Gutes Heu ist die Basis für eine artgerechte Pferdefütterung und der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden. Wie Sie Ihr Heu selbst überprüfen, verraten Saskia Zoll (AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung) und Anna Röwekamp (Equovis GmbH).Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Gutes HeuHeu ist die getrocknete Biomasse von Grünlandpflanzen wie Gräsern, Kräutern und Hülsenfrüchten. ist die Basis der Pferdefütterung: Es liefert essenzielle Rohfaser, unterstützt die Verdauung und das Wohlbefinden der Pferde.
  • Qualitätsmerkmale erkennen: Hochwertiges Heu ist grünlich, trocken, locker, riecht frisch und enthält keine Schimmelsporen, Staub oder Giftpflanzen.
  • Sinnesprüfung vor Laboranalyse: Farbe, Geruch und Struktur lassen sich direkt im Stall prüfen; Laboranalysen geben Aufschluss über Nährstoffgehalt.
  • Artenreiche Zusammensetzung wichtig: Gräserbetontes, kräuterreiches Heu ohne Leguminosen und Giftpflanzen schützt vor Krankheiten und Stoffwechselproblemen.

Heu ist für Pferde weit mehr als nur ein Sattmacher: Es ist ihr wichtigstes GrundfutterGrundfutter beschreibt in der Milchviehfütterung wirtschaftseigenes Futter., liefert unverzichtbare Rohfaser und sorgt für Beschäftigung. „Die gesamte Verdauung des Pferdes ist auf eine rohfaserreiche Fütterung ausgelegt, daher ist gutes Heu die wichtigste Grundlage für die Gesunderhaltung des Pferdes“, erklärt Anna Röwekamp, Pferdefütterungsexpertin der

Equovis GmbH

Hochwertiges Pferdeheu ist grün, fühlt sich trocken sowie locker an und riecht aromatisch.


Keine Kompromisse bei der Qualität

Schimmelsporen, Staub oder Giftpflanzen im Heu gefährden nicht nur die Verdauung, sondern auch die Atemwege. „Schon leichter Schimmel macht Heu für Pferde unbrauchbar. Pferde sind hier sehr empfindlich“, betont Saskia Zoll,

Grünlandexpertin

Während

RinderSchafe

Sinnesprüfung – der erste Check im eigenen Stall

Bevor eine Laboranalyse den exakten Nährstoffgehalt klärt, lässt sich Heu mit den eigenen Sinnen selbst im Stall prüfen.

Riechen:
„Frisch, angenehm und aromatisch – so sollte hochwertiges Heu duften“, beschreibt Röwekamp. Muffige, modrige oder gar säuerliche Noten weisen auf Schimmel, Fehlgärung oder Fäulnis hin.

Fühlen:
Gutes Heu ist trocken, locker und fühlt sich „weich und zart“ an. Röwekamp ergänzt: „Fühlt es sich rauer und stängeliger an, enthält es mehr Rohfaser – für leichtfuttrige Pferde oft ideal.“ Klamm-feuchte Partien sind dagegen ein Warnsignal: „Heu sollte einen Trockensubstanzgehalt von über 85 Prozent aufweisen.“

Sehen:
Die Farbe verrät viel. „Gutes Heu ist grünlich bis gelbgrün, nicht braun oder grau“, sagt Zoll. Sichtbare Schimmelbeläge, schwarze Punkte oder dunkle, feuchte Flecken sind klare Ausschlusskriterien. Staubwolken beim Auseinanderziehen des Ballens deuten auf Bröckelverluste oder Pilzbefall hin.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Gutes Pferdeheu – so erkennen Sie es


  • Farbe: Hell- bis dunkelgrün oder gelbgrün, gleichmäßig
  • Geruch: Frisch, aromatisch, leicht süßlich
  • Struktur: Locker, nicht klamm, keine Staubwolken
  • Fremdbestandteile: Frei von Giftpflanzen, Tierkadavern, Vogelkot und Müll
  • Lagerung: Trocken, kühl, keine Erwärmung im Ballenkern

Gräser unter der Lupe – die Botanische Qualität

„Gutes Pferdeheu ist artenreich, gräserbetont, mit Kräutern als Würze – aber ohne Giftpflanzen und nicht kleelastig“, fasst Saskia Zoll zusammen. Optimal ist der Schnitt kurz vor oder zu Beginn der Blüte der Leitgräser. Später geschnittenes Heu enthält mehr Rohfaser und weniger EnergieMobilität, Wärme und Strom sind ein bedeutendes Element für ein modernes Leben. bzw. Protein. „Der Rohfasergehalt sollte ausreichend hoch sein, damit das Pferd lange kaut und die Darmflora unterstützt“, empfiehlt Zoll.


Die Versorgung mit gutem Heu trägt zur Gesundheit und zum Wohlbefinden von Pferden bei.


Wünschenswerte Arten sind Gräser wie Wiesenlieschgras (Timothee), Wiesenschwingel und Rotschwingel. Sie liefern Struktur und Energie. Aber auch Kräuter wie Löwenzahn, Spitzwegerich, Kümmel oder Schafgarbe sind vorteilhaft. Sie bringen Mineralstoffe und fördern Verdauung sowie Appetit und können sich positiv auf die Atemwege auswirken.

Vorsicht ist jedoch bei Leguminosen geboten. Dazu gehören Rot- und Weißklee oder Luzerne. Diese Futterpflanzen erhöhen den Eiweiß- und Kalziumgehalt im Heu – für Milchkühe erwünscht, für Pferde oft zu reichhaltig. Ist die FütterungDie AGRAVIS bietet für alle Nutztierarten ein vielfältiges Fütterungs-Programm an. des Pferdes zu eiweißreich drohen Hufrehe, Durchfall oder Stoffwechselstörungen. Tabu sind Giftpflanzen wie Jakobskreuzkraut, Herbstzeitlose, Fingerhut oder Schierling und tote TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an., wie Mäuse.

Nährstoffgehalt? Die Laboranalyse gibt Aufschluss

Mit bloßem Auge lässt sich nicht erkennen, wie viel Energie, Rohprotein oder Mineralstoffe das Heu liefert. Für eine gezielte Rationsberechnung empfehlen Zoll und Röwekamp eine Futteranalyse im Labor. Dort werden Werte wie Energie- (MJ ME), Rohprotein-, Rohfaser- und Mineralstoffgehalt bestimmt – wichtig für Zuchtstuten, Jungpferde oder Pferde mit Stoffwechselerkrankungen.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Schon gewusst?

Die Menge an Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und Spurenelementen variiert stark je nach Standort des Grünlands, von dem das Heu stammt.

Fazit: Gutes Pferdeheu duftet nach Sommerwiese, fühlt sich trocken und locker an und zeigt sich grün und sauber. Eine regelmäßige Sinnesprüfung kombiniert mit einer Laboranalyse sichert die Gesundheit der Tiere. „Gutes Heu ist die Basis jeder Pferdefütterung – für Verdauung, Atemwege und das seelische Wohlbefinden“, unterstreicht Anna Röwekamp. Wer sorgfältig auswählt, schützt sein Pferd vor Krankheiten und legt den Grundstein für ein langes, gesundes Leben.

Kontakt

Saskia Zoll

Ansprechpartnerin Grünland

Ihre Ansprechpartnerin

Anna Röwekamp

Produktmanagerin Höveler Pferdefutter und Supplemente

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