Stickige Luft und beißender Ammoniakgeruch? Ein absolutes „No-Go“ im Kälberstall. Fachberater Nils Finken klärt auf, warum das optimale Stallklima für Kälber in den ersten Lebenswochen eine bedeutende Rolle spielt. Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Luftqualität und Kälbergesundheit. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp

  • Eine schlechte Luftqualität im Kälberstall kann zu Atemwegserkrankungen und dauerhaften Schäden an der empfindlichen Lunge der TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. führen.
  • Um die Ammoniakbelastung im Liegebereich zu reduzieren, sollten Sie die Kälberställe regelmäßig entmisten und die Liegeflächen nachstreuen.
  • Außerdem lässt sich das Stallklima durch eine Kombination von Kanalgrundrohren und einem Lüfter nachhaltig verbessern.

Lüftung im Kälberstall

Warum ist eine ausreichende Lüftung im Kälberstall wichtig?

Finken: Die Lunge von Kälbern ist sehr empfindlich. Das liegt zum einem daran, dass die Lunge zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht vollständig ausgereift ist. Die Entwicklung des Organs dauert bis zu einem Jahr. Hinzukommt, dass Rinder eine sehr kleine Lunge im Verhältnis zum Köpergewicht haben – diese entspricht nur circa 0,7 Prozent des Köpergewichts. Schlechte Luft und daraus folgende Atemwegserkrankungen können zu einer dauerhaften Schädigung einzelner Segmente der Kälberlunge führen. Leistungsminderungen sind die Folge einer dauerhaft geschädigten Lunge.

Wie lassen sich Risikofaktoren für die Kälberlunge vermeiden?

Finken: Vor allem die Ammoniakbelastung im Liegebereich des Kälberstalls führt zu Schleimhautreizungen und verätzt die Atemwege. Ein großer Hebel, um die Ammoniakbelastung zu reduzieren, ist die Entmistung der Kälberställe. Denn je älter die Mistmatratze ist, desto besser sind die Bedingungen in Form von WärmeDer Bereich Energie der AGRAVIS versorgt die Kundschaft zuverlässig mit Wärme. und Feuchtigkeit für die ammoniakproduzierenden Mikroorganismen. Ein regelmäßiges Nachstreuen ist unabdingbar, um Feuchtigkeit zu vermeiden. Ein weiterer ausschlaggebender Faktor ist die ständige Frischluftzufuhr. Das senkt die Ammoniakkonzentration.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Welche Maßnahmen verbessern das Stallklima?

Finken: Durch eine einfache Kombination von Kanalgrundrohren und einem Lüfter lässt sich das Stallklima kostengünstig und effektiv verbessern. Betriebe, die dieses System bereits in ihren Stall integriert haben, sprechen von deutlich weniger Verlusten und Behandlungen aufgrund von Atemwegserkrankungen. Eine Tageszunahme von 20 Gramm pro Tier konnte ebenfalls auf einem Betrieb beobachtet werden.

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Nils Finken

Profuma Spezialfutterwerke GmbH & Co. KG

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