Eine mangelnde Fruchtbarkeit ist eine der Hauptabgangsursachen unserer Milchkühe. Neben vielen weiteren Einflüssen spielt die Versorgung mit ß-Carotin eine entscheidende Rolle im Fruchtbarkeitsgeschehen der Kühe.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Die Gabe von ß-Carotin beeinflusst die Fruchtbarkeit der Milchkühe positiv
  • Bei mais- und strohlastigen Rationen sollte ß-Carotin in der Fütterung ergänzt werden
  • Auch bei graslastigen Rationen kann im Winter eine Ergänzung von ß-Carotin erforderlich sein
  • Eine β-Carotin-Zulage während des Trockenstehens verbessert die Qualität des Kolostrums
  • Den ß-Carotin-Versorgungsstatus der Herde ermitteln und gezielt mit Spezialfuttermitteln ergänzen

Was bewirkt Beta-Carotin bei Kühen?

Vor allem der zum Zeitpunkt der Ovulation erhöhte Vitamin A-Bedarf in der Eizelle und anschließend im Gelbkörper kann nur durch die lokale Umwandlung von ß-Carotin in Vitamin A gedeckt werden.

So sorgt eine gute ß-Carotin-Versorgung bei Rindern für:


  • eine gute Follikelreifung
  • deutlichere Brunsten
  • einen besseren Besamungsindex
  • verminderte Zystenbildung
  • ein geringeres Auftreten von Frühaborten

Beta-Carotin-Gehalte im Grundfutter variieren

Die ß-Carotin-Gehalte in den Grundfuttern sind sehr unterschiedlich und unterliegen starken Schwankungen. Gute Grassilage enthält zu Beginn der Lagerdauer relevante Mengen ß-Carotin, jedoch nimmt der Gehalt mit zunehmender Lagerungsdauer und schlechteren Qualitäten stark ab (Abb. 1). Die Gehalte in Maissilage, Stroh und Luzerneheu sind von Natur aus sehr gering (Abb. 2).


Abbildung 1: Verlauf des ß-Carotin Gehaltes in Grassilage. Mit zunehmender Lagerdauer nimmt der Gehalt deutlich ab.



Abbildung 2: ß-Carotin in unterschiedlichen Grundfuttern. Besonders Luzerne Heu, Maissilage und Stroh weisen nur sehr geringe Gehalte auf.


Gesund aufwachsen: Die Vorteile von β-Carotin

Neben der Fruchtbarkeit verbessert eine β-Carotin-Zulage während des Trockenstehens die Qualität des Kolostrums und somit den Erfolg in der Aufzucht der Kälber. Der Gehalt an β-Carotin ist ein entscheidendes Kriterium für die Qualität der Biestmilch und wichtig bei der Vorbeuge von Durchfall- und Atemwegserkrankungen. Bei ausreichender β-Carotin-Versorgung vor der Kalbung hat die Biestmilch eine goldgelbe Farbe.

Als Bestandteil des antioxidativen Systems hat die Zulage von β-Carotin bei der Fütterung auch Einfluss auf das Auftreten von Entzündungen, z. B. Euter- und Gebärmutterentzündungen. Der Gehalt an somatischen Zellen in der Milch kann durch eine β-Carotin-Zulage gesenkt werden.

Ihre Ansprechperson

Kontakt

Sabrina Hodi

Produktmanagement Rind

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