Was bedeutet Hitzestress bei Puten?
Steigende Außentemperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, suboptimales Klimamanagement – die Liste der auslösenden Faktoren für Hitzestress im Putenstall ist lang. Wann Hitzestress im Tier entsteht, welche Symptome als Warnsignale gelten und wie Mastbetriebe sich auf anstehende Wärmeperioden vorbereiten können, erklärt AGRAVIS-Geflügelspezialistin Monique Büter.
Was versteht man unter Hitzestress?
Büter: Hohe Außentemperaturen und Hitzestress sind immer subjektive Empfindungen und abhängig von der Überschreitung der maximalen Wohlfühltemperatur bzw. thermoneutralen Zone (TNZ), der Luftfeuchtigkeit und der Luftgeschwindigkeit.
Im Körper ist Hitzestress gleichzusetzen mit oxidativem Stress. Oxidativer Stress ist eine Stoffwechsellage im Körper, bei der eine hohe Menge an reaktiven Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) gebildet werden. Diese Verbindungen können Zellstrukturen schädigen und Entzündungsprozesse beschleunigen, wodurch das Immunsystem der Tiere geschwächt wird.