Wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen, beginnt im GrünlandGrünland ist landwirtschaftliche Fläche, auf denen Gras oder krautige Pflanzen angebaut werden. die wichtigste Pflegeperiode des Jahres. Eine gezielte Grünlandpflege im Frühjahr entscheidet darüber, wie gesund die Narbe ist, wie hoch die Erträge ausfallen und wie widerstandsfähig die Grasbestände gegenüber Stress, TrockenheitDie Themen Hitze und Trockenheit werden im Rahmen des Klimawandels immer bedeutender. oder Konkurrenzkräutern bleiben. Ein genauer Blick auf die Grasnarbe verrät dabei schnell, ob geringe, mittlere oder hohe Lückenanteile vorliegen und welche Maßnahmen notwendig sind. Damit Ihre Grünlandbestände optimal in die Saison starten, haben wir für Sie einen 5‑Schritte-Fahrplan mit Pflegemaßnahmen für die Grünlandpflege im Frühjahr 2026 zusammengestellt. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp



Der Start ins Weide- und Grünlandjahr bringt jede Menge Herausforderungen mit sich: vom richtigen Anweiden über Mäuse- und Winterschäden bis hin zum perfekten Timing für den ersten Schnitt. In der neuen Folge des AGRAVIS-Podcasts Ackern und Ernten erklären Martin Melcher (FutterbauFutterbau bezeichnet den landwirtschaftlichen Anbau von Futterpflanzen für Nutztiere.-Vertriebsberatung AGRAVIS) und Franziska Wojewski (Produktmanagerin Nature’s Best, EQUOVIS), worauf Sie als Landwirtin und Pferdehalter jetzt besonders achten sollten – und wie Ihnen SilageSilage ist ein konserviertes Futtermittel für Nutztiere, vor allem für Rinder., Heulage und HeuHeu ist die getrocknete Biomasse von Grünlandpflanzen wie Gräsern, Kräutern und Hülsenfrüchten. in Top-Qualität gelingen.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Die richtige Grünlandpflege im Frühjahr

Mit den folgenden fünf Pflegemaßnahmen machen Sie Ihre

Grünlandflächen

Schritt 1: Striegeln – der perfekte Startschuss

Das Striegeln gehört zu den wichtigsten Basisarbeiten der Grünlandpflege im Frühjahr. Der Striegel sorgt dafür, dass die Narbe wieder „atmen“ kann und die Bestockung angeregt wird. Die Grasnarbe wird gelüftet und der Striegel entfernt Filz, gemeine und jährige Rispe sowie abgestorbenes Pflanzenmaterial. Durch das Striegeln regen Sie zudem die Bestockung an. Erdaufwürfe, beispielsweise durch Maulwürfe oder Mäuse, können Sie so begradigen. Die Reparatur von Grünlandschäden durch Wildschweine erfordern meist den Einsatz von Spezialmaschinen (wie z. B. Wiesenhobel, Umkehrfräsen, Kreiselegge und Sämaschine o. ä), um Lücken erfolgreich zu schließen.

Wussten Sie schon?

Eine gelüftete, gestriegelte Narbe erwärmt sich schneller und startet bis zu sieben Tage früher in die Vegetationsperiode – ein enormer Vorteil im Frühjahr, wenn jeder Tag Wachstum zählt.

Schritt 2: Nachsaat – Lücken effizient schließen

Bei dem Striegeln zeigen sich die tatsächlichen Lückenanteile. Diese können in einem Arbeitsgang direkt mit einer geeigneten Nachsaat von hochwertigen Plantinum-Mischungen geschlossen werden. Schon Flächen mit 15 bis 30 Prozent Lücken profitieren davon. Mit dem Schließen der Lücken durch Gräser können Sie weiterem Narbenverlust vorbeugen und die Grasbestände über die gesamte Saison stabilisieren. So beugen Sie aktiv der Verkrautung der Flächen vor. Eine zeitnahe und fachgerechte Nachsaat ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für langfristig leistungsfähiges Grünland. Sie steigert die Erntemengen und die Qualität des Aufwuchses und reduziert den Aschegehalt.

Für optimale Ergebnisse der Nachsaat eignen sich unsere folgenden Plantinum-Mischungen:


  • Plantinum Intensiv (jetzt 100 Prozent tetraploid für noch höhere Erträge)
  • Plantinum Universal
  • Plantinum Ei-Weiß spät
  • Plantinum Rot-Weiß


Jetzt informieren zu den Plantinum-Mischungen

Schritt 3: Bodenschluss – Grundlage für Bodenschluss und saubere Silage

Besonders auf hochgefrorenen Böden (z. B. anmoorige und moorige Flächen) ist nach einer Frostperiode der Bodenschluss durch Walzen wieder herzustellen. Ein guter Bodenschluss sorgt für Kapillarität im Boden und gleicht kleine Unebenheiten aus. Das reduziert den Aschegehalt in den kommenden Schnitten. Außerdem verbessern Sie so die Wasser- und Nährstoffversorgung für die Narbe.

Schritt 4: Stickstoff und Schwefel: entscheidend für Eiweißqualität, Kalium für widerstandsfähige Pflanzen

Um den Boden und die Pflanzen optimal mit Nährstoffen versorgen zu können, sollten Sie zunächst den Nährstoffbedarf ermitteln. Berücksichtigen Sie dazu möglichst die Ergebnisse Ihrer Bodenproben, die echten Nährstoffgehalte Ihrer Wirtschaftsdünger, sowie Ihre Erntequalität und Erntemengen (der Vorjahre). So können Sie gezielt und effektiv Nährstoffe mineralisch ergänzen. Schwefel und Kalium sind im Frühjahr oft unterschätzte, aber elementare Nährstoffe, da der Schwefel aus GülleGülle ist ein natürlicher Wirtschaftsdünger. und Gärsubstrat bei kühlen Temperaturen noch nicht pflanzenverfügbar ist. Schwefel beeinflusst sowohl die Proteinsynthese als auch die Stickstoffeffizienz und ist unverzichtbar für die Proteinqualität. Die mineralische Düngung von schnell wirkendem Nitratstickstoff in Kombination mit Schwefel (z. B. SAN 24/6) und eine Ergänzung mit mineralischen Kali-Düngern haben sich bewährt.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Mineralische Ergänzung

Organischer Schwefel muss erst zu pflanzenverfügbarem Sulfat umgewandelt werden – ein Prozess, der erst ab 8 °C Bodentemperatur beginnt. Daher ist eine mineralische Ergänzung im Frühjahr besonders wichtig.

Schritt 5: Kalk als Basis für stabile pH-Werte und gesunde Bestände

Ein optimaler pH-Wert in der Wurzelzone der Gräser ist der Grundstein für eine effiziente Nährstoffverfügbarkeit und entscheidet maßgeblich über die Zusammensetzung der Grasnarbe. Er stabilisiert den pH-Wert im Boden und verbessert die Nährstoffeffizienz und die Befahrbarkeit des Bodens erheblich. So unterstützt die Gabe von KalkUnter Kalkung oder Kalkdüngung versteht man die Ausbringung von Kalk auf Böden. eine erfolgreiche Nachsaat und sichert den Anteil wertvoller Futtergräser und Klee im Bestand.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Schon gewusst?

Auf rund der Hälfte der Grünlandflächen in Deutschland ist eine Gesundungskalkung erforderlich. Regelmäßige Kontrollen lohnen sich also.

Kontakt

Martin Melcher

Futterbau-Vertriebsberatung Region Westfalen

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Saskia Zoll

Futterbau-Vertriebsberatung Region nördliches Niedersachsen

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Judith Hüster

Futterbau-Vertriebsberatung Region nordwestliches NRW

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Dr. Stefan Wichmann

Futterbau-Vertriebsberatung Region Niedersachsen

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