Biogas aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten gewinnen will das Projekt BioReSt, gestartet im Januar 2020. Für den Einsatz in Biogasanlagen entwickeln das Projektteam der AGRAVIS und der Fachhochschule Münster Vorbehandlungskonzepte für landwirtschaftliche Nebenprodukte. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp

  • Das Projekt BioReSt entwickelt für den Einsatz in Biogasanlagen Vorbehandlungskonzepte für landwirtschaftliche Nebenprodukte.
  • Neben den prozessbiologischen Anforderungen wird insbesondere die praktische Umsetzbarkeit bewertet.
  • Die Praxistauglichkeit wird anschließend in der AGRAVIS-eigenen Biogasanlage im nordrhein-westfälischen Dorsten getestet.

Reststoffe fallen regional unterschiedlich an

RapsRaps ist eine Pflanzenart und eine wirtschaftlich bedeutende Nutzpflanze.- und Getreidestroh, Grasschnitt, Kartoffelkraut oder strohhaltiger Festmist – das sind Beispiele für Nebenprodukte, die in der LandwirtschaftLandwirtschaft (oder Agrarwirtschaft) ist ein Wirtschaftsbereich der sogenannten Urproduktion. in großen Mengen anfallen. So entstehen unter anderem jedes Jahr in Deutschland rund 23 Millionen Tonnen Rindermist, 7,5 Millionen Tonnen Rapsstroh, 4 Millionen Tonnen Maisstroh, 30 Millionen Tonnen Getreidestroh und 3,5 Millionen Tonnen Kartoffelkraut.

Im deutschen Norden sind vier Reststoff-Schwerpunktregionen definiert worden. Während in den viehstarken Veredlungsregionen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens große Mengen an Wirtschaftsdünger anfallen, bieten in den Küstenregionen die letzten Grasschnitte im Jahr einen potenziellen Reststoff. Die Regionen südliches und östliches Niedersachsen sind stark vom Raps- und Kartoffelanbau geprägt, weiter östlich überwiegt der Getreideanbau.

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Projekt BioReSt

Das BioReSt-Projekt will die regional vorhandenen Nebenprodukte nachhaltig in Biogasanlagen nutzen und den Anteil hochwertiger und kostenintensiver Biogassubstrate, wie etwa MaissilageDie Maissilage ist eine Silage aus der ganzen Maispflanze., ersetzen. Die Herausforderung: Die Vergärung der meisten Nebenprodukte erfordert eine Anpassung des gesamten Anlagenbetriebs, mit entsprechendem zusätzlichen Aufwand. „Darum wollen wir herausfinden, wie wir die Reststoffe vorbehandeln müssen, um einen möglichst hohen Methanertrag in Biogasanlagen zu erzielen“, erklärt Benedikt Baackmann, Produktmanager der

TerraVis GmbH,
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Für jeden Reststofftyp die optimale Verfahrenskombination finden

Wie müssen die Reststoffe vorbehandelt werden, damit sie in der Biogasanlage einen möglichst hohen Methanertrag erbringen?


  • Mechanisch – Halme zerkleinern, um schneller und effizienter an vergärbare Bestandteile zu kommen
  • Chemisch – mit einer Base, um schwer vergärbare Lignocellulose-Verbindungen verfügbar zu machen
  • Biologisch – zum Beispiel mit Enzymen
  • Oder durch eine sinnvolle Kombination aus den genannten Verfahren

Um für jeden Reststofftyp die optimale Verfahrenskombination zu finden, untersucht das Projekt-Team unterschiedliche Methodenkombinationen im Labormaßstab. Die erfolgreichsten Varianten werden weiterentwickelt und in den Pilotmaßstab übertragen. Dazu führt das Team umfangreiche Versuchsreihen in der Klein-Biogasanlage der FH Münster durch. Damit der Transfer in die Großtechnik gelingt, sind wirtschaftlich relevante Aspekte des Verfahrens zu berücksichtigen. Neben den prozessbiologischen Anforderungen wird insbesondere die praktische Umsetzbarkeit bewertet. „Wir wollen bei den Vorbehandlungsmöglichkeiten auch den EnergieMobilität, Wärme und Strom sind ein bedeutendes Element für ein modernes Leben.- und Chemikalienverbrauch berücksichtigen, damit sich der Aufwand nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch lohnt“, erläutert Jens Petermann, ehemaliger Geschäftsführer der TerraVisDie AGRAVIS bietet über die TerraVis GmbH gebündelte Kompetenz zum Thema Biogas an GmbH.

Vom Versuch in die Praxis


TerraSol Wirtschaftsdünger GmbH,
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Ihr Ansprechpartner

Kontakt

Benedikt Baackmann

Produktmanager bei der TerraVis GmbH

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