In den gängigen landwirtschaftlichen Kulturen führt die AGRAVIS alljährlich pflanzenbauliche Exaktversuche durch, um Produkte und Strategien auf Herz und Nieren zu überprüfen. Die Erkenntnisse aus diesen Versuchen stellen einen Grundstein für die Anbauempfehlungen dar – so auch in der Kultur Mais. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Von jeder der knapp 3.000 Versuchparzellen an zehn Standorten werden Proben gezogen und auf ihre Inhaltsstoffe analysiert.
  • Es gibt Sortenversuche, Bestandsdichteversuche, Düngungs- und Herbizidversuche
  • Auf Basis der Versuche gibt AGRAVIS Empfehlungen für verschiedene Standort- und Nutzungsbedürfnisse

Wie sind die Maisversuche aufgebaut?

Im MaisMais ist eine Pflanzenart und gehört zur Familie der Süßgräser. haben wir im Jahr 2025 an zehn Standorten Sortenversuche angelegt, in denen wir 120 Sorten und Stämme geprüft haben. In den Exaktversuchen werden die Sorten vierfach wiederholt und voll randomisiert mit spezieller Versuchstechnik gelegt, bonitiert und beerntet. Von jeder der knapp 3.000 Parzellen ziehen wir Proben und analysieren diese auf ihre Inhaltsstoffe. Die Ergebnisse veröffentlichen wir anschließend über den

Pflanzenbau-InfoservicePflanzenbau-App IQ-PlantMais-Ergebniskompass

Welches Ziel haben die Versuche?

Ziel der AGRAVIS ist es, neue Sorten so früh wie möglich – häufig schon vor der Sortenzulassung – kennenzulernen, um zum Zeitpunkt der Empfehlung schon mehrjährige Ergebnisse berücksichtigen zu können.
Die untenstehende Karte zeigt die Verteilung der Versuchsstandorte über die unterschiedlichen Naturräume Norddeutschlands. Die verschiedenen Standorte von West bis Ost und von der Küste bis in die Höhenlage ermöglichen Aussagen über das Umweltverhalten der Sorten und erleichtern regionsspezifische Anbauempfehlungen.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Welche Versuche führt AGRAVIS durch?

Neben Sortenversuchen legen wir auch Bestandesdichteversuche an, um Sortenreaktionen auf Aussaatstärken zu erkennen. Diese Erkenntnisse fließen dann für die teilflächenspezifische AussaatDas Ausbringen des Saatgutes in den Boden der Felder geschieht mit speziellen Sämaschinen. in den Logarithmus des NetFarmingDie AGRAVIS ist mit NetFarming der Spezialist für Konzepte zum Precision Farming-Moduls ein. Des Weiteren führen wir Düngungs- und Herbizidversuche durch. Auch Themen wie Fusariumanfälligkeit und Vogelfraß werden bearbeitet.

In die AGRAVIS-Sortenempfehlung fließen zudem Ergebnisse aus den Landessortenversuchen und aus Züchterversuchen ein. Die daraus resultierende Anbauempfehlung für die kommende Saison finden Sie im weiteren Textverlauf.

Alle Versuchsergebnisse finden Sie auch in unserem Maissortenkompass.


Zum Kompass

Empfehlungen für Mehrfachnutzer

Für kühle Standorte und späte Saattermine sind frühe, sicher abreifende Sorten gefordert. Hier empfiehlt sich die Sorte PURPOSE (ca. S 200 ca. K 200). PURPOSE hat inzwischen langjährig stabil gute Erträge mit sehr guten Qualitäten in diesem Reifesegment geliefert.

Wer Mehrfachnutzer im frühen Reifesegment bis S 220 sucht, ist mit JOSEPHEEN und DKC 3201 gut beraten. Beide Sorten eignen sich für alle Nutzungsrichtungen, sind ertragsstark und passen auf alle Standorte. JOSEPHEEN punktet mit einer etwas besseren Jugendentwicklung, DKC 3201 mit etwas höherer Biogasausbeute. Neu im Bereich S 220 ist die Sorte CHRISTEEN, die sich durch sehr hohe Massenerträge und eine hohe Restpflanzenverdaulichkeit auszeichnet. Damit eignet sich CHRISTEEN auch für sehr maisbetonte Rationen.

Die Sorte CHELSEY ist eine der Top-Sorten in der AGRAVIS-Empfehlung. Die qualitätsbetonte Mehrfachnutzungssorte zeichnet sich neben sehr guten Ertrags- und Qualitätsparametern durch eine sehr interessante Reifespreizung aus. Im Silo deckt sie den wichtigen Reifebereich S 230 ab und kann alternativ mit einer Körnerreife von K 210 früh und trocken gedroschen werden. Typisch für

ADVANTA

Bevor der Mais im Frühjahr gelegt werden kann, müssen Landwirtinnen und Landwirte die Entscheidung für geeignete Sorten treffen.


Empfehlungen für Körnermaissorten

Als Körnermaissorte im Bereich K 230 empfehlen wir BRV2198B aus dem Hause

BREVANT

Neuzulassung DKC 3467

Mit der Neuzulassung DKC 3467 steht ein massenwüchsiger Allrounder in der Empfehlung. DKC 3467 bringt als moderne Sorte sehr hohe Trockenmasse-, Biogas- und Kornerträge bei gleichzeitig robustem Umweltverhalten und guter Jugendentwicklung.
MURPHEY und DKC 3419 sind Mehrfachnutzer im Reifebereich 240. Beide Sorten konnten sich mehrjährig beweisen. MURPHEY überzeugt durch sein imposantes Massenwachstum, DKC 3419 punktet mit robustem und treuem Umweltverhalten sowie einer guten Biogaseignung. Beide Sorten bringen hohe Stärkeerträge.

Empfehlungen für die Biogasnutzung

Für die Biogasnutzung unter der Restriktion des Maisdeckels gewinnen Sorten mit hoher Gasausbeute an Bedeutung. Für dieses Anforderungsprofil empfehlen wir die Neuzulassung RGT Janoxx (S 240). Diese Sorte kombiniert stattliche Erträge mit einer sehr guten Biogasausbeute. Die hohen Stärkeerträge bieten zudem eine gute Futternutzung.

Für die mittelspäte Silo- und Biogasnutzung empfehlen wir aufgrund der sehr hohen Trockenmasse-, EnergieMobilität, Wärme und Strom sind ein bedeutendes Element für ein modernes Leben.- und Biogaserträge die Sorte BRV DAWN (ca. S 260 / ca. K 260). Die sehr großrahmige, massige Pflanze konnte in den AGRAVIS-Versuchen die Spitze des mittelspäten Reifesegments abbilden. Die gute Jugendentwicklung und Standfestigkeit runden das Profil ab.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kontakt

Jochen Quante

Ansprechpartner für Mais

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