Bäume auf landwirtschaftlichen Flächen gelten zunehmend als möglicher Baustein für zukunftsfähige Betriebskonzepte. Doch können sie tatsächlich zu einer zusätzlichen Einkommensquelle werden? Eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht. Genau hier setzt die neue Agroforst-Richtlinie des Landes Brandenburg an.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Neue Förderungsmöglichkeiten in Brandenburg mit bis zu 100.000 Euro
  • Für einen langfristigen Erfolg von Agroforst sind verschiedene Faktoren wie geeignete Baum- und Gehölzarten oder die Ausrichtung der Streifen entscheidend
  • Das AGRAVIS FarmManagement unterstützt Betriebe bei der Bewertung, Planung und Umsetzung von Agroforstprojekten

Neue Agroforst-Richtlinie bietet mehr Möglichkeiten

Die Förderung von Agroforstsystemen ist weit mehr als eine finanzielle Unterstützung. Sie eröffnet landwirtschaftlichen Betrieben die Möglichkeit, ihre Produktions- und Einkommensstrukturen zu erweitern und sich dadurch widerstandsfähiger gegenüber volatilen Märkten, steigenden Betriebskosten und zunehmenden Wetterextremen aufzustellen.

Seit August fördert das Land Brandenburg die Einrichtung von Agroforstsystemen auf AckerEin Acker wird auch Feld oder Schlag genannt.- und Dauergrünlandflächen mit bis zu 100.000 Euro. Die Förderung kann einen wichtigen Anreiz schaffen, sie ersetzt jedoch keine betriebsindividuelle Planung.

Agroforst: mehr als nur Bäume auf dem Acker

Ein wirtschaftlich tragfähiges Agroforstsystem entsteht nicht allein durch die Pflanzung von Gehölzen. Vielmehr geht es darum, unterschiedliche Nutzungen sinnvoll miteinander zu kombinieren.



Damit Agroforst langfristig erfolgreich ist, müssen zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderem die Auswahl geeigneter Baum- und Gehölzarten, die Ausrichtung der Streifen, die vorhandenen Arbeitsbreiten und Maschinen, Vermarktungsmöglichkeiten sowie die individuellen Betriebsziele. Schließlich beeinflussen die heute getroffenen Entscheidungen die Bewirtschaftung der Flächen über viele Jahre hinweg.

Strategische Entscheidungen statt kurzfristiger Förderanreize

Agroforstsysteme sollten nicht ausschließlich aufgrund einer attraktiven Förderung umgesetzt werden. Entscheidend ist vielmehr, ob das Konzept zu den Standortbedingungen, den betrieblichen Strukturen, der vorhandenen TechnikDie AGRAVIS Technik-Gruppe bietet Landwirt:innen alles, was sie für ihre Arbeit benötigen. und den langfristigen Entwicklungszielen des Betriebs passt.

Die Erfahrungen aus bereits umgesetzten Projekten zeigen, dass insbesondere durchdachte und konsequent geplante Systeme langfristiges Potenzial bieten. Zahlreiche Betriebe gehen dabei bewusst neue Wege und leisten wichtige Pionierarbeit für eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige LandwirtschaftLandwirtschaft (oder Agrarwirtschaft) ist ein Wirtschaftsbereich der sogenannten Urproduktion..

Individuelle Beratung als Grundlage für erfolgreiche Projekte

Die Einführung eines Agroforstsystems erfordert eine sorgfältige Analyse der betrieblichen Voraussetzungen und Ziele. Von der ersten Idee über die Planung bis hin zur Umsetzung sollten alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden, um ein langfristig funktionierendes Gesamtkonzept zu entwickeln.


Benjamin Hummel, Leitung Agrarberatung, prüft den Baumbestand eines jungen Agroforststreifens.

Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV)FarmManagement

Betriebe in Brandenburg, die sich mit dem Thema Agroforst beschäftigen oder konkrete Vorhaben planen, können sich frühzeitig beraten lassen, um die Potenziale für ihren Standort und ihre Betriebsentwicklung optimal einzuschätzen.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kontakt

Benjamin Hummel

FarmManagement Ost – förderrechtliche Beratung

Beratung

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