Das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) ist ein Sauergras, das sich seit einigen Jahren stark in Deutschland ausbreitet. Es steht unter den Top 20 der gefürchtetsten Ungräser weltweit. Besonders betroffen ist der Nordwesten Deutschlands, zunehmend aber auch weitere Gebiete. Beheimatet ist das Erdmandelgras in Ostafrika und hat von dort vermutlich über Pflanzgut oder Blumenzwiebeln mit Erdanhaftung den Weg zu uns gefunden. Einmal auf dem AckerEin Acker wird auch Feld oder Schlag genannt. vorhanden, wird man es kaum wieder los. Daher ist es essenziell, die Pflanze früh zu erkennen und eine unkontrollierte Verbreitung zu vermeiden. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Hauptmerkmal von Erdmandelgras ist unter anderem der dreikantige, markgefüllte, aber knotenlose Stängel
  • Erdmandelgras kann sich aufgrund seiner Beschaffenheit schnell und unbemerkt ausbreiten
  • Das Bekämpfen von Erdmandelgras ist sehr aufwendig

Merkmale von Erdmandelgras


Über die unterirdischen Rhizome kann sich Erdmandelgras schnell und unbemerkt ausbreiten.


Wieso ist Erdmandelgras so gefährlich?

Erreicht die Bodentemperatur im Frühjahr 8 bis 10 °C, läuft das Erdmandelgras vor allem in Reihenkulturen sehr schnell auf. Dies geschieht hauptsächlich aus den zu etwa 90 Prozent im oberen Bodenhorizont vorhandenen Knöllchen, aber auch aus Samen. An den Enden der von Mutterknollen gebildeten Rhizome bilden sich die sogenannten Knöllchen (Mandeln). Das enorme Vermehrungspotenzial zeigen Topfversuche, bei denen eine Mutterknolle in einer Saison bis zu 750 Knöllchen bildete. Aber nicht nur die vegetative Vermehrung stellt ein Problem dar, auch generativ kann es sich über Samenbildung ab dem Spätsommer vermehren. Mit dem ersten Frost sterben alle oberirdischen Pflanzenteile ab – den Knöllchen als Überdauerungsorganen können allerdings auch tiefe Temperaturen von -10 °C nichts anhaben.

So verbreitet sich Erdmandelgras

Erdmandelgras ist eine extrem anpassungsfähige Pflanze, deren Verbreitung sowohl über Wind, TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an., Erd- und Grabenaushub, aber vor allem durch Bodenbearbeitungs- und Erntemaschinen erfolgen kann. Daher ist es unerlässlich, diese gründlich zu reinigen, wenn man die Arbeit auf einer befallenen Fläche abgeschlossen hat. Wird ein Primärbefall frühzeitig erkannt, ist es möglich, Einzelpflanzen händisch zu beseitigen. Auch kleinere Nester können noch mit einem Bagger ausgekoffert und entsorgt werden. Hier gilt: Der erste Schaden ist der kleinste Schaden.

Bekämpfung von Erdmandelgras

Bei einem Starkbefall ist es extrem schwierig bis unmöglich, die Flächen zu sanieren. Gute Erfahrungen wurden mit Geräten zur Bodendämpfung gemacht. Diese sind allerdings sehr teuer, zeitaufwendig, töten das komplette Bodenleben ab und eignen sich nur für begrenzte Flächen.

In der Praxis wurden die besten Ergebnisse durch mehrjährige Schwarzbrache mit regelmäßiger Bodenbearbeitung erzielt. Unterstützende Maßnahmen sind darüber hinaus der Anbau von Wintergetreide ohne Fahrgassen, um das Erdmandelgras bestmöglich zu unterdrücken, MaisMais ist eine Pflanzenart und gehört zur Familie der Süßgräser. spät legen mit mehrmaliger vorheriger Bodenbearbeitung oder konkurrenzstarke Zwischenfrüchte über den Winter anbauen.

Mit Herbiziden ist dem Sauergras nur schwer beizukommen. Hier gab es im letzten Jahr eine Notfallzulassung für das HerbizidHerbizide oder Unkrautbekämpfungsmittel sind Substanzen, die störende Pflanzen abtöten sollen. Permit im

Mais
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