeignete Mittel: Virkon S, Desintec FL-des GA forte.

Maßnahmen gegen Schädlinge

Nagetierkontrolle

Ratten können das Virus ebenfalls eintragen und verbreiten. Eine gründliche Reinigung der Ställe und regelmäßige Bekämpfung von

Schadnagern

Schutzkleidung und persönliche Hygiene

Händehygiene

Alle Mitarbeitenden und Besucher/Besucherinnen müssen sich regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren. Dies kann mit Produkten wie Desintec Uniwash Cremeseife und Aseptoman Forte erfolgen, die eine hohe Wirksamkeit gegen Bakterien und Viren aufweisen.

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Andrea Riebe

Produktmanagement DESINTEC

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