Reststoffe fallen regional unterschiedlich an
Raps- und Getreidestroh, Grasschnitt, Kartoffelkraut oder strohhaltiger Festmist – das sind Beispiele für Nebenprodukte, die in der Landwirtschaft in großen Mengen anfallen. So entstehen unter anderem jedes Jahr in Deutschland rund 23 Millionen Tonnen Rindermist, 7,5 Millionen Tonnen Rapsstroh, 4 Millionen Tonnen Maisstroh, 30 Millionen Tonnen Getreidestroh und 3,5 Millionen Tonnen Kartoffelkraut.
Im deutschen Norden sind vier Reststoff-Schwerpunktregionen definiert worden. Während in den viehstarken Veredlungsregionen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens große Mengen an Wirtschaftsdünger anfallen, bieten in den Küstenregionen die letzten Grasschnitte im Jahr einen potenziellen Reststoff. Die Regionen südliches und östliches Niedersachsen sind stark vom Raps- und Kartoffelanbau geprägt, weiter östlich überwiegt der Getreideanbau.