Neben den klassischen Otto- oder Dieselkraftstoffen ist die E-Mobilität nicht mehr wegzudenken. Auch Wasserstoff wird zukünftig seine Rolle einnehmen. Insbesondere im Schwerlastverkehr und in der Landwirtschaft sind zwei weitere alternative Kraftstoffe interessant: Bio-LNG und Bio-CNG aus Biomethan. Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Bio-LNG und Bio-CNG sind alternative Kraftstoffe, die aus Gülle und Mist gewonnen werden können.
  • Bio-LNG und Bio-CNG haben eine 200-prozentige THG-Emissionseinsparung gegenüber fossilen Brennstoffen.
  • AGRAVIS ist bereits mit verschiedenen alternativen Kraftstoffen,
    CNG/LNG
    und auch mit dem
    klimafreundlichen Bionergy Diesel 25 und 90
    am Markt vertreten.

Was sind (Bio-) LNG und CNG?

Bio-LNG und Bio-CNG aus landwirtschaftlichen Reststoffen wie Gülle und Mist gelten als fortschrittliche und nachhaltige Kraftstoffe und können den Kreislauf der Landwirtschaft stärken: Vom Veredlungsbetrieb gehen Mist und Gülle in die Biogasanlage. Das entstehende Biogas wird durch Aufbereitung zu Biomethan, also Bio-Erdgas, veredelt. Das Biomethan kann anschließend zu Bio-LNG und Bio-CNG weiterverarbeitet und als Kraftstoff eingesetzt werden.

Biomethan kann als Kraftstoff unsere energetische Versorgung stärken. Ein weiterer Weg geht über das Blockheizkraftwerk (BHKW). Hier wird aus dem kostbaren Bio-Erdgas Wärme und Strom erzeugt und unterstützt so die Versorgungssicherheit und die Emissionsminderungskriterien Deutschlands mit heimischer Energie.

LNG und CNG

LNG (engl. liquefied natural gas) ist verflüssigtes Erdgas (Methan), das auf eine Temperatur von minus 162 bis minus 164 Grad Celsius heruntergekühlt und verflüssigt wird. CNG (engl. compressed natural gas) ist komprimiertes Erdgas (Methan), dessen Volumen auf weniger als ein Prozent verringert wurde.

Was sind die Vorteile von Bio-LNG und Bio-CNG?

Das größte Plus gegenüber fossilen Brennstoffen ist der Umweltaspekt. Bio-LNG und Bio-CNG werden aus Reststoffen der Landwirtschaft erzeugt und haben nicht nur eine Emissionseinsparung gegenüber fossilen Brennstoffen, sondern reduzieren gleichzeitig die Emissionen aus der landwirtschaftlichen Produktion.

Doch das ist noch nicht alles: Die gute Speicherbarkeit sowie der einfache Transport über das Erdgasnetz sprechen für eine Ausweitung der Verwendung. Darüber hinaus ist die nachhaltige und langfristige Verfügbarkeit der benötigten Ressourcen gegeben. Zudem sind die Kraftstoffe und der Betrieb von Fahrzeugen mit Bio-CNG und Bio-LNG oft preiswerter als herkömmlicher Diesel.



Welches Potenzial liegt in Bio-CNG und Bio-LNG?

Jedoch stellt sich die Frage, ob aus der verfügbaren Menge Biomethan ausreichend Kraftstoff hergestellt werden kann. Dies lässt sich für die Landwirtschaft positiv beantworten: Die Landwirtschaft kann mit der Verwendung ihrer eigenen Gülle- und Mistmengen von

RindGeflügelSchwein

Eine nachhaltige Lösung für den Schwerlastverkehr

Die gasbetriebenen Atriebe sind insbesondere im Schwerlastverkehr eine klimafreundliche und umsetzbare Alternative, die auch schon heute genutzt wird. Über 98 % der in Deutschland verkauften LNG-Mengen (insgesamt 166.513 Tonnen) wurden 2025 bereits aus Biomethan produziert. Mit über 180 Lkw-Tankstellen ist auch die Infrastruktur bereits ausreichend ausgebaut, dem gasbasierten Kraftstoff auch in Zukunft im Schwerlastverkehr einzusetzen.

Schon gewusst?

Der Mist von 50 Kühen kann den jährlichen Durchschnittsverbrauch eines Lkw für 100.000 Kilometer decken. Das entspricht rund 30.000 Litern Diesel und spart etwa 420 Tonnen CO₂.

Und wie sieht es mit der passenden Technik aus? Auch hier sind die Weichen bereits gestellt. Drei Hersteller, Volvo, Iveco und Scania, bieten LNG-Technologien für ihre Lkw an. Und auch in der Landwirtschaft gibt es passende Fahrzeuge, wie die Methangas-

Traktoren von New Holland.

Kooperation mit REMONDIS

Zusammen mit der REMONDIS GmbH & Co. KG (Region West) weiten wir das Thema Bio-CNG in Münster weiter aus. In 2025 wird die Tankstelle vor der Zentrale in Münster am Industrieweg um einen CNG-Tankpunkt für Lkws erweitert. „Aktuell betreiben wir in Münster und Umgebung mehr als 20 Fahrzeuge mit CNG und wollen unsere Flotte in den nächsten Jahren sukzessive weiter umstellen“, erläutert Tobias Stehling, Niederlassungsleiter bei REMONDIS in Münster. Der zusätzliche Tankpunkt in Münster ist ein wichtiger Schritt, um die klimafreundlichen Kraftstoffe auch im Schwerlastverkehr zugänglich zu machen.

Weitere Informationen zur Kooperation können Sie in unserem

Newsroom nachlesen.

Unsere Infografiken zum Thema

  • Bild

    Potenzial von Biomethan aus Gülle und Mist

    Bild 5,08 MB

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  • Bild

    Bioenergie aus der Landwirtschaft

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Ansprechperson

Kontakt

Andreas Hothan

Teamleiter Biomethan

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