Bilanz-Pressekonferenz: Geschäftsjahr 2016

AGRAVIS-Gruppe ergreift Marktchancen in Süddeutschland

Spezialfuttermittelwerk der DoFu Donaufutter GmbH in Straubing


„AGRAVIS-Land“ – das waren über viele Jahre vor allem die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Der Schwerpunkt des Geschäfts liegt auch heute noch in den genannten Regionen, die AGRAVIS ist darüber hinaus jedoch ebenfalls in Thüringen, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern aktiv. „Wir sind inzwischen ein nationaler Agrarhändler“, betonte der Vorstandsvorsitzende der AGRAVIS Raiffeisen AG, Andreas Rickmers. „Als bodenständiges heimisches Unternehmen wollen wir uns als nationaler Agrarhändler positionieren und im genossenschaftlichen Verbund auch außerhalb unseres Kernarbeitsgebietes wachsen. Deshalb schauen wir ganz bewusst auch auf Gebiete, in denen wir bisher kaum oder noch gar nicht tätig waren.“

Fokus richtet sich auch auf Süddeutschland

Der Fokus richtet sich auch auf Süddeutschland. Ein großer Aufschlag gelang der AGRAVIS-Gruppe im Jahr 2016 mit der Eröffnung des Spezialfuttermittelwerkes der DoFu Donaufutter GmbH DoFu Donaufutter GmbH in Straubing. „Damit sind wir im Jahr eins sehr gut im Markt unterwegs“, sagte Rickmers. Inzwischen produziert das Werk auch Mischfutter, weil sich die Marktsituation verändert hat und sich dadurch für die AGRAVIS-Gruppe neue Perspektiven ergeben. „Die wollen wir nutzen“, unterstrich der Vorstandsvorsitzende.

Einen vielversprechenden Start erlebte auch das Agrarzentrum AGRAVIS Bamberg GmbH. Die Tochtergesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG betreibt in der Region Ober- und Unterfranken das Direktgeschäft mit der Landwirtschaft zunächst in den Segmenten Pflanzenschutz, Düngemittel, Saatgut und Getreide. „Zur Ernte 2017 werden wir dort auch eine eigene Getreideerfassung anbieten können“, berichtete der Konzernchef. Die positiven Reaktionen aus der Landwirtschaft zeigten, dass die Nachfrage nach einem genossenschaftlichen Partner groß sei.

Großhandelsgeschäft mit regionalen Raiffeisen-Genossenschaften

Unabhängig vom Endkundengeschäft in dieser Region bleiben die regionalen Genossenschaften für die AGRAVIS erster Ansprechpartner für die weitere Geschäftsentwicklung in Süddeutschland. So betreiben die AGRAVIS-Bereiche Pflanzenschutz und Düngemittel bereits erfolgreich Großhandelsgeschäft mit regionalen Raiffeisen-Genossenschaften. Auch das Geschäftsfeld Märkte hat im Süden Neukunden gewonnen. Mittlerweile sind drei Genossenschaften der sogenannten „Terres-Kooperation“ – dem Franchise-System der AGRAVIS im Bereich der Raiffeisen-Märkte Raiffeisen-Märkte – beigetreten. „Unser Raiffeisen-Markt-Konzept stößt bei immer mehr bayrischen Genossenschaften auf ein lebhaftes Interesse“, beschrieb Rickmers weiter.

Kooperationspartner im Bereich Energie

Das AGRAVIS-Geschäftsfeld Energie Energie verfügt durch das Netzwerk „Blue-Service“ im süddeutschen Markt über Kooperationspartner für den bundesweiten Vertrieb des Diesel-Betriebsstoffes AdBlue AdBlue. Und auch vertriebliche Aktivitäten für Holzpellets Holzpellets sind erfolgreich angelaufen. In Richtung Süden streckt auch die AGRAVIS Technik-Gruppe ihre Fühler aus. Zum Ausdruck kommt das in einer engeren Zusammenarbeit mit Claas. Gerade erst gingen die exklusiven Claas-Vertriebsrechte für die Region Rheinhessen/Pfalz auf die AGRAVIS über. Sie will deshalb auch einen neuen, modernen Vertriebs- und Service-Stützpunkt in dem Gebiet bauen. Darüber hinaus hat die AGRAVIS 90 Prozent der Anteile an der Claas Hessen GmbH erworben. „Wir wollen auch hier die sich bietenden Wachstumsmöglichkeiten nutzen“, betonte Rickmers.

Diese einzelnen Bausteine zeigen laut dem AGRAVIS-Chef sehr deutlich, welch vielfältige Möglichkeiten sich für das Unternehmen in Süddeutschland auftun. „Wir können uns in diesen Regionen noch deutlich mehr vorstellen. AGRAVIS hat eine Strategie und wir stehen bereit, um dem genossenschaftlichen Handel und der Landwirtschaft auch außerhalb des angestammten AGRAVIS-Kernarbeitsgebietes eine geschäftliche Alternative zu sein.“