Das Maisjahr 2026 war für viele Betriebe sehr unterschiedlich. Der Start verlief allgemein kühl und verhalten, zugleich war der Boden zunächst gut mit Wasser versorgt.

Kurz und knapp


  • Die Entwicklung der Maisbestände 2026 fielen aufgrund der Witterung unterschiedlich aus
  • AGRAVIS empfiehlt verschiedene und neue Sorten je nach Standort und Eignung

Rückblick Maissaison 2026

Aufgrund der Witterung im Frühjahr 2026 bildeten die PflanzenDie AGRAVIS ist Expertin in ihrem Geschäftsbereich Pflanzen. vielerorts kein besonders tiefes Wurzelsystem aus. „Das sollte sich später noch bitter rächen“, blickt Jochen Quante von der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung zurück. „Denn als die Niederschläge ausblieben und die ersten Hitzetage folgten, konnten sie das Bodenwasser auf einigen Standorten nicht mehr erreichen.“ Der weiterhin trockene Sommer verschärfte die Situation. Regional bildete der

Mais

Sortenempfehlungen für 2027

Nach der ErnteDie Ernte beschreibt alle Arbeiten zum Einbringen landwirtschaftlicher Gewächse und Früchte. stellen viele Betriebe die Weichen für die nächste AussaatDas Ausbringen des Saatgutes in den Boden der Felder geschieht mit speziellen Sämaschinen.. Ergebnisse aus Sortenversuchen helfen dabei, die passende Sorte zu finden – besonders, wenn sie mit den Erfahrungen aus dem eigenen Anbaujahr abgeglichen werden. Gerade in außergewöhnlichen Jahren lohnt sich der Blick auf mehrjährige Versuchsergebnisse. Die Ergebnisse aus den Exaktversuchen der AGRAVIS lagen zur Drucklegung noch nicht vor. Sobald sie verfügbar sind, veröffentlicht AGRAVIS sie über den

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Die folgende Sortenempfehlung für die Saison 2027 stützt sich auf mehrjährige eigene und externe Ergebnisse.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Frühes und mittelfrühes Segment

Die Praxis fragt zunehmend nach frühen Körnermaissorten. AGRAVIS empfiehlt hier DKC 3059 (S 190/K 200) und Chelsey (S 230/K 210). Beide verbinden eine frühe Körnerreife mit guten Kornerträgen und hohen Marktleistungen. Als Doppelnutzungssorten bieten sie zusätzliche Flexibilität.

DKC 3059 eignet sich dank der frühen Abreife auch als Silomais für kühlere Standorte oder spätere Saattermine. Chelsey punktet im mittelfrühen Reifesegment mit hohen Stärkegehalten und eignet sich damit als Qualitätssilomais.

Wer Mehrfachnutzer im Reifesegment S 220 sucht, ist mit Josepheen und DKC 3201 gut beraten. Beide Sorten eignen sich für alle Nutzungsrichtungen, sind ertragsstark und passen auf viele Standorte. Josepheen ist etwas massenbetonter, DKC 3201 etwas qualitätsbetonter. Ebenfalls im Bereich S 220 empfi ehlt AGRAVIS Christeen. Die Sorte zeichnet sich durch sehr hohe Massenerträge und eine hohe Restpflanzenverdaulichkeit aus. Damit eignet sie sich auch für stark maisbetonte Rationen.

Als Körnermaissorte im Bereich K 230 eignet sich BRV2198B aus dem Hause Brevant. Die Sorte überzeugt durch sehr gute Kornerträge und bietet als Zahnmais ein gutes Drydown. Die gute Druscheignung durch den relativ kompakten Wuchs, die gute Standfestigkeit und die ausgeprägte Fusariumgesundheit erfüllen weitere Anforderungen an eine moderne Körnermaissorte. Die Versuche zeigten auch eine gute Siloeignung mit dann hohen Stärkegehalten in der SilageSilage ist ein konserviertes Futtermittel für Nutztiere, vor allem für Rinder..

Mit DKC 3467 (S 230/ca. K 230) steht ein massenwüchsiger Allrounder im Reifebereich 230 zur Verfügung. DKC 3467 bringt als moderne Sorte sehr hohe Trockenmasse-, BiogasBiogas ist ein brennbares Gas, das durch Vergärung von Biomasse entsteht.- und Kornerträge bei gleichzeitig robustem Umweltverhalten und guter Jugendentwicklung.

Neu in der Empfehlung sind die Sorten Benjameen (ca. S 240/ca. K 240) und BRV Minustra (ca. S 250/ca. K 230). Beide Sorten sind massebetonte Mehrfachnutzer mit hohen Erträgen im Bereich Silomais, Biogas und Körnermais. BRV Minustra kann in der Nutzungsrichtung Körnermais mit der etwas früheren Körnerreife von circa K 230 und dem guten Drydown besonders punkten. Die Sorte zeigte sich nach zweijähriger Prüfung in den AGRAVIS-Versuchen als sehr umweltstabil. Benjameen fällt durch seine sehr rasche Jugendentwicklung und den massigen Wuchs auf und bietet eine gute Biogaseignung.

Auch die Sorte RGT Janoxx (S 240) bietet sich sehr gut für die Biogasproduktion an. Diese Sorte kombiniert stattliche Erträge mit einer sehr guten Biogasausbeute. Unter den Restriktionen des Maisdeckels ist eben diese gute Gasausbeute ein wichtiges Argument. Durch die hohen Stärkeerträge bietet RGT Janoxx einen hohen Futterwert. Zudem zeigte die Sorte eine gute Eignung auch für leichte Standorte.

Spätes Segment

Für die mittelspäte Silo- und Biogasnutzung empfiehlt AGRAVIS aufgrund der sehr hohen Trockenmasse-, EnergieMobilität, Wärme und Strom sind ein bedeutendes Element für ein modernes Leben.- und Biogaserträge die Sorte BRV Dawn (ca. S 260/ca. K 260). Die sehr großrahmige, massige Pflanze konnte in den AGRAVIS-Versuchen die Spitze des mittelspäten Reifesegments abbilden. Die gute Jugendentwicklung und Standfestigkeit runden das Profil ab.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kontakt

Jochen Quante

Ansprechpartner für Mais

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