Heu ist für Pferde weit mehr als nur ein Sattmacher: Es ist ihr wichtigstes GrundfutterGrundfutter beschreibt in der Milchviehfütterung wirtschaftseigenes Futter., liefert unverzichtbare Rohfaser und sorgt für Beschäftigung. „Die gesamte Verdauung des Pferdes ist auf eine rohfaserreiche Fütterung ausgelegt, daher ist gutes Heu die wichtigste Grundlage für die Gesunderhaltung des Pferdes“, erklärt Anna Röwekamp, Pferdefütterungsexpertin der
Equovis GmbHHochwertiges Pferdeheu ist grün, fühlt sich trocken sowie locker an und riecht aromatisch.
Keine Kompromisse bei der Qualität
Schimmelsporen, Staub oder Giftpflanzen im Heu gefährden nicht nur die Verdauung, sondern auch die Atemwege. „Schon leichter Schimmel macht Heu für Pferde unbrauchbar. Pferde sind hier sehr empfindlich“, betont Saskia Zoll,
GrünlandexpertinWährend
RinderSchafeSinnesprüfung – der erste Check im eigenen Stall
Bevor eine Laboranalyse den exakten Nährstoffgehalt klärt, lässt sich Heu mit den eigenen Sinnen selbst im Stall prüfen.
Riechen:
„Frisch, angenehm und aromatisch – so sollte hochwertiges Heu duften“, beschreibt Röwekamp. Muffige, modrige oder gar säuerliche Noten weisen auf Schimmel, Fehlgärung oder Fäulnis hin.
Fühlen:
Gutes Heu ist trocken, locker und fühlt sich „weich und zart“ an. Röwekamp ergänzt: „Fühlt es sich rauer und stängeliger an, enthält es mehr Rohfaser – für leichtfuttrige Pferde oft ideal.“ Klamm-feuchte Partien sind dagegen ein Warnsignal: „Heu sollte einen Trockensubstanzgehalt von über 85 Prozent aufweisen.“
Sehen:
Die Farbe verrät viel. „Gutes Heu ist grünlich bis gelbgrün, nicht braun oder grau“, sagt Zoll. Sichtbare Schimmelbeläge, schwarze Punkte oder dunkle, feuchte Flecken sind klare Ausschlusskriterien. Staubwolken beim Auseinanderziehen des Ballens deuten auf Bröckelverluste oder Pilzbefall hin.