AGRAVIS-Medienservice

Aktuelle Themen und Hintergründe

Monatlich bietet die AGRAVIS Fach- und regionale Themen an. Der Medienservice ist frei nutzbar.

Medienservice Ausgabe 11/2020

360 Grad AGRAVIS

Welchen Einfluss hat die Aussaattechnik auf den wirtschaftlichen Erfolg? Welche Strategien sichern hohe Grundfutterleistungen? Wie sieht die Tierhaltung der Zukunft aus? Was kann Digitalisierung leisten und welche Chancen bietet nachhaltiges Handeln? Die AGRAVIS Raiffeisen AG wirft in ihrer virtuellen Vortragsveranstaltung „360° Grad AGRAVIS“ gemeinsam mit den Zuhörern und fachkundigen Referenten einen Blick in die Zukunft der Landwirtschaft.

Das virtuelle Veranstaltungsformat ermöglicht es Landwirten, Genossenschaften und weiteren Interessierten, sich auch in Corona-Zeiten mit Experten verschiedener Bereiche auszutauschen, Neues zu erfahren und ins Gespräch zu kommen. Interaktion ist dabei eine der großen Stärken von „360° Grad AGRAVIS“: Die Meinung der Zuhörer ist gefragt, der Austausch steht im Mittelpunkt.

„360° Grad AGRAVIS“ ist eine digitale Themenwoche (16. bis 20. November) mit jeweils einem Schwerpunkt pro Tag: Landtechnik, Tierhaltung, Pflanzenbau, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Impuls- und Fachvorträge von externen Experten und AGRAVIS-Spezialisten, Diskussionsrunden und Live-Abstimmungen sind dabei nur einige der möglichen Elemente. Die Veranstaltung kommt als Live-Stream aus einem Aufzeichnungsstudio, die Inhalte stehen im Nachgang „on demand“ zur Verfügung. Die Zuhörer können sich per Chat mit anderen Gästen oder Referenten austauschen und bei Interesse zum Beispiel mit einem AGRAVIS-Berater direkt einen Termin vereinbaren.

Die Vortragsreihe auf einen Blick:

  • Montag, 16. November, 14 Uhr: Jedes Korn zählt: Nicht immer ist das Wetter schuld! Aussaattechnik als Baustein Ihres Ertrags.
  • Dienstag, 17. November, 14 Uhr: Digitalisierung in der Landwirtschaft – wo bietet sie wirkliche Mehrwerte?
  • Mittwoch, 18. November, 20 Uhr: Futterbau im Fokus – erfolgreiche Strategien gegen Futterknappheit und für hohe Grundfutterleistungen.
  • Donnerstag, 19. November, 20 Uhr: Zwischen Wandel und Kontinuität – wie sieht die Tierhaltung der Zukunft aus?
  • Freitag, 20. November, 14 Uhr: Handel(n) mit Verantwortung – Chancen der Nachhaltigkeit.

Informationen und Anmeldungen unter www.360grad-agravis.de

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Lupinen Nutztierfütterung

Mit ihrem vergleichsweise hohen Proteingehalt stellt der Anbau von Lupinen eine gute Alternative zu anderen Leguminosen in der Nutztierfütterung dar. Was die Feldfrucht so besonders macht und auf welche Anbaubedingungen Landwirte achten sollten, erklärt Kundenberater Bernhard Wegener von der AGRAVIS Kornhaus Ostwestfalen GmbH.

Welche Besonderheiten zeichnen die Weiße Lupine aus?
Mit ihrem Eiweißgehalt von rund 32 Prozent ist die Weiße Lupine, eine einjährige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchte, sowohl in der Tier- als auch in der Humanernährung als Proteinkomponente einsetzbar. Durch den Fettgehalt von zirka zehn Prozent weist sie außerdem einen hohen Energiegehalt auf. Das macht die Weiße Lupine besonders in der Milchviehfütterung interessant, da sie dem Rapsschrot im Hinblick auf die Energiedichte deutlich überlegen ist. Der Proteingehalt ist vergleichbar. In der Humanernährung eignet sie sich für die Herstellung von proteinreichen und glutenfreien Lebensmitteln.

Was macht den Anbau für Landwirte interessant?
Von der Marktfruchtleistung ist die Weiße Lupine mit der Ackerbohne gleichzusetzen. Im direkten Vergleich kann sie sogar noch mit zwei Vorteilen punkten, da sie auch auf schlechteren Standorten angebaut werden kann und darüber hinaus eine bessere Einsetzbarkeit in der Fütterung bietet.
Dank ihrer Pfahlwurzel ist die Weiße Lupine tolerant gegenüber Trockenheit und eignet sich auch für schwere Böden. Als wirtschaftlich anbauwürdige Lupinensorten kommen die Sorten Frieda und Celina in Frage. Bei diesen Anthraknose-toleranten Sorten gibt es keine übermäßig auftretenden Krankheiten oder Schadinsekten. Durch die feste Hülse und eine saubere Abreife sind die Ernteverluste gering. Die Erträge der Weißen Lupine liegen zwischen 20 und 60 Dezitonnen.
Die Weiße Lupine hinterlässt eine Bodengare wie Raps, wobei sie hinsichtlich ihrer Vorfruchtwirkung im direkten Vergleich noch besser einzustufen ist, da sie Phosphor verfügbar macht und Luftstickstoff fixiert. Allerdings sollten Landwirte den vergleichsweise hohen Grund- und Spurennährstoffbedarf im Blick behalten.

Welche Aussaat- und Anbaubedingungen brauchen Lupinen?
Die Aussaat der Weißen Lupine erfolgt zwischen März und April, geerntet wird zwischen August und September. Für die Aussaat ist keine spezielle Technik erforderlich, da die Lupine mit einer Aussaattiefe von drei bis vier Zentimetern flach abgelegt wird. Eine zu flache oder zu tiefe Saat wirkt sich negativ auf den Ertrag aus.
Da die Lupine empfindlich auf freies Calcium reagiert, sollte der Ziel-pH-Wert des Bodens nicht überschritten werden. Zudem ist eine direkte Kalkung vor der Lupine und zur Vorfrucht nicht empfehlenswert. Landwirte sollten außerdem auf eine organische Düngung verzichten. Eine mineralische Gründüngung und eine Blattspritzung sind dagegen vorteilhaft. Des Weiteren sollten die Rhizobien angebeizt werden.

Weitere Infos gibt es bei Bernhard Wegener, Telefon 0172 . 2331732, bernhard.wegener@agravis.de

"Der AGRAVIS-Bereich Logistik versteht sich als zentraler Dienstleister, wenn es darum geht, im gesamten Arbeitsgebiet der AGRAVIS die Ware zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben."
Jörg Sudhoff, Vorstandsmitglied der AGRAVIS

Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitsmanagerin Dr. Bianca Lind

Die AGRAVIS-Gruppe will ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter ausbauen. Inzwischen wird das Themenfeld Nachhaltigkeit von Dr. Bianca Lind innerhalb der Konzerngesellschaft Veravis GmbH koordiniert. Die Agrarwissenschaftlerin war zuletzt als Geschäftsführerin des Bundesverbandes Rind und Schwein e.V. aktiv und ist auf einem Milchviehbetrieb in Nordhessen aufgewachsen.

Frau Dr. Lind, wie ist das Thema Nachhaltigkeit aktuell im Unternehmen verankert?
Dr. Lind
: Nachhaltigkeit ist für die AGRAVIS ein Unternehmensziel. Bisher lag der Schwerpunkt vor allem auf der Berichterstattung in Form des Nachhaltigkeitsberichts und der Kommunikation. Darüber hinaus gibt es viele Projekte, die zwar nicht unter dem Thema Nachhaltigkeit gestartet sind, aber einen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Unternehmen und der Landwirtschaft leisten.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für die AGRAVIS?
Dr. Lind
: Dem Thema Nachhaltigkeit begegnen wir ständig: Sei es in der Werbung, beim Einkaufen oder in den Nachrichten. Allerdings habe ich oft das Gefühl, dass Nachhaltigkeit stellvertretend für Umweltschutz verwendet wird. Und das wird dem Thema nicht gerecht. Neben dem Schutz der Umwelt soll ein nachhaltiges Unternehmen ebenso die Mitarbeiter im Blick haben und einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung leisten. Und ein Unternehmen muss Geld verdienen, um Mitarbeiter beschäftigen zu können, um Umweltstandards umzusetzen und in neue Entwicklungen zu investieren. Aus diesem Grund ist Nachhaltigkeit für die AGRAViS wichtig und gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Welche Themen beschäftigen die AGRAVIS zurzeit?
Dr. Lind
: Schauen wir mal aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit – wir wollen wirtschaftlich arbeiten, unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner wertschätzen und die Ressourcen schonen. Ich habe die AGRAVIS als ein sehr angenehmes Unternehmen kennengelernt. Die Menschen sind offen, freundlich und hilfsbereit. Das macht die AGRAVIS zu einem attraktiven Arbeitgeber und kann dabei helfen, Mitarbeiter zu binden und neue Mitarbeiter zu gewinnen. Das ist nachhaltig. Des Weiteren spielen die Themen Artenvielfalt, bedarfsgerechte Düngung, Bodenschonung und gezielter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft eine große Rolle. Lösungen sind gefragt und die AGRAVIS will und kann diese Lösungen anbieten, sodass die verschiedenen Bereiche intensiv mit diesen Themen beschäftigt sind.

Welche aktuellen Projekte gibt es denn bei der AGRAVIS?
Dr. Lind
: Aus meiner Sicht sehr spannend ist die Frage nach der Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen. Die Equovis GmbH hat eine Masterarbeit unterstützt. Die Absolventin untersuchte verschiedene Verpackungen und leitete ab, ob diese recycelt werden können. Die Arbeit trägt nun dazu bei, die Verpackungen bei der Equovis zu optimieren und ist auch schon auf Interesse in anderen Unternehmensteilen gestoßen. Darüber hinaus weitet die AGRAVIS mit dem Projekt „Lerchenbrot“ ihr Engagement zur Förderung der Biodiversität in der Landwirtschaft aus. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative mit der BASF und weiteren Partnern.

Was ist wichtig, um das Thema Nachhaltigkeit voranzubringen?
Dr. Lind
: Für mich sind Struktur und Ziele sehr wichtig. Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung formuliert. Dies sind unter anderem: Gesundheit und Wohlergehen fördern, hochwertige Bildung ermöglichen, sauberes Wasser und saubere Sanitäreinrichtungen zur Verfügung stellen, bezahlbare und saubere Energie nutzen. Innerhalb der AGRAVIS gibt es mindestens zehn Projekte, die alle einen Beitrag zu diesen Zielen leisten. Diesen Beitrag möchten wir künftig sichtbarer machen. Ich hoffe, dass wir Nachhaltigkeit dadurch erlebbarer machen können und sie stärker in unserem Denken verankern. Die AGRAVIS entwickelt ihr Unternehmen und Handeln im Sinne der 17 Nachhaltigkeitsziele stetig weiter. In einer neuen Audioreihe mit dem Namen "voll nachhaltig" geht es um Maßnahmen und Lösungen, die konkret auf die SDGs einzahlen.

Wie geht es weiter in Bezug auf den Dialog mit Mitarbeitern, Kunden, Aktionären und anderen Anspruchsgruppen?
Dr. Lind
: Die Mitarbeiter, Kunden, Aktionäre, aber auch Lieferanten und Partner machen die AGRAVIS aus. Daher ist es für mich essenziell, Gespräche zu führen, Positionen abzustimmen und Anregungen aufzunehmen. Denn eines ist für mich klar: Wir setzen das Thema Nachhaltigkeit nicht um jeden Preis im Detail um. Die Ziele, die wir uns setzen, und die Projekte und Maßnahmen, die wir beginnen, müssen zur AGRAVIS passen.

Zur Audioreihe "voll nachhaltig"

Kartoffeln lagern

Im Herbst ist der richtige Zeitpunkt, um Kartoffeln im Keller einzulagern. Wie der Feldfrüchte-Vorrat möglichst lange halten kann, erklärt AGRAVIS-Experte Christian Schepergerdes im Interview.

Wie sollten die Räumlichkeiten für die Lagerung beschaffen sein?
Schepergerdes
: Wichtig ist, dass die Kartoffeln in einem kühlen und abgedunkelten Raum gelagert werden. Lichteinfall sollte unbedingt vermieden werden. Denn dadurch werden die Kartoffeln grün. Gleichzeitig bilden sich Bitterstoffe (Solanin), die für den Menschen gefährlich werden können. Sehr hohe Mengen davon sind giftig - deshalb ergrünte Knollen nicht verzehren.

Welche Maßnahmen lassen sich bei der Lagerung noch unternehmen?
Schepergerdes
: Es empfiehlt sich, die Kartoffeln an einem gut belüfteten Ort zu lagern. Denn In der Kartoffel vollziehen sich Stoffwechselprozesse. Dafür ist der CO2-Austausch von Bedeutung.

Wie sinnvoll ist es, die Kartoffeln abzudecken?
Schepergerdes
: Das sollte unbedingt vermieden werden. Dadurch können die Kartoffeln Schaden nehmen. Unter einer Folie oder einer Decke würde sich Staunässe bilden. Die Folge wäre ein Pilzbefall.

24.120

Mehr als 24.000 Behälter umfasst der AGRAVIS-Autostore im Distributionszentrum in Münster. Das automatisierte Kleinteile-Lagersystem wird für die Kommissionierung von Artikeln aus dem Onlineshop raiffeisenmarkt.de genutzt.
Video Autostore

Obstbäume Raiffeisen-Markt

Sämereien, Hochbeete, eigenes Gemüse – der Trend zum eigenen Anbau von Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon hält unvermindert an und erstreckt sich auch auf weitere Kulturen. Kräuter, Beerensträucher und Obstbäume werden in den Raiffeisen-Märkten immer stärker nachgefragt. Jörn Schierloh, Category Manager Garten der AGRAVIS Raiffeisen AG, nennt im Interview wichtige Hintergründe.

Herr Schierloh, welche Sortimente sind zurzeit in den Raiffeisen-Märkten besonders gefragt?
Schierloh
: Nachdem bereits Kräuter seit einiger Zeit wieder stark nachgefragt werden und auch Hochbeete und Sämereien boomen, erfahren nun Beerensträucher wie Heidelbeeren oder Himbeeren und Obstgehölze wie Äpfel, Birnen und Kirschen eine kleine Renaissance. In heimischen Gärten werden so vermehrt Obst- und Beerensträucher wie auch Gemüsepflanzen und Kräuter gepflanzt.

Brauche ich unbedingt einen eigenen Garten für den Anbau?
Schierloh
: Zumindest große Flächen werden nicht unbedingt gebraucht. Angeboten werden inzwischen auch Säulen- und Zwergobstbäume, die wenig Platz benötigen. Sie können auch in Beeten und Kübeln angebaut werden. Beim Säulenobst können die Früchte zum Beispiel direkt an den kurzen Verzweigungen am Stamm ohne Leiter bequem geerntet werden. Hier gibt es eine große Auswahl an Sorten, vor allem alte Sorten kommen wieder in Mode. Manche Einkaufsstätten wie unter anderem einige Raiffeisen-Märkte bieten auch spezielle Events an, bei denen die Obst-Sorten, die auch als Pflanze verkauft werden, vorab in Kisten zum Probieren angeboten werden. Dann wissen die Kunden von vorneherein, wie ihr Apfel schmeckt. Gefragt sind kleine Bäume, die schnell Früchte tragen.

Ist der Anbau von alten Sorten kompliziert?
Schierloh
: In der Regel sind die alten Sorten sehr robust und auch unempfindlicher in Bezug auf Krankheiten und Witterung, was den Anbau also leicht macht. Empfehlen kann ich immer eine Verkostung der jeweiligen Sorte vorab. Denn gerade die alten Sorten schmecken sehr unterschiedlich, aber oft auch viel feiner bzw. intensiver als manche aktuellen und neuen Angebote.

Welche Sorten eignen sich konkret für den Einstieg?
Schierloh
: Geeignet sind zum Beispiel die Apfelsorten Goldparmäne und Gravensteiner. Diese beiden Sorten sind übrigens bereits seit dem 17. Jahrhundert beliebt.

Welche Empfehlungen haben Sie aktuell für Gartenfreunde?
Schierloh
: Der Herbst ist eigentlich sehr gut für den Kauf und das Pflanzen von Obstgehölzen oder Beerensträuchern geeignet. Zurzeit erhält man einen guten Eindruck von der noch belaubten Pflanze, auch wenn die Pflanze schon viel Energie in die Bildung der Wurzeln steckt. Im kommenden Jahr kann je nach Sorte dann mitunter bereits geerntet werden. Bei der Frühjahrspflanzung ist eine Ernte unmittelbar im Pflanzjahr nicht immer gegeben. Also: Jetzt ist die beste Pflanzzeit.

www.raiffeisenmarkt.de

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Maßnahmen und Lösungen erklären – darum geht es in „Voll nachhaltig – Zukunft gestalten entlang der SDGs“, der neuen Audioreihe der AGRAVIS. Im Mittelpunkt jeder Folge steht ein Sustainable Development Goal (SDG) zu dem die AGRAVIS als Agrarhandelsunternehmen einen wichtigen Bezug hat. Die Extraseite agrav.is/sdgs informiert, in welcher Verbindung die AGRAVIS mit den SDGs steht und mit welchen Maßnahmen und Lösungen das Agrarhandelsunternehmen auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen einzahlt. In der aktuellen Folge geht es mit SDG 3 um die Sicherung von Gesundheit und Wohlergehen für alle. Im Audio erfahren interessierte Hörer, wie die AGRAVIS dieses Nachhaltigkeitsziel unterstützt.

Zur Audioreihe „Voll nachhaltig“


Ältere Ausgaben

Medienservice Ausgabe 10/2020

Futtermittel

„Die Grundfutterversorgung ist deutschlandweit sehr heterogen zu beurteilen“, so Imke Hansing von der AGRAVIS Futterbau-Vertriebsberatung. Manche Regionen haben erneut aufgrund der Trockenheit starke Mindererträge im Bereich Gras und schlecht befruchtete Maisbestände bzw. eine schwache Kolbenleistung, die den Ausfall nicht kompensieren können. Im AGRAVIS-Gebiet sind durch eine schlechte Niederschlagsverteilung zwar Einbußen hinzunehmen, aber die Erträge dürften noch im Rahmen bleiben.

Schläge, die in Zweitkulturen stehen, weisen insgesamt schlechtere Erträge auf. Die Landwirte waren gezwungen, vor der Sommerung eine Futternutzung zu planen, um bestehende Versorgungslücken zu schließen. Die Zweitkultur (i.d.R. Mais) ist dann später gesät worden, der Boden ist von der Vornutzung schon sehr ausgetrocknet. Die Jugendphase dieser Pflanzen ist in diese Trockenperiode gefallen, sodass sich viele Bestände in der gesamten Entwicklung und auch in Blüte und Befruchtung nicht optimal entwickeln konnten.

Nach dem trockenen und heißen Sommer 2019 haben viele Betriebe entsprechend reagiert und die Futterfläche ausgeweitet. Über die Anzahl der Hektar kann so bei einer geringen Schlagleistung die Versorgung sichergestellt werden. Es bleibt festzuhalten, dass die Erträge im Durchschnitt in Ordnung sind und auch im Mais durchschnittliche bis gute Erträge anfallen. Dadurch scheint in manchen Regionen jetzt sogar ein Maisüberschuss zu herrschen. Dennoch haben die Betriebe mit den ersten Grasernten zunächst „Löcher“ gestopft und konnten keine langfristigen Reserven anlegen.

Auch einige Grünlandflächen haben nach wie vor keinen Ertrag abgeworfen, da sie sich nach der Maus gefolgt von der Tipula nicht erholt haben. Bei der Trockenheit und Frühjahrskälte ließ sich keine Grassaat etablieren. Diese Flächen liegen häufig immer noch brach und die Herbstwitterung ist entscheidend für eine Regeneration bzw. Rekultivierung. Gerade das Grünland steht als Dauerkultur oben auf der Sorgenliste, weil die Grasnarben erneut gelitten haben oder sich noch nicht erholen konnten. Sie bilden jedoch die Ausgangssituation für die Grundfutterversorgung in 2021 und müssen sich schnell regenerieren, damit das Defizit nicht weiter ausbildet.

„Mit den Vororder- und Frühbezugstagen haben wir für diesen Herbst eine angemessene Alternative zum Messe-Event angeboten und konnten unseren Kunden dank großzügiger Platzverhältnisse die Empfehlungen für die nächste Saison vorstellen.“
Thomas Wiesner, Leiter des AGRAVIS-Bereichs Märkte

Weihnachtsbäume 2020

Die Weihnachtsbaumernte 2020 steht in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen. Frank Uwihs von der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung wirft einen ersten Blick auf die aktuelle Situation und das erste Weihnachten mit Corona.
Um die Anbaubedingungen steht es in diesem Jahr besser als in 2019 und 2018. „Große regionale Unterschiede sind nach einem weiteren trockenen und heißen Sommer zu erkennen, dennoch vertrockneten weniger Jungbäume als im Jahr zuvor“, sagt der Sonderkulturexperte. Entscheidend ist, ob die Niederschläge zum richtigen Zeitpunkt stattfanden. Wie im vergangenen Jahr lag der Niederschlag im Sommer bei 60 bis 80 Prozent des langjährigen Mittels. In der Region um den Niederrhein war es deutlich trockener als in den Jahren zuvor, in anderen Bereichen gab es ausreichend Regen. Auch tierische Schaderreger wie Blatt- und Baumläuse sowie Spinnmilben fanden unter trockener und warmer Witterung optimale Lebensbedingungen vor und stellten eine Herausforderung dar.

Im Gegensatz zur Trockenheit bringt die Corona-Pandemie mehr Schwierigkeiten mit sich. Für den Verkauf der Bäume fehlen Arbeitskräfte zum Ernten, Abschneiden, Einnetzen und Verpacken und auch der Absatzmarkt ist sehr unsicher. Noch offen ist, ob und wo Weihnachtsmärkte stattfinden. Vielerorts sind Veranstaltungen bereits abgesagt, sodass nicht klassische Verkaufsbedingungen herrschen. Findet der Weihnachtsmarkt doch statt, muss jeder Verkaufsstand ein Hygienekonzept vorweisen, viele Umstellungen für den Produzenten. „In diesem Jahr wird es für die sonst reichlich von den Standbetreibern benutzten Dekobäume durch die wegfallenden Weihnachtsveranstaltungen deutlich weniger Abnehmer geben. Sie sind aufgrund der geringeren Qualität oftmals nicht so gut für den Verkauf an den Endkunden geeignet“, erklärt Uwihs.

Durch den Verzicht auf den Urlaub und Fernreisen verbringen viele Menschen mehr Zeit zu Hause und machen es sich dort gemütlich. Der Trend zu mehr Regionalität könnte zusammen mit Verzicht auf den Einsatz von Plastik zu einer höheren Nachfrage nach Naturbäumen führen. „Vielleicht stellen einige Familien sogar zwei Weihnachtsbäume auf“, vermutet Uwihs. „Bis die Menschen zum Fest in knapp drei Monaten unter dem Weihnachtsbaum zusammenkommen, bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt“, so der Sonderkulturexperte.

Anbauempfehlungen

65.000.000

Die AGRAVIS gibt aktuell Genussscheine an potenzielle Investoren aus. Das Gesamtvolumen beträgt bis zu 65 Mio. Euro. Die Zinssätze bewegen sich je nach Tranche zwischen 2,25 und 3,25 Prozent.
Alle Infos zu den Genussscheinen

Vorordertage Raiffeisen-Märkte

Gerade mal 16 Monate lagen zwischen der Grundsteinlegung und Produktionsbeginn: Im September 2020 nahm im niedersächsischen Rosche die Schäl- und Feinmühle mit zwei Mahlsystemen, die auf die Produktion von glutenfreien Flocken und Mehlen in Bio- und Demeter-Qualität spezialisiert sind, ihren Betrieb auf. In den Monaten zuvor hatten der AGRAVIS Projektbau, der Bauherr Bauck GmbH und die beteiligten Handwerksunternehmen aller Corona-bedingten Widrigkeiten zum Trotz das 48 Meter hohe, 46 Meter lange und 30 Meter breite Gebäude „Gute Flocke“ gemeinsam hochgezogen.
Alle Infos zum Mühlenbau in Rosche


Medienservice Ausgabe 9/2020

Maissilage

3. September 2020 - Die Maisernte steht vor der Tür. Was Landwirte jetzt beachten müssen und wie die Silierung zu erfolgreichen Ergebnissen führt, erfahren Sie von unseren AGRAVIS-Experten. Nach den trockenen und heißen Sommern wie 2018 und 2019 sowie in diesem Jahr zumindest regional, variieren die Abreife der Maisbestände stark. So sind manche Flächen in sehr gutem Zustand, andere sind stark dürregeschädigt, manche schön grün, manche fast vollständig vertrocknet inklusive der Lieschen oder weisen abgeschnürte und herabhängende Kolben auf.
Zum Bericht "Fit für die Maisernte 2020"

„Die Welt von morgen – das „neue Normal“ – wird digitaler, mit schlanken Prozessen, transparent und mit veränderten gesellschaftlichen Anforderungen. Es bleibt regional, menschenbezogen und auch nachhaltig. “

AGRAVIS-CEO Dr. Dirk Köckler

Raiffeisen Bio-Brennstoffe
Oliver Korting (RBB, re. im Bild) und Dirk Albertsen (team energie)

Die Raiffeisen Bio-Brennstoffe GmbH (RBB) mit Sitz in Münster und die team energie GmbH & Co. KG (Süderbrarup) bündeln beim Vertrieb von Holzpellets in Norddeutschland die Kräfte. Zum 1. Oktober 2020 übernimmt die Raiffeisen Bio-Brennstoffe GmbH das Pelletgeschäft von der team energie, die seit 2005 Kunden vor allem in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit ENplus-zertifizierten Holzpellets beliefert hat. Im Gegenzug steigt die team energie GmbH & Co. KG als weiterer Gesellschafter in die Raiffeisen Bio-Brennstoffe GmbH ein.
Zum Bericht

56,7

Die Energieintensität der AGRAVIS bei der Produktion von Mischfutter liegt im Jahr 2019 bei 56,7 Kilowattstunden pro produzierter Tonne Futtermittel. Damit ist sie im Vergleich zum Vorjahr um zirka 0,8 Prozent gesunken.


Medienservice Ausgabe 8/2020

AGRAVIS-Experte Arne Klages
AGRAVIS-Pflanzenbauberater Arne Klages

Nach der Ernte des Wintergetreides steht die neue Saison 2020/2021 in den Startlöchern. Welche fünf ackerbaulichen Schritte jetzt wichtig sind, weiß AGRAVIS-Pflanzenbauberater Arne Klages.

Bodenanalysen regelmäßig durchführen

Bevor konkrete Maßnahmen auf dem Acker durchgeführt werden, sollten Landwirte den Zustand ihrer Wirtschaftsgrundlage genau analysieren. „Als Basis ist die Durchführung einer Standard-Grundbodenuntersuchung in regelmäßigen Abständen von drei bis vier Jahren sinnvoll“, rät AGRAVIS-Pflanzenbauexperte Arne Klages. Zur Erfassung weitergehender, bodenphysikalischer Parameter inklusive Kationen-Austausch-Kapazität (KAK) bietet sich beispielsweise der Düngekompass der Eurofins an. Für einen ersten schnellen Eindruck vom Zustand des Bodens können Landwirte auf einen pH-Schnelltest zurückgreifen.

„Alle Böden unterliegen einer natürlichen Versauerung durch Niederschläge. Zusätzlich wirken Stickstoffdünger kalkzehrend“, zeigt Arne Klages die Gründe auf, die zu einer Reduzierung des Kalkgehalts im Boden führen können. „Um die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten oder sogar zu verbessern, muss eine regelmäßige Kalkung durchgeführt werden. Lediglich einige wenige Standorte, die geologisch hohe Kalkgehalte im Unterboden aufweisen, sind davon abweichend differenziert zu betrachten.“

Kalkdüngung auf die Stoppel

Liegt das Ergebnis der Bodenanalyse vor, ist die richtige Wahl der ackerbaulichen Mittel entscheidend. Benötigt der Boden lediglich eine Erhaltungskalkung oder ist ein Aufkalken nötig? „Es ist wichtig, den pH-Wert der Bodenart entsprechend einzustellen, um die KAK zu optimieren und gleichzeitig für eine ausreichende Bereitstellung von freiem Calcium als Pflanzennährstoff zu sorgen“, hebt Arne Klages hervor. „Für die Erhaltungskalkung empfehlen wir den Einsatz von Qualitätskalken zur Ausbringung auf die Stoppel. Jetzt ist die Befahrbarkeit optimal und durch die anstehenden Bodenbearbeitungsmaßnahmen wird der Kalk in die Krume eingemischt.“

Kalk ist nicht gleich Kalk

„Bei der Kalkung sollten Landwirte auf die Verwendung qualitativ hochwertiger Kalke achten, denn die Qualität hat sowohl einen maßgeblichen Einfluss auf die Wirksamkeit als auch auf das gewünschte Ziel“, erläutert Arne Klages. In Abhängigkeit der Kalkart sind bestimmte Mindestwerte gesetzlich vorgeschrieben, die entsprechend deklariert werden müssen. „Diese Mindestwerte sollten bei der praktischen Anwendung auf keinen Fall unterschritten werden“, betont der AGRAVIS-Pflanzenbauberater. „Neben den Gehalten an basisch wirksamen Substanzen wie beispielsweise Calcium stellen außerdem die Feinheit, die Reaktivität und der Neutralisationswert weitere wichtige Kriterien dar, die bei der Wahl des richtigen Kalkes von Bedeutung sind.“

Organische Substanz aufbauen

Sind mit der Kalkung die Voraussetzungen für eine gute Bodenfruchtbarkeit geschaffen, birgt der Anbau von Zwischenfrüchten weiteres Potenzial. Arne Klages empfiehlt Ackerbaubetrieben daher, Zwischenfrüchte nach Möglichkeit vor Sommerungen zu platzieren. „Der Aufbau von organischer Substanz führt langfristig zu mehr Ertragsstabilität durch eine gute Nährstoffbereitstellung und Wasserhaltefähigkeit. Gleichzeitig ermöglicht die Zwischenfrucht den Einsatz von organischen Wirtschaftsdüngern, die ebenfalls zur Verbesserung der Bodengesundheit beitragen“, zeigt Arne Klages die Vorteile auf.

Tiefe Bodenlockerung

„Wenn der Unterboden verdichtet ist, können die positiven Effekte des Zwischenfruchtanbaus allerdings nicht vollständig zum Tragen kommen“, schränkt Arne Klages ein. „Solange der Unterboden trocken ist, sind die Bedingungen optimal, um Verdichtungen im Unterboden mechanisch aufzubrechen und dadurch mehr durchwurzelbaren Raum zu schaffen. Sehr effizient ist diese Maßnahme mit anschließender Aussaat einer tiefwurzelnden Zwischenfrucht, die das Bodengefüge auch unter der Pflugfurche stabilisiert. Hier eignen sich zum Beispiel Ölrettich, Ackerbohne oder Lupine“, erläutert der Pflanzenbauexperte.

Prozessablauf der teilflächenspezifischen Grunddüngung
Die Grafik zeigt den Prozessablauf der teilflächenspezifischen Grunddüngung. Die Beprobung des Ackers erfolgt gezielt in den jeweiligen Ertragszonen. Die Beprobungsstrecken (schwarze Linien) werden GPS-gestützt gezogen und zur Analyse an das Labor versandt. Die Laborergebnisse werden in Form von digitalen Nährstoffkarten visualisiert und unter Berücksichtigung der Ertragserwartung und den bevorstehenden Entzügen miteinander verrechnet. Das Ergebnis ist eine maschinenlesbare Streukarte, mit der der Landwirte seine Teilflächen optimal und bedarfsgerecht versorgen kann.

Das Wintergetreide ist vielerorts vom Feld – der richtige Zeitpunkt für die Landwirte, die Ackerbausaison 2020/21 in den Blick zu nehmen. Eine zielgenaue Grunddüngung der Folgekultur ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Anbau. Mit dem überarbeiteten Grunddüngungsmodul von NetFarming, einer Marke der AGRAVIS Digital GmbH, kann der Landwirt gleich drei wichtige Aspekte zu seinem Vorteil beeinflussen: Er gewährleistet eine optimale Versorgung der Teilflächen mit den Nährstoffen Phosphor, Kalium, Magnesium und Kalk, sorgt für einen effizienteren Einsatz der Düngemittel und ermöglicht zugleich höhere Erträge.

Die AGRAVIS Digital GmbH arbeitet eng mit den Raiffeisen-Genossenschaften und den Agrarzentren zusammen, über die die Module von NetFarming vertrieben werden und deren Vertriebsmitarbeiter durch regelmäßige Schulungen immer auf dem neuesten Stand sind. Ein Teil der Genossenschaften sowie Agrarzentren im Einzugsgebiet der AGRAVIS hat sich bereits mit speziellen Bodenbeprobungsgeräten ausgestattet und bietet die Dienstleistung der Bodenanalyse an.

Besonders auf sehr heterogenen Schlägen variieren die Bodengehalte zum Teil sehr stark. Über das spezialisierte Grunddüngungsmodul von NetFarming wird eine gezielte Bodenbeprobung der definieren Ertragszonen geplant und GPS-gestützt umgesetzt. Sobald die Analyseergebnisse aus dem Labor vorliegen, fließen sie zurück ins NetFarming-Portal und sind als digitale Nährstoffkarten im Grunddüngungsmodul einzusehen. Das Ergebnis ist eine maschinenlesbare Streukarte, die in den herstellerunabhängigen Formaten Shape- oder ISOXML-Datei direkt auf das Schlepperterminal gesendet werden kann oder zum Download bereitsteht.

Mit wenig zusätzlicher Aufrüstung ist der Einsatz von Applikationskarten bei allen Düngerstreuern möglich, bei denen geschwindigkeitsabhängig die Streumenge angepasst werden kann. Im Bereich der Kalkstreuer bieten die Hersteller kostengünstige Nachrüstmöglichkeiten an.

www.netfarming.de

„Die AGRAVIS investiert kontinuierlich in die Ausbildung junger Frauen und Männer, denn für die aktuellen Herausforderungen im Business brauchen wir gut ausgebildeten Nachwuchs. Wir sind mit hoher Kompetenz für den Kundenerfolg in den Regionen aktiv, dafür werden passende und gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt. Wir freuen uns, dass sich wieder viele Bewerber für unser Unternehmen entschieden haben, die Ausbildung liegt uns sehr am Herzen.“

AGRAVIS-CEO Dr. Dirk Köckler

146

146 junge Menschen starten in diesem Sommer ihre Ausbildung in der AGRAVIS-Gruppe. Von ihnen beginnen 102 Jugendliche eine gewerblich-technische Ausbildung. 44 haben sich für einen kaufmännischen Berufsweg in dem Agrar- und Dienstleistungsunternehmen entschieden.


Medienservice Ausgabe 7/2020

Futterknappheit

Grünland als Dauerkultur ist von der Witterung stark gezeichnet. Nach der extremen Trockenheit in 2018 und 2019 bleibt die Situation für Futterbaubetriebe auch in diesem Jahr größtenteils angespannt. Imke Hansing von der AGRAVIS Futterbau-Vertriebsberatung und Martin Brink von der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH erläutern die Hintergründe und zeigen Alternativen für eine Sicherung der Grundfutterversorgung auf.

Was sind die Hauptgründe für die angespannte Grundfutterversorgungslage vieler Betriebe?
Imke Hansing
: Die Erntemengen des ersten Schnitts waren aufgrund der Frühjahrssommertrockenheit unzureichend, da die Nährstoffe in den Aufwüchsen vielfach nicht mineralisiert und freigesetzt werden konnten. Viele Landwirte entschieden sich außerdem für einen relativ frühen Schnittzeitpunkt, denn der erste Aufwuchs zeigte nur ein geringes vegetatives Wachstum.

Wie hat sich die Situation für Futterbaubetriebe mit dem zweiten Schnitt entwickelt?
Hansing
: Nach der ersten Nutzung führten Niederschläge zu einem zügigen Wiederaufwuchs. Mittlerweile ist auch der zweite Schnitt abgeschlossen, teilweise sogar der dritte. Die Erträge waren in Ordnung, allerdings entspannt sich die Versorgungslage nur leicht. Die neue Ernte wird direkt verplant und der erste Schnitt schon verfüttert, um das Futtervakuum zu stopfen, sodass sich langfristig kaum planbare Reserven anlegen lassen. Dazu kommt: Die meisten Grasnarben, die im Frühjahr 2020 stark geschädigt waren, haben sich bisher kaum erholt. Einige Schläge liegen nach dem massiven Mäuse- und Tipula-Befall immer noch brach.
Martin Brink: Futtermenge und -qualität des zweiten Schnitts fallen je nach Region sehr unterschiedlich aus. Im nordwestdeutschen Raum hat es in den vergangenen Tagen viel Regen gegeben, sodass wir zumindest im Hinblick auf die Ertragsmengen zufrieden sein können. Zur Qualität der Aufwüchse können wir aktuell noch keine Aussage treffen, da die Analysen noch ausstehen. In anderen Gebieten ist die Versorgungslage von vielen Betrieben nach einem unzureichenden zweiten Schnitt allerdings nach wie vor kritisch, da die Wachstumsrückstände beim Grünland und Ackerfutter aufgrund mangelnder Niederschläge nicht mehr aufzuholen waren.

Mit welchen Alternativen können Landwirte die Grundfutterversorgung ihrer Tiere sicherstellen?
Brink: In futterknappen Regionen silieren Landwirte ihr Getreide vermehrt als Ganzpflanzensilage (GPS). Auch der Einsatz von Stroh oder Luzerneheu ist eine sinnvolle Alternative, um den Grundfutterbedarf in den Rationen für ältere Jungrinder und trockenstehende Kühe bei gleichbleibenden biologischen Leistungen sicherzustellen.
Im Hochleistungsbereich stehen den Tierhaltern Laktaria Silomix bzw. Laktaria Silomix G zur Verfügung. Die Ergänzungsfuttermittel weisen höhere Rohfasergehalte auf und sind daher für einen teilweisen Austausch von Mais- bzw. Grassilagen geeignet. Auf genügend strukturierte Faser muss bei dem Austausch unbedingt geachtet werden.

Getreidemarkt Analyse

Wo liegen trotz der Corona-Krise die Chancen für die Vermarktung des deutschen Getreides? Unser Experte Bernhard Chilla wirft einen Blick auf den internationalen Getreidemarkt und analysiert die Lage. Die Mehrheit der Marktbeobachter konzentriert sich derzeit auf drei Entwicklungen – die Höhe der US Maisproduktion 2020/21, die Nachfrage Chinas nach US-Waren und die Auswirkungen der globalen Nachfrageentwicklung durch die Corona-Krise. Dabei vernachlässigen sie aber weiterhin, dass das globale Weizenangebot sich nicht richtig erholen soll.
Zur Analyse im aktuellen "Chilla checkt!"

"Die Corona-Krise mit ihren Diskussionen um Versorgungssicherheit hat das Interesse an Nutzpflanzen sprunghaft ansteigen lassen. Die Kunden investieren sehr viel in ihren Garten oder Balkon und pflanzen Tomaten, Gurken oder Salate selbst an. Dabei verzeichnen wir einen klaren Trend zum Hochbeet."
Jörn Schierloh, Category Manager Garten im Bereich Märkte der AGRAVIS Raiffeisen AG

Nutzpflanzen AGRAVIS

Gurken und Tomaten aus dem eigenen Garten, Beeren vom heimischen Balkon – seit einiger Zeit beobachten die Experten der AGRAVIS Raiffeisen AG, speziell des Bereichs Märkte, eine zunehmende Vorliebe ihrer Kunden für Nutzpflanzen. „Die Corona-Krise mit ihren Diskussionen um Versorgungssicherheit hat das Interesse sprunghaft ansteigen lassen“, erklärt Jörn Schierloh, Category Manager Garten im Bereich Märkte der AGRAVIS Raiffeisen AG.

Hier das Interview lesen.

1.420

Zwei AGRAVIS-Server berechneten im Projekt Folding@home bislang 1.420 Arbeitspakete. Die Spende der Rechenleistung dient dem Kampf gegen das Coronavirus.

AGRAVIS spendet Rechenleistung

Wie die IT der AGRAVIS dazu beiträgt, Lösungen gegen das Coronavirus zu finden, erfahren Sie hier.


Medienservice Ausgabe 6/2020

Trockenheit

Am 24. Juni endet die Spargelsaison 2020. Corona-Pandemie und Trockenheit haben die Spargelbauern vor enorme Herausforderungen gestellt. Dazu im Interview: Frank Uwihs, Experte für Sonderkulturen der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung.

Herr Uwihs, wie werten Sie die Spargelsaison 2020?
Uwihs
: Ich würde sagen, wir sind nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Das Wetter war ähnlich wie 2018 und 2019: Die Monate April und Mai waren viel zu trocken. Immerhin hat die Wärme für gute Wachstumsbedingungen gesorgt. Aufgrund von Corona hatten die Spargelbauern mit großen Schwierigkeiten und Einschränkungen zu kämpfen und mussten sich teilweise neu organisieren. Dennoch ist das Ergebnis der Spargelsaison für viele Betriebe positiver als erwartet.

Die Jahre 2018 und 2019 brachten uns Sommer mit Hitze und Trockenheit. Auch 2020 zeichnet sich als zu trocken ab. Welchen Einfluss hatten die Wetterbedingungen auf die Spargelernte?
Uwihs
: Eine warme Witterung ist im Allgemeinen gut für das Wachstum der Spargelpflanze. Die Trockenheit dagegen ist ein Problem, weil Spargel zu 98 Prozent aus Wasser besteht. Vor allem in der Phase der Zellstreckung benötigen die Zellen das Wasser, um sich ausdehnen zu können. Diese Phase beeinflusst, wie dick der Umfang der Spargelstange bei der Ernte ist. Soll heißen: In diesem Jahr war der Spargel tendenziell etwas dünner.

Wie sieht es mit Spargelqualität und Erntemengen aus?
Uwihs
: Die Qualität könnte natürlich immer besser sein, ist im Großen und Ganzen aber in Ordnung. Die Wärme hat für ein gutes Wachstum gesorgt. Mehr Wasser hätte die Qualität aber noch positiver beeinflusst. Einige Betriebe sind der Trockenheit mit zusätzlicher Beregnung begegnet. Dies ist aber nur eine Übergangslösung, da Beregnungskapazitäten nicht überall zur Verfügung stehen. Die Ernte ist auf dem Vorjahresniveau, obwohl einige Betriebe aufgrund fehlender Saisonarbeitskräfte Teile ihrer Felder nicht abernten konnten. Innerhalb der Saison gab es keine großen Unterschiede. Wie die letzten Wochen der Erntezeit bis zum 24. Juni verlaufen bleibt noch abzuwarten.

Und wie ist bisher die Nachfrage nach Spargel?
Uwihs
: Der größte Einbruch im Verkauf – etwa 30 Prozent weniger – entstand durch den Wegfall der Gastronomie. Die Nachfrage beim Endverbraucher war zwar etwas niedriger als im Vorjahr, aber dennoch ganz gut.

Mit der Corona-Pandemie mussten die Betriebe zunächst um Erntehelfer bangen. Wie war hier die Situation?
Uwihs
: Die Spargelbetriebe waren nicht zu 100 Prozent mit Saisonarbeitskräften versorgt, da die Grenzen zu Rumänien, Bulgarien und Polen teilweise geschlossen waren. Diejenigen Betriebe, die Unterstützung von Arbeitskräften aus dem Ausland erhielten, hatten aufgrund von Corona-Auflagen einen deutlichen Mehraufwand. Spargelbauern, die Hilfe von deutschen Erntehelfern erhielten, hatten Probleme mit der Kostendeckung. Unerfahrene Spargelstecher ernten im Vergleich zu erfahrenen Erntehelfern deutlich weniger Spargel. Gleichzeitig war es wegen der angespannten wirtschaftlichen Situation nicht möglich, am Markt höhere Preise durchzusetzen, weil dadurch vermutlich der Absatz in den Supermärkten und beim Endverbraucher weiter zurückgegangen wäre. Auch in finanzieller Hinsicht ist die Corona-Pandemie in dieser Saison also eine große Herausforderung.

Ganzpflanzensilierung

Die Trockenheit macht den Landwirten nun schon im dritten Jahr in Folge zu schaffen – dabei hat der Sommer noch gar nicht begonnen. Aktuell gibt es regional bereits erste Trockenschäden in der Gerste. Damit kann auch die Kornfüllung gestört sein. Einige Bestände gehen schon in Richtung Notreife, wobei die Ähren teilweise leer sind. „Wir empfehlen, hier nicht mehr zu warten und das betroffene Getreide als Ganzpflanzensilage (GPS) zu ernten und zu silieren“, rät die AGRAVIS-Expertin Dr. Sabine Rahn.

Wann ist der ideale GPS-Erntetermin?

Dr. Stefan Wichmann von der Futterbau-Vertriebsberatung beurteilt die aktuelle Lage zum Getreide-GPS so: „Wer aufgrund von Futterknappheit Getreide-GPS plant, sollte bezüglich der Nutzungszeitpunkte Folgendes beachten: Der ideale GPS-Erntetermin ist der Übergang von der Milchreife zur Teigreife. Dabei sollten auch die Knoten an den Halmen noch leicht grün sein und die Körner sollten sich bei der Nagelprobe noch leicht zerdrücken lassen. Dann hat man den besten Kompromiss zwischen Ertrag und Qualität. Bei der Gerste ist das Stadium jetzt, Anfang Juni, in vielen Regionen erreicht, bei Roggen und Triticale kann es aufgrund der Trockenheit ebenfalls zügig gehen. Die Ernte von Weizen-GPS hingegen hat sicherlich noch mehr Zeit. Weil in der Praxis häufig zu spät geerntet wird, ist es für den Landwirt wichtig, dass er die Abreife seiner Bestände ständig im Blick hat. Bei zu später Ernte sinkt die Verdaulichkeit der Ganzpflanzensilage deutlich und die Trockensubstanzgehalte werden zu hoch.“

Zeitpunkt auch wichtig für erfolgreiches Silieren

„Die Wahl des richtigen Erntezeitpunkts ist auch wichtig für eine erfolgreiche Silierung“, betont Dr. Sabine Rahn. „Wird vor der Milchreife geerntet, tritt Sickersaft aus. Wird zu spät geerntet, gibt es Probleme mit der Verdichtung. Insbesondere die hohlen Halme machen Probleme, da diese dann bei der Verdichtung leicht nachfedern. Deshalb raten wir dazu, immer kurz zu häckseln, etwa drei bis fünf Zentimeter. Sind die Häcksel zu lang, sind Probleme vorprogrammiert. Ähnlich wie Maissilage neigt auch die nährstoffreiche GPS-Silage zur Nacherwärmung und Verschimmelung. Zur Sicherung der aeroben Haltbarkeit wird entsprechend der Einsatz des biologischen Siliermittels BioCool empfohlen.“

GPS auch für Biogasanlagen

Grundsätzlich kann GPS in der Fütterung oder als Substrat in Biogasanlagen eingesetzt werden. „Möchte der Landwirt die GPS in Futterrationen einsetzen, kann er das in Rationen für Aufzuchtkälber, Fresser und Mastrinder ab 200 Kilogramm Lebendgewicht mit einem Anteil von cirka 20 Prozent der täglichen Futter-Trockenmasse-Aufnahme tun. Bei Milchkühen ist eine Einsatzmenge von 10 bis 15 Kilogramm Frischmasse täglich pro Kuh zu realisieren“, sagt Martin Brink von der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH.
Der Futterexperte ergänzt: „Ganzpflanzensilage ist energiereich, aber eiweißarm. Somit sollten die Rationen mit einem eiweißreichen Mischfutter in der Total-Misch-Ration (TMR) ausgeglichen werden. Beim Einsatz von GPS kann es laut Berechnungen zu leichten Verschiebungen im Kraftfutteraufwand kommen. Dabei werden die geforderten Mengen an strukturierter Rohfaser eingehalten. Wird GPS als Maissilage-Ersatz eingesetzt, sollte der Landwirt den Anteil an beständiger Stärke beachten.“

Martin Brink erläutert, dass sich GPS durch seinen durchschnittlich geringen Kaliumgehalt als guter Grobfutterersatz in der Trockenstehzeit der Milchkühe einsetzen lässt. Somit befindet sich die Kationen-Anionen-Bilanz (DCAB) in einem guten Rahmen für die trockenstehende Kuh in der Gesamtration. Beachten müsse der Landwirt den Gesamtgehalt an Zucker und Stärke. Wenn dieser durch Einsatz von GPS zu hoch erscheint, muss die Ration z. B. mit Stroh verdünnt werden.
Bei der Verfütterung von GPS sollte nach deren Futteranalyse bei der betriebsspezifischen Futterberechnung zusätzlich Folgendes beachtet werden:

  • Anteil an leicht löslichen Kohlenhydraten
  • Notwendiger Anteil an beständiger Stärke
  • Anteil an Rohprotein und nxP = dünndarmverfügbares Eiweiß

Flyer "Silierung von Getreide-GPS"

135

Nach dem Start mit 50 Beeten im Jahr 2018 und der Ausweitung auf 90 Flächen in 2019 hat das AGRAVIS-Azubi-Start-up „Junges Gemüse“ in seiner dritten Saison alle 135 Beete auf dem Feld in Münster vermietet.

Kalkung AGRAVIS

Eine optimale Vorbereitung des Bodens für die Bewirtschaftung der Flächen sichert nicht nur eine gute Befahrbarkeit und hohe Infiltrationsleistung, sondern auch ein starkes Wasserhaltevermögen. Die eingesetzten Nährstoffe stehen den Pflanzen so bestmöglich zur Verfügung und die Bodenbiologie läuft auf vollen Touren. Allerdings sind diese Voraussetzungen, die besonders bei extremen Wetterlagen wie langanhaltender Trockenheit oder Regenperioden entscheidend sind, noch nicht auf allen Feldern geschaffen.
AGRAVIS-Pflanzenbauexperte Arne Klages erklärt, welchen Einfluss die Kalkung auf die Qualität und Leistungsfähigkeit des Bodens hat, was bei der Durchführung zu beachten ist und wann es Zeit ist zu handeln.
Zum Interview

Grassilageernte

Hobbyfarming liegt im Trend. Besonders beliebt im eigenen Garten: die Haltung von Hühnern. Den Traum vom Frühstücksei von der eigenen Henne erfüllen sich immer mehr Menschen. In den Raiffeisen-Märkten der AGRAVIS-Gruppe und der Genossenschaften bekommen Hobbyfarmer alles, um eine kleine Hühnerfarm aufzubauen. In den Märkten und im Online-Shop – raiffeisenmarkt.de – finden sie unter anderem Stallungen, Tränken sowie hochwertiges Futter von Golddott.
Worauf es bei der Hühnerhaltung ankommt, erklärt im Video Wolfgang Herzog, Produktmanager von Golddott, einer Marke der AGRAVIS.

"In diesen bewegten Zeiten können wir als Landwirtschaft im genossenschaftlichen Verbund zeigen, wie wichtig die heimische Produktion von Lebensmitteln ist."
Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG

Stallbau

Dass die deutsche Landwirtschaft und das Agribusiness insgesamt systemrelevant sind, hat die Corona-Pandemie erneut nachdrücklich bewiesen. Zugleich steht die Branche vor großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium kam nun die Forderung nach einer Förderung von Stallumbauten. Mit dem Ziel, mehr Tierwohl zu ermöglichen. Dass Stallumbauten bei den Landwirten ein Thema sind, bestätigt die AGRAVIS Technik Lenne-Lippe GmbH. Sie unterhält am Standort Warendorf eine westfalenweit tätige Stallbauabteilung.
Mehr dazu im Bereich Stallbau bei AGRAVIS


Medienservice Ausgabe 5/2020

Virtuelle Feldbegehungen
Pflanzenbau-Vertriebsberater Dag Hahne macht Empfehlungen zur Vollblütenbehandlung im Raps.

Mit Informationen per Video hält die AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH in diesen Wochen ihre Kunden auf dem Laufenden. Weil Feldbegehungen und persönliche Besuche wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können, schicken die Berater ihre pflanzenbaulichen Empfehlungen in kurzen Filmsequenzen.

Feldbegehung mal anders

Mal auf dem Roggenschlag, mal mitten im Raps oder auf dem Rübenacker erläutern die Berater, worauf bei Wetter und Flächen aktuell zu achten ist – einschließlich praktischer Produkttipps. Die Pflanzenbau-Vertriebsberater Dag Hahne und Kai-Olaf Knuth filmen sich dazu gegenseitig auf dem Feld und liefern konkrete Tipps, die auf die Bestände abgestimmt sind. So sorgt die AGRAVIS mit modernen Methoden auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten dafür, den Service und die Vorort-Beratung aufrechtzuhalten. Damit ist „direkter“ Kontakt trotz Abstandhalten möglich.
Die Videos dienen als praktische Ergänzung zu den Pflanzenbau-Rundschreiben, die per Mail und Fax an die Kunden verschickt werden. Über QR-Codes gelangen die Kunden zu den Videos auf Youtube. Zudem stehen die Videos in der AGRAVIS-App IQ-Plant zur Verfügung.

Positive Resonanz von Landwirten

Dag Hahne, Pflanzenbau-Vertriebsberater der AGRAVIS Niedersachsen-Süd, hebt den Zusatznutzen der Videos hervor: „Auf diese Weise können wir individuellere und gezieltere Empfehlungen geben. Auch die Unterschiede zwischen verschiedenen Wachstumsstadien der Pflanzen lassen sich deutlicher zeigen.“
Die Landwirte können sich, unabhängig von Ort und Termin, gezielt durch die Video-Empfehlungen klicken. Das stößt auf positive Resonanz. Dag Hahne zeigt sich zufrieden: „Bei den Landwirten kommen die Videos sehr gut an. Ihr einstimmiges Feedback: Daumen hoch“. Und weil die Rückmeldungen durch die Bank positiv ausfallen, sollen in den kommenden Wochen und Monaten regelmäßig weitere Ratgeber-Videos folgen.

Grunddüngungsmodul

Die neue Düngeverordnung gilt seit dem 1. Mai 2020. Durch die Festlegung bundesweiter und länderspezifischer Maßnahmen, wie unter anderem N-Düngung unter Bedarf, fürchten Landwirte deutliche Einbußen. Je nach Betriebsausrichtung fordern die neuen Regelungen massive Veränderungen. Die AGRAVIS Digital GmbH unterstützt die Landwirte schon heute mit ihren digitalen Produkten bei diesen Herausforderungen.
Zum optimierten Grunddüngungsmodul als Unterstützung für Landwirte

Trockenheit

Auch 2020 kämpfen Landwirte bereits mit regional verbreiteter Trockenheit. Diese hat Auswirkungen auf die Ernte, den Umgang mit Getreide und die Versorgung der Tiere. Unsere AGRAVIS-Experten versorgen Landwirte mit wertvollen Tipps und Lösungen für einen optimalen Umgang mit der Trockenheit.
Zu den AGRAVIS-Lösungen zum Thema Trockenheit

„Wir streben einen stärkeren Austausch mit unseren Partnern innerhalb der Wertschöpfungskette Agrar an, um gemeinsam künftige Herausforderungen zu identifizieren, Lösungsansätze zu definieren und über bereits vorhandene Konzepte der AGRAVIS zu diskutieren.“
Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG

Grassilageernte

Der erste Futterschnitt ist vielerorts bereits erfolgt. Ziel ist es, Grassilagen von bester Qualität zu erzeugen. Gerade in Zeiten von Futterknappheit ist das umso wichtiger. Damit das auch gelingt, sollte einiges bei Ernte und Einlagerung beachtet werden.
Zu den Tipps zur Grassilageernte

Nachhaltigkeit

Den Dialog mit Stakeholdern und Partnern vertiefen, Kunden mit nachhaltigen Konzepten unterstützen und innovative Projekte voranbringen, das alles sind Ziele des AGRAVIS-Nachhaltigkeitsprogramms. Dieses Engagement macht die Nachhaltigkeitskommunikation sichtbar und greifbar. Der aktuelle AGRAVIS-Nachhaltigkeitsbericht, der erstmals zusammen mit dem Konzern-Geschäftsbericht unter dem Titel „Gemeinsam Zukunft gestalten“ erschienen ist, präsentiert die nachhaltigkeitsrelevanten Themen und Zahlen aus dem Jahr 2019.

Damit wird auch die Berichterstattung vom zweijährigen auf einen jährlichen Rhythmus umgestellt. Leitlinie ist weiterhin der aktuelle GRI-Standard. Themen sind unter anderem digitale Services für den gesamten landwirtschaftlichen Betrieb, das Nährstoffmanagement mit der Software Delos sowie Berechnungen zu Klimaauswirkungen bei Futtermitteln. Erstmals werden die auch die Nachhaltigkeitsziele (SDG = Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen in die Berichterstattung einbezogen.
Nachhaltigkeit bei AGRAVIS

72

Im Jahr 2019 stammten 72 Prozent (ca. 5,1 Mio. Tonnen) der bei AGRAVIS gehandelten und für die Futtermittelproduktion eingesetzten Rohstoffe aus Deutschland; im Jahr 2018 waren es 70 Prozent. Damit wurden rund 3,4 Prozent mehr heimische Getreidesorten und Proteinträger wie zum Beispiel Rapsschrot verwendet.


Medienservice Ausgabe 4/2020

Spargfelernte 2020 AGRAVIS

Mit dem Frühlingsbeginn starten viele Landwirte in die Spargelsaison. Doch die Situation ist angespannt: Durch die Reisebeschränkungen im Zuge des Coronavirus ist der Einsatz von Saisonarbeitskräften aus dem Ausland nur bedingt möglich. Gleichzeitig fällt der Absatz von Spargel über die Gastronomie weg und es ist mit einem allgemeinen Rückgang der Nachfrage zu rechnen.
Im Interview wirft Frank Uwihs, Sonderkulturenexperte der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung, einen Blick auf die aktuelle Lage im Spargelanbau.

+++UPDATE+++

3. April: Um drohende Ernteausfälle zu verhindern, sollen im April und Mai nun doch jeweils 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen dürfen. Darauf haben sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) geeinigt. Die Einreise ist nur per Flugzeug und in Gruppen erlaubt. Vorgesehen ist außerdem eine Gesundheitsprüfung.

Herr Uwihs, das Frühjahr hat begonnen und die Saison rückt näher: Wie sieht es zurzeit auf den Spargelbetrieben aus?
Uwihs
: Die Situation ist sehr dynamisch und ungewiss. Auf den Feldern, die mehrfach mit Folie abgedeckt sind, hat die Ernte bereits begonnen. In etwa einer Woche – also pünktlich zu Ostern – soll der Spargel dann flächendeckend in großen Mengen gestochen werden. Aufgrund von Grenzschließungen stehen die Betriebe nun aber vor erheblichen Herausforderungen. Sie können nicht wie sonst auf Hilfskräfte aus dem Ausland setzen. Die Ausstattung der Betriebe mit Saisonarbeitskräften ist sehr unterschiedlich und hängt auch von der Betriebsgröße ab. Diese Lücken gilt es nun, anderweitig zu schließen.
Ähnlich sieht es übrigens auch in anderen Bereichen der Landwirtschaft aus – Obst, Gemüse, Weinbau. All diese Bereiche sind jetzt auf Saisonkräfte angewiesen.

Welche Möglichkeiten gibt es für Betriebe, an Arbeitskräfte zu kommen?
Uwihs
: Die Betriebe müssen nun versuchen, Arbeitskräfte aus Deutschland zu gewinnen. Dazu haben mehrere Organisationen Plattformen im Netz eingerichtet, die Landwirte und Arbeitssuchende zusammenbringen. Über das Portal „daslandhilft.de“ haben sich so bereits über 36.000 Menschen gemeldet. Das ist zwar nicht genug, aber es ist ein Anfang.
Darüber hinaus hat die Bundesregierung Anreize geschaffen, damit Personen, die wegen der Corona-Krise ihrem Job nicht nachgehen können, in der Landwirtschaft aushelfen können, ohne dass ihnen das Kurzarbeitergeld gekürzt wird. Es gibt also einige Möglichkeiten, aber ob die Zahl aller fehlenden Arbeitskräfte aufgefangen werden kann, ist fraglich. Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist groß, was sehr positiv ist. Die Menschen zeigen Verständnis für die Situation in der Landwirtschaft.

Die Corona-Krise bestimmt den Alltag der Menschen: Wie schätzen Sie die Nachfrage nach Spargel in der kommenden Saison ein?
Uwihs
: Es ist schwierig einzuschätzen, in welchem Umfang in dieser Saison die Abnahme von Spargel durch den Lebensmitteleinzelhandel erfolgt. Vielleicht stehen erst einmal Güter des Grundbedarfs im Vordergrund, um die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Zudem ist bundesweit die Gastronomie geschlossen. Eine Branche, die gewöhnlich 20 bis 30 Prozent der Spargelmenge abnimmt, fällt weg. Es müssen also andere Absatzwege gefunden werden. Es ist auch zu erwarten, dass weniger Privatpersonen Spargel kaufen. Vielen Menschen fehlen Einkünfte, sodass sie möglicherweise beim Spargelkauf sparen.

Wie hart wird die Krise die Spargelbetriebe treffen?
Uwihs
: Ich gehe davon aus, dass viele Betriebe diese Krise überleben werden. Trotzdem wird es nicht einfach – beispielsweise, weil viele Betriebe zuletzt investiert haben und auf die Einnahmen angewiesen sind. Zu Ohren gekommen ist mir aber auch schon der Gedanke einiger Betriebe, ihre Arbeit komplett einzustellen, um Kosten zu sparen. Fakt ist: Es ist eine schwierige Situation für alle Spargelbauern.
Bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird. Dennoch sollten die Betriebe mit Optimismus in die kommende Saison starten.

„Die Corona-Pandemie ist eine globale Krisensituation, für die es keine Blaupause gibt. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, um unsere Versorgungsfunktionen im ländlichen Raum aufrechtzuerhalten.“
Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG

NetFarming AGRAVIS

Was passiert, wenn Fragen auftauchen und Unterstützung bei der Umsetzung der teilflächenspezifischen Maisaussaat benötigt wird? Dann macht für den Landwirt der persönliche Service den Unterschied. Die Experten der AGRAVIS NetFarming, einer Marke der AGRAVIS Digital GmbH, sind nicht im Callcenter irgendwo in Deutschland, sondern direkt vor Ort und damit nah am Landwirt. Wichtige Partner sind die Raiffeisen-Genossenschaften. Sie sind die Schnittstelle zwischen der AGRAVIS und den Landwirten und außerdem Multiplikator für den Vertrieb und die praktische Umsetzung der Module. Lesen Sie hier das Interview mit Felix Aundrup, Produktmanager AGRAVIS NetFarming.

Heizöl AGRAVIS Oliver Korting
Oliver Korting

Drei Fragen an Oliver Korting, AGRAVIS Raiffeisen AG, zur aktuellen Preissituation:

Wie bewerten Sie den massiven Einbruch beim Ölpreis?
Oliver Korting
: Der Preis für Gasöl an der ICE-Börse (Leitnotierung für Heizöl und Diesel) hat sich von Anfang Januar bis Ende März 2020 halbiert, von 600 auf rund 300 US-Dollar pro Tonne. Das ist eine Situation vergleichbar wie 2008 nach der Finanzkrise. Damals fiel der Preis innerhalb eines halben Jahres von 1.300 auf unter 400 US-Dollar. Jedoch ging dem Preisverfall damals eine spekulative Preisrallye voraus.

Wie wirkt sich der Preissturz auf die Nachfrage aus?
Korting
: Seit Februar ist die Nachfrage deutlich gestiegen, sodass es in einigen Regionen des AGRAVIS-Arbeitsgebietes vereinzelt schon Lieferzeiten von ca. 4 bis 6 Wochen gibt. Viele Endverbraucher nutzen das Preistief, um sich in der unsicheren Situation wegen der Corona-Pandemie frühzeitig zu bevorraten, und nehmen dabei auch längere Lieferzeiten in Kauf.

Was raten Sie dem Verbraucher, der bisher noch nicht nachgetankt hat?
Korting
: Ein Blick in den Heizöltank kann nicht schaden. Sollten die Vorräte knapp sein, ist es durchaus ratsam, sie zeitnah wieder aufzufüllen. Die Preise dürften aber angesichts der hohen globalen Fördermengen noch eine Weile auf einem niedrigen Niveau bleiben. Wer hinsichtlich des Ölpreises auf dem Laufenden bleiben und die noch vorhandene Menge im Tank nicht laufend kontrollieren möchte, dem kann ich den intelligenten Füllstandmesser RFOX empfehlen.

ERDE AGRAVIS Klimaschutz
Die Samnmelmengen der AGRAVIS

Gemeinsam für die Umwelt – so das Motto der Initiative „ERDE“ (Erntekunststoffe Recycling Deutschland). Dazu hat auch die AGRAVIS im vergangenen Jahr einen wesentlichen Teil beigetragen. Gemeinsam mit den Raiffeisen-Genossenschaften hat sie etwa 1.000 Tonnen verwendete Silo- und Stretchfolie gesammelt. Über die Initiative „ERDE“ wurde das gesammelte Material dann dem Recycling und so dem Rohstoffkreislauf zugeführt. Seit 2015 beteiligt sich die AGRAVIS nun an dieser Recyclingaktion und kann deutlich steigende Mengen gesammelter Folie verzeichnen. Wesentlich unterstützt wird die Aktion durch Folienhersteller, die das Sammelsystem „ERDE“ fachlich und finanziell unterstützen.

Durch die Zuführung der von der AGRAVIS in 2019 gesammelten Silo- und Stretchfolien zum Recycling wurden rechnerisch 1.370.400 Kilogramm Treibhausgas eingespart. Dies entspricht den Treibhausgas-Emissionen, die 98.767 Bäume jedes Jahr in Europa binden. Durch die Zusammenarbeit in „ERDE“ wird der Wertstoffkreislauf geschlossen, Ressourcen geschont und die Umwelt geschützt. Ein Konzept, das die AGRAVIS überzeugt. Ihr ist es wichtig, einen „runden Kreislauf“ bei Produkten, die sie in den Verkehr bringt, zu erzeugen. Auch für Landwirte, die mit und in der Natur arbeiten, ist nachhaltiges Denken und Handeln unerlässlich. So werden die Agrarfolien nach Verwendung zurückgenommen, recycelt und stehen schließlich als Rohstoff wieder zur Verfügung. Damit wird der Wertstoffkreislauf für Erntekunststoffe geschlossen und der Eintrag in den Boden und die Umwelt vermieden.

Nachhaltigkeit ist für die AGRAVIS ein treibender Faktor. Seit nun fast zehn Jahren beschäftigt sich das Unternehmen mit nachhaltigkeitsrelevanten Themen und kann somit auf mehrere ganzheitliche Konzepte und Lösungen für seine Kunden und Partner verweisen. Darüber hinaus strebt die AGRAVIS einen stärkeren Austausch mit seinen Partnern innerhalb der Wertschöpfungskette Agrar an.

Alle wesentlichen Folienhersteller der AGRAVIS sind Mitglieder bei „ERDE“. Sie entrichten verpflichtend einen Betrag pro Kilogramm produzierter Folie, der als Zuschuss für das Recycling an das „ERDE“-System geht. Die AGRAVIS kauft die Folie zu einem etwas höheren Preis bei den Lieferanten ein, verkauft sie entsprechend weiter an Genossenschaften und diese dann weiter an die Landwirte. Die Genossenschaften bieten den Landwirten anschließend kostengünstig die Rücknahme der Folien an.

Für die Foliensammlung nutzt die AGRAVIS auch die Erfahrungen aus „PAMIRA“ (Packmittel Rücknahme Agrar). Dieses System organisiert bundesweit die Sammlung von Pflanzenschutzkanistern. Als Sammelstellen dienen auch hier viele örtliche Raiffeisen-Genossenschaften. „PAMIRA“ stellt eine gute Grundlage dar, da viele Genossenschaften sind durch PAMIRA schon mit der Sammlung und Rücknahme von Material vertraut sind.

Jährlich werden in der deutschen Landwirtschaft mehrere 10.000 Tonnen verschiedener Kunststoffprodukte eingesetzt. Aktuell sammelt die Initiative „ERDE“ bundesweit bereits knapp 40 Prozent der gebrauchten Silo- und Stretchfolien und führt diese zu 100 Prozent der stofflichen Verwertung zu.

Zertifikat ERDE AGRAVIS

49.000.000

Im Jahr 2020 will die AGRAVIS-Gruppe insgesamt 49 Mio. Euro in Kundenbindung und Schlagkraft investieren. Für Ersatz und Verschleiß sind 18,8 Mio. Euro vorgesehen. 20,6 Mio. Euro fließen in strategische Investitionen in Standorte und Märkte und 9,7 Mio. Euro in die Prozessoptimierung.

Investitionen AGRAVIS 2020
Weitere Infos in der Jahresbilanz 2019

Agrarhändler testet neues Agribusiness-Studium
Lutz Rummeny

Lutz Rummeny, Mitarbeiter der AGRAVIS im Bereich Agrarerzeugnisse, begann im Jahr 2011 als Trainee im Konzern. Seit 2013 ist er als Agrarhändler tätig. Nun legt Lutz Rummeny noch mal nach: Aktuell ist der 39-Jährige einer der ersten Master-Studierenden im berufsbegleitenden „MBA Agribusiness“ an der Universität Göttingen.
Zur Reportage über eine außergewöhnliche Karriere.


Medienservice Ausgabe 3/2020

Chilla checkt AGRAVIS

Das Jahr 2020 scheint wieder einmal vor vielen Herausforderungen zu stehen, die direkt oder indirekt den deutschen Getreidemarkt beeinflussen: Beispielsweise ganz aktuell das Coronavirus und die Angst vor einer globalen Wirtschaftsrezession sowie der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in China und die Gefahr eines Schweinepestfalles in Deutschland.
Unser Experte Bernhard Chilla analysiert in seiner aktuellen Kolumne "Chilla checkt" die Chancen und Risiken für den deutschen Getreidemarkt 2020/21.

„Die digitalen Prozesse und Module müssen dem Kunden einen wirklichen Mehrwert hinsichtlich Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Bedienungsfreundlichkeit geben. Deshalb müssen Anbieter Schnittstellen zwischen den Produkten und Dienstleistungen entwickeln – das ist unser Ansatz bei der AGRAVIS Future Farm.“

Jörg Sudhoff, Vorstandsmitglied der AGRAVIS Raiffeisen AG

Samson Kompetenzcenter AGRAVIS Technik BvL GmbH
Das Team von Samson Agro und den AGRAVIS Techniken BvL GmbH und Saltenbrock GmbH vor dem neuen Güllewagen TG am Samson Kompetenzcenter Ladbergen.

Die aktuellen Diskussionen um die Düngeverordnung lassen das Interesse der Landwirte an Düngetechnik weiter steigen. In Ladbergen finden sie ausgewiesene Experten rund um Dünge- und Gülletechnik: Hier schlägt das deutsche Herz des dänischen Herstellers von Mist- und Gülleausrüstung Samson Agro. 2016 eröffneten die Dänen am Standort der AGRAVIS Technik BvL GmbH das erste deutschlandweite Samson Kompetenzcenter.
Alle Infos zum Kompetenzcenter

1.420

Ca. 1.420 Analyseergebnisse pro Tag berücksichtigte die AGRAVIS 2019 bei der Herstellung von Futtermitteln im Qualitätsmanagement. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 25 Prozent.

Wintergetreide – aktuelle Situation und Startdüngung
Thomas Husemann

Die aktuelle Situation im Wintergetreide ist je nach Region unterschiedlich: „Während im Westen hohe Niederschlagsmengen zum Teil für Staunässe und mangelnde Befahrbarkeit sorgen, kann im Osten vielerorts schon mit der Düngung im Getreide begonnen werden“, beschreibt Thomas Husemann aus der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung.

„Die Bestände sind über den milden Winter hinweg gewachsen und vielerorts gut entwickelt. Die milden Temperaturen und die anhaltende Bodenfeuchte begünstigen aber auch bodenbürtige Erreger wie die Halmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides). Dies solle insbesondere bei Stoppelweizen bzw, getreidelastigen Fruchtfolgen weiter beobachtet werden, um ein rechtzeitiges Eingreifen zu ermöglichen.

Die ersten Nmin-Untersuchungen zeigen sehr unterschiedliche Werte, die in der Bodenart, regionaler Niederschlagsverteilung und Bewuchs begründet seien. Es finden sich Böden, die mit 10 kg Nmin regelrecht leer seien, es gebe aber auch Standorte mit 70 kg Nmin und mehr. Es lohne sich daher auch dieses Jahr, eigene Nährstoffanalysen durchzuführen, um die Düngeplanung so effizient wie möglich zu gestalten. Nun gelte es, die fehlenden Nährstoffe im Wurzelraum wieder aufzufüllen, um eine ausgeglichene Pflanzenernährung sicherzustellen.

Mehrnährstoffdünger (NPK), organische Düngemittel und Einzelnährstoffdünger (z.B. Kali, TSP) seien geeignet, um die obere Ackerkrume mit Grundnährstoffen wieder aufzufüllen und schwache Bestände besonders zu fördern. Das AGRAVIS Pflanzenbau-Team rät dazu, festgestellte Nmin-Werte von der Schoss-/ oder Abschlussgabe abzuziehen und die erste N-Gabe angepasst an die aktuelle Situation zu planen.

Thomas Husemann empfiehlt: „Versorgen Sie Ihre Kulturen in der Reihenfolge Raps, Getreidefrühsaaten, Normalsaaten und abschließend die Spätsaaten. Innerhalb der Getreidearten sollte nach Möglichkeit zunächst die Gerste und anschließend Weizen Roggen und Triticale angedüngt werden. Vor dem Düngungsstart überprüfen Sie Ihre Bestände. Beurteilen Sie die Parameter Bestockung, Bodentemperatur, Befahrbarkeit und Wurzelregeneration.“ (siehe Abbildung).

Auch wenn von einem Nährstoffbedarf der Pflanzen auszugehen sei, empfehle es sich, abzuwarten bis eine Befahrbarkeit der Flächen ohne Strukturschäden möglich sei. Vom „Verhungern“ der Bestände kann noch keine Rede sein“, so Husemann.


Medienservice Ausgabe 2/2020

Imke Hansing
Imke Hansing

Drei Jahre Witterungsextreme hintereinander, in Verbindung mit einem volatilen Milchpreis, setzen die Futterbaubetriebe massiv unter Druck. Grünland als Dauerkultur ist von den Witterungsextremen stark gezeichnet, eine Regeneration braucht mitunter Jahre – und die Nässe in 2017, die Dürre in 2018 und 2019 sowie Schädlinge in 2019/2020 verhindern eine Erholung der Grünlandbestände.

Imke Hansing von der Pflanzenbau-Vertriebsberatung der AGRAVIS Raiffeisen AG gibt Tipps, wie die Grünlandnarbe wieder fit gemacht werden kann.
Zum Interview Grünland

„Die AGRAVIS investiert für die Raiffeisen-Märkte in Prozesse und digitale Welten. Wir gehen mit Leidenschaft, Toleranz und Respekt gemeinsam mit den Genossenschaften unsere Herausforderungen an. Dazu digitalisieren wir unser Kerngeschäft und unsere Prozesse und bringen Online- und Offline-Welten zusammen, um den Mitarbeitern mehr Zeit für Kunden zu verschaffen. Wir tun dabei alles, um besser zu werden.“

Thomas Wiesner, AGRAVIS-Bereichsleiter Märkte auf der Kooperationstagung für Raiffeisen-Märkte 2020.

Zukunft Füttern mit AGRAVIS

Moderne Fütterungskonzepte reduzieren den Nährstoffanfall der Tierhaltung ganz erheblich, vermindern den ökologischen Footprint durch Fütterung und fördern die Tiergesundheit. Was das AGRAVIS-Konzept Zukunft Füttern für die Schweinefütterung bedeutet, verdeutlicht die Grafik.
Zum Download

35.000

35.000 Quadratmeter groß ist das Gelände an der Emmener Straße 1 in Meppen, auf dem am 15. und 16. Februar die XXXLandtechnik-Tage der AGRAVIS Techniken stattfinden.

XXXLandtechnik-Tage

Im Landtechnik-Jahr sind sie traditionell der erste Höhepunkt: die XXXLandtechnik-Tage der AGRAVIS Technik. Am 15. und 16. Februar 2020 (10 bis 18 Uhr) laden die AGRAVIS Technik-Gesellschaften an den Standort Meppen (Emmener Str. 1, 49716 Meppen) ein – zum Maschinenschauen und gemeinsamen Austausch.
Die XXXLandtechnik-Tage zählen zu den größten Hausausstellungen in Deutschland. Die AGRAVIS Technik BvL GmbH, die AGRAVIS Technik Münsterland-Ems GmbH, die AGRAVIS Technik Center GmbH und die TecVis GmbH zeigen um die 800 Maschinen zum Anschauen und Anfassen. Besucher aus der gesamten Region kommen nach Meppen, um Mähdrescher, Schlepper, Feldhäcksler oder Radlader unter die Lupe zu nehmen.
Alle Infos auf unseren Extraseiten zu den XXXLandtechnik-Tagen


Medienservice Ausgabe 1/2020

Oliver Korting

Drei Fragen an Oliver Korting, AGRAVIS Raiffeisen AG, zur aktuellen Preissituation

Die aktuelle Krise im Nahen Osten hatte sich unmittelbar auf den Ölpreis ausgewirkt. Müssen die Verbraucher auch in nächster Zeit mit steigenden Preisen rechnen?

Oliver Korting: Die jüngste Eskalation in der Golfregion hat einmal mehr gezeigt, dass der Ölpreis stark von der politischen Großwetterlage abhängig sein kann. Daraus lassen sich aber keine seriösen Prognosen für die künftige Entwicklung des Ölpreises herleiten. Denn der starke Preisanstieg unmittelbar nach dem Drohnenangriff im Irak ist bereits wieder abgeflaut, sodass nun das Preisniveau aus den Tagen vor Ausbruch des jüngsten Konflikts erreicht ist.

Was raten Sie dem Verbraucher, der zu Hause eine Ölheizung hat?

Korting: Ein Blick in den Heizöltank kann nicht schaden. Sollten die Vorräte knapp sein, ist es durchaus ratsam, sie zeitnah wieder aufzufüllen. Denn der aktuelle Heizölpreis liegt immer noch auf einem attraktiven Preisniveau, um bei den derzeitigen milden Temperaturen nachzutanken. Sollte es richtig kalt werden, dürfte sich das auch auf den Heizölpreis niederschlagen.

Müssen die Kunden mit langen Lieferzeiten rechnen?

Korting: Nein, die AGRAVIS als Großhändler kann ihre Vertriebspartner zeitnah mit Ware versorgen, sodass die Lieferung beim Endkunden ohne nennenswerte Wartezeiten erfolgen kann. Vorausgesetzt die Witterungslage lässt einen Transport problemlos zu.

2. Branchentreff Sonderkulturen

Anfahrtswege von 800 Kilometern aus München oder 500 aus Jena nahmen Anbauer und Anbieter von Sonderkulturen gerne in Kauf, um beim 2. Branchentreff Sonderkulturen der AGRAVIS Raiffeisen AG dabei zu sein. Diesmal fand der Fachaustausch unter Branchenkennern im AGRAVIS-Futtermittelwerk in Oldenburg statt.

Knapp 70 Aussteller aus Deutschland und dem benachbarten Ausland – Österreich, Belgien und den Niederlanden – nutzten den Branchentreff, um über ihre Produkte und Dienstleistungen zu informieren. In zwei Hallen mit Ausstellungsbereich sowie einem Forum für Fachvorträge fanden die rund 500 Besucher wissenswerte Informationen rund um die Themen Anbau, Pflege, Verarbeitung und Vermarktung von Erdbeeren, Spargel, Zwiebeln, Kartoffeln und sonstigen Sonderkulturen. Gastgeber und Veranstalter waren die AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH und die AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung.

Das Themenspektrum war groß. Die Besucher bekamen Informationen zur intelligenten Bewässerung – ein brandaktuelles Thema mit Blick auf den Klimawandel –, lernten schnell und praktisch anzuwendenden Folienkleber oder eine Software für die Abrechnung von Helfern im Ernteeinsatz kennen, und schauten sich an, wie sie Kühlsysteme mit Boxen zum Automatikverkauf von Eiern, Erdbeeren und anderen Produkten direkt ab Hof nutzen können.

„Es war für jeden etwas dabei“, erklärt Frank Uwihs, Sonderkulturenexperte der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung, und betonte den gewollt regionalen und familiären Charakter des Branchentreffs: „Allerdings waren nicht nur Gäste aus einem Umkreis von 100 Kilometern hier, sondern aus ganz Deutschland.“

Am AGRAVIS-Stand informierten Mitarbeiter des Konzerns über Angebote und Produkte. Die Newtec Vertriebsgesellschaft für Agrartechnik mbH, eine Konzerngesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG, stellte den Besuchern die Precision Farming-Möglichkeiten im Sonderkulturenanbau vor. Um dieses Thema ging es auch im ersten von insgesamt vier Fachvorträgen. Andreas Könemann von der AGRAVIS NetFarming GmbH erläuterte die Module des Precision-Farming-Spezialisten aus dem Hause AGRAVIS. Karin Oerlemanns (Eurofins) sprach zum „Düngekompass – die bessere Bodenanalyse?“. „Klima – Beobachtungen und Prognosen für die Landwirtschaft“ lautete der Vortrag von Cathleen Frühauf vom Deutschen Wetterdienst. Dr. Christian Meyer von der Uni Vechta warf einen Blick auf die „Filterblase Agrarwirtschaft“ und fragte, ob Facebook, Twitter, Google und Co. die allgemeine Sichtweise auf die Landwirtschaft verzerren könnten.

Frank Uwihs‘ Fazit: „Es war wieder eine intensive Messe, bei der die Fachbesucher kompakt Informationen einsammeln und sich untereinander austauschen konnten.“

„Auf Basis der genossenschaftlichen Grundidee wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern die Zukunft der Landwirtschaft gestalten.“

Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG, beim Ausblick auf das Jahr 2020.

Ordermesse für Raiffeisen-Märkte

Die beiden Raiffeisen-Ordermessen der AGRAVIS stehen im Jahr 2020 unter dem Schwerpunktthema „Evolution des Handels“ und rücken die stetige Weiterentwicklung sowohl im stationären Handel als auch in den Online-Kanälen in den Mittelpunkt. Am 4. und 5. März sowie am 23. und 24. September verwandeln sich dafür die Messehallen des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland wieder in eine Informations- und Kommunikationsbörse für Marktleiter und Mitarbeiter der Raiffeisen-Märkte.

Die Ordermessen sind für die Kooperationspartner der AGRAVIS-Konzerngesellschaft Terres Marketing + Consulting GmbH ein wichtiger Kompass für Neuerungen und Trends. Die Categories Reitsport, Haus und Heimwerker, Tier, Textil und Garten präsentieren bei den Veranstaltungen Weiterentwicklungen von Eigenmarken, aktuelle Produktneuheiten der Lieferanten, neue Werbeware und praktische Aktionsartikel. Auch die neuesten Konzepte für Ladenbau und Werbeplanung stehen auf dem Messeprogramm. Die Fachbesucher nutzen außerdem die Gelegenheit, mit den Category Managern, Systemberatern und Außendienst-Mitarbeitern der AGRAVIS Raiffeisen AG ins Gespräch zu kommen.

70

Knapp 70 Aussteller beteiligten sich am 2. Branchentreff Sonderkulturen der AGRAVIS in Oldenburg. Das waren über 20 mehr als bei der Premiere vor einem Jahr.

AGRAVIS-Experte Bernhard Chilla

AGRAVIS-Experte Bernhard Chilla analysiert das europäische Rapsangebot 2019/2020. Aufgrund enttäuschender Ernteergebnisse muss eine Angebotslücke geschlossen werden.

  • Nicht nur in Deutschland, sondern in fast allen EU Staaten wurde 2019 eine enttäuschende Rapsernte eingefahren.
  • Das EU Angebot sinkt auf ein Zehn-Jahrestief, die EU-Einfuhren müssten ein Rekordhoch erreichen, damit die Rapsverarbeitung auf Vorjahresniveau bleibt.
  • Auch in Australien, neben der Ukraine der wichtigste Ursprung der EU Rapsimporte, sind die Ernteaussichten unterdurchschnittlich.
  • Die aktuellste Ernteschätzung in Kanada liegt zudem unter den Erwartungen und unter Vorjahr. Dennoch steht ausreichend Raps zur Verfügung, da aufgrund des Handelsstreits zwischen Kanada und China der kanadische Rapsexport stockt.
  • Ein Teil des Handelsstreits zwischen den USA und China scheint gelöst und Sojabohnenexporte aus den USA nach China sollen wieder im hohen Umfang möglich sein. Doch die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in China und der dadurch bedingte hohe Abbau der Schweinebestände verhindert einen deutlichen Anstieg der Sojabohnenimporte.
  • Weltweit ist derzeit kein Sojabohnenknappheit trotz Ernterückganges in den USA zu erwarten. Die Ernteaussichten für Sojabohnen in Südamerika sind derzeit ähnlich gut wie im Vorjahr.
  • Nur das weltweite Pflanzenölangebot 2019/20 soll nach Schätzungen der Marktbeobachter im Vergleich zu den beiden Jahren zuvor stark sinken. Die globale Pflanzenölnachfrage 2019/20 ab Januar sollte mit darüber entscheiden, wie stark die Endbestände von Rapssaat 2019/20 in der EU fallen.

Zur ausführlichen Analyse

Die jährliche Bilanz-Pressekonferenz findet statt am Donnerstag, 26. März 2020, um 10 Uhr in der AGRAVIS-Unternehmenszentrale, Industrieweg 110, 48155 Münster.

Die Mitglieder des AGRAVIS-Konzernvorstandes werden Medienvertretern an diesem Vormittag die detaillierten Zahlen zum Geschäftsjahr 2019 vorstellen, das für die Landwirtschaft und damit auch für den Agrarhandel abermals sehr herausfordernd war. Zudem blicken die Vorstände auf das Geschäftsjahr 2020 voraus. Anschließend stehen sie für Fragen und O-Töne zur Verfügung.

Die Medienvertreter werden gebeten, sich den Termin bereits vorzumerken. Eine Einladung mit weiteren Informationen geht rechtzeitig zu. Bei Fragen erreichen Sie uns unter der Telefonnummer 0251 682-2050.


Medienservice Ausgabe 12/2019

15 Gebrauchtmaschinen-Auktion in Meppen

Die Landtechnik-Auktion hat bereits eine lange Tradition. Unsere Infografik fasst die wichtigsten Zahlen und Fakten zusammen.

Weihnachtsbäume

Tipps und Trends vom AGRAVIS-Sonderkulturen-Experten Frank Uwihs

Immer mehr Bereiche streben eine Nachhaltige Ausrichtung an. Auch der Weihnachtsbaumverkauf hat dieses Thema auf der Agenda. Welche Ideen die Branche hat, wie das Jahr 2019 für die Weihnachtsbäume ausfiel und wie sich die Preise entwickeln, erklärte uns der AGRAVIS-Sonderkulturenexperte Frank Uwihs.

Herr Uwihs, welcher Weihnachtsbaum-Trend zeigt sich im Winter 2019?

Uwihs: Der Klassiker und Liebling unter den Weihnachtsbäumen, die Nordmanntanne, bleibt nach wie vor die Nummer eins. Zu erkennen ist aber ein Trend zum Naturbaum oder biologisch angebauten Baum. Hier muss der Landwirt sich noch intensiver um seine Bäume kümmern, die regelmäßige Kontrolle der Bestände aber auch das Entfernen von nicht richtig wachsenden Trieben, die sogenannten Doppelspitzen, ist dabei sehr wichtig. Daneben müssen die Bäume gut abtrocknen können, damit es zu keinen Pilzinfektionen kommt, dafür ist ein weiterer Pflanzabstand notwendig. Der Trend zur Nachhaltigkeit nimmt auch in der Weihnachtsbaumbranche zu. Die Branche ist dabei sich zu verändern, so werden zum Beispiel neuerdings Jute-Netze ausprobiert, um den Baum einzuwickeln. Die ursprünglichen Netze könnten so im Idealfall ersetzt werden. Zu bedenken ist, dass ein Baum oft zweimal eingewickelt werden muss. Als erstes wird ein Weihnachtsbaum für den Transport von der Plantage zum Verkaufsort eingewickelt und dann noch einmal für den Käufer. Jute könnte somit eine umweltfreundliche Lösung für den Weihnachtsbaumhandel sein.

War der Sommer in diesem Jahr ein zu trockener für die Weihnachtsbäume?

Uwihs: Perfekt ist es ja nie. Aber dieses Jahr war eindeutig besser als das vergangene. Es sind weitaus weniger Trockenschäden zu verzeichnen, da der Regen zumeist noch rechtzeitig gekommen ist. Zumal in Niedersachen und Nordrhein-Westfalen mehr Niederschlag gefallen ist als in den Jahren zuvor. Dennoch gab es aber auch genügend warme, sonnige und trockene Tage. Besonders solche trockenen Tage begünstigen allerdings Schadinsekten wie die Spinnmilbe. Leider mögen nämlich nicht nur wir Weihnachtsbäume, auch andere haben sie zum Fressen gern.

Wie haben sich in den vergangenen Jahren die Preise entwickelt?

Uwihs: Weihnachtsbäume sind nur moderat teurer geworden. Das liegt vor allem daran, dass eingesetzte Arbeitskräfte teurer werden. Zudem hat sich aber auch der kritische Blick auf die Bäume bei den Kunden verschärft. Früher wurde noch eher zu einem Baum mit Schönheitsmakel gegriffen, während der Kunde heute den perfekten Weihnachtsbaum sucht. Aus dem Grund ist jeder Bauer auch bemüht, möglichst schöne Bäume zu haben. Das ist sehr arbeitsaufwendig und erfordert viele Maßnahmen zur Triebeinkürzung und Triebkorrektur, um kleine Etagen in den Bäumen zu haben. Für den Endabnehmer spiegelt sich dies in einem etwas höheren Preis wider.

Haben Sie noch einen Tipp für den Weihnachtsbaumkauf? Wir bleibt er lange frisch?

Uwihs: Mein Tipp: Den Weihnachtsbaum direkt nach dem Kauf am Stamm anschneiden und ins Wasser stellen, um die Frische des Baums länger zu bewahren. Beim Weihnachtsbaumkauf sollte man außerdem auf Regionalität achten. Zum einen sind für den Baum kurze Transportwege besser, aber natürlich auch für die Umwelt.

Faktencheck Weihnachtsbäume

Eine Verbraucherbefragung des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger hat ergeben, dass 2018 44 Prozent der deutschen Haushalte einen echten Weihnachtsbaum aufstellten – 2011 waren es noch 50 Prozent der Haushalte. Ohne Weihnachtsbaum waren im Jahr 2018 33 Prozent der Haushalte (2011 38 Prozent). Zu Plastikbäumen greifen hingegen immer mehr Haushalte, 23 Prozent waren es im Jahr 2018 während es in 2011 12 Prozent waren.

„Wir bewerten die Ergebnisse des DLG-Imagebarometers als Wertschätzung für unser Haus und als Beleg dafür, dass die deutschen Landwirte unsere kundenorientierte Ausrichtung, unsere Produkte und Dienstleistungen und das Know-how unserer Mitarbeiter honorieren.“

Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG

2. Branchentreff Sonderkulturen

Am 9. Januar 2020 verwandeln sich zwei Hallen des AGRAVIS-Futtermittelwerks in Oldenburg (Wehdestraße 116/117) in Ausstellungsflächen: Die AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH und die AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung sind Gastgeber und Veranstalter des 2. Branchentreffs Sonderkulturen. Im Ausstellungsbereich sowie bei den Fachvorträgen erhalten die Besucher Informationen und Tipps rund um Erdbeere, Spargel, Kartoffel, Zwiebel und Co. Zur Premieren-Veranstaltung 2019 in Peine waren rund 500 Besucher gekommen.

In Oldenburg präsentiert die AGRAVIS die ganze Vielfalt an Anbauern, Herstellern und Anbietern von Sonderkulturen. Knapp 70 Aussteller aus Deutschland und dem benachbarten Ausland nutzen den Branchentreff, um über ihre Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Besonders interessant für die Besucher werden die beiden Vortragsblöcke zu aktuellen Themen sein.

„Besucher und Aussteller können sich auf einen Treff freuen, bei dem man Zeit hat, sich mit seinen Berufskollegen auszutauschen und neue Informationen zu sammeln“, erklärt Frank Uwihs, Sonderkulturenexperte der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung. Die kurzen Wege in den Hallen in Oldenburg mit dem integrierten Vortragsbereich garantieren, dass der Name „Branchentreff“ mit Leben gefüllt wird.

Vortragsprogramm Branchentreff Sonderkulturen

11 bis 11.30 Uhr: Andreas Könemann, AGRAVIS NetFarming GmbH: Wie kann Smart Farming in Sonderkulturen eingesetzt werden?

11.30 bis 12 Uhr: Dr. Christian Meyer, Universität Vechta: Die Agrarwirtschaft in der Filterblase. Verzerren Twitter, Google, Facebook und Co. unsere Sichtweisen auf die Agrarwirtschaft?

14 bis 14.30 Uhr: Karin Oerlemanns, Eurofins: Der Düngekompass – die bessere Bodenanalyse?

14.30 bis 15 Uhr: Dr. Cathleen Frühauf, Deutscher Wetterdienst: Der Klimawandel – Beobachtungen und Prognosen für die Landwirtschaft.

45.000

Rund 45.000 Maschinen wechselten seit Beginn der Landtechnik-Auktionen im Euro-Industriepark in Meppen im Jahr 2004 den Besitzer. Die Live-Versteigerungen, die auf der Partnerschaft zwischen der AGRAVIS Raiffeisen AG und Ritchie Bros beruhen, sind seit 15 Jahren die europaweit größten für landwirtschaftliche Geräte.

Landtechnik Auktion Meppen AGRAVIS und Ritchie Brothers kooperieren

15 Jahre, über 45.000 Maschinen: Die Auktionen in Meppen/Niedersachsen sind inzwischen die europaweit größten für landwirtschaftliche Geräte. Die Partnerschaft zwischen der AGRAVIS Raiffeisen AG und Ritchie Bros. Deutschland GmbH hat sich damit mehr als bewährt. Seit 2004 sind Ritchie Bros. als Profi für Versteigerungen und die AGRAVIS als Profi für Landtechnik Partner bei den inzwischen vier Live-Auktionen pro Jahr im Euro-Industriepark. Jetzt haben beide die Zusammenarbeit für drei weitere Jahre vertraglich festgeschrieben.

Guido Ottens, Geschäftsführer der AGRAVIS Technik Center GmbH, dem Gebrauchtmaschinen-Spezialisten der AGRAVIS Technik-Gruppe, betont: „Die Auktionen waren vor 15 Jahren für uns ein Meilenstein, um ein großes Exportpublikum als Käufer gewinnen zu können.“ Ralf Harders, Mann der ersten Stunde auf Seiten von Ritchie Bros., erinnert sich: „Wir haben 2004 auf dem AGRAVIS-Gelände mit einer Auktion im November begonnen. Heute sind wir bei vier Terminen.“

Bei beiden Partnern hat sich seit der ersten gemeinsamen Auktion 2004 viel verändert. Durch das Internet erreichen die Live-Auktionen heute eine weltweite Abdeckung. Der Anteil der Bieter, die sich online registrieren lassen, liegt inzwischen bei mehr als 70 Prozent. Zum Start 2004 waren es 4 Prozent.

Viele nutzen aber auch die Gelegenheit vor Ort, sich die Maschinen im Vorfeld genau anzuschauen. Das Gelände in Meppen misst 17 Hektar, in der Auktionsarena ist Platz für 1.200 Bieter. Hier herrscht immer eine ganz besondere Atmosphäre, wenn eine Maschine nach der anderen einrollt und Auktionator und Bidcatcher das Publikum lautstark zum Bieten animieren. „Der Wechsel vom AGRAVIS-Gelände zum neuen Gelände schräg gegenüber im Jahr 2010 war ein Highlight und hat den Live-Auktionen weiteren Schub gegeben. So konnten wir mehr Maschinen und auch solche von außerhalb annehmen. Die Entscheidung, hier den Sitz unserer Deutschlandzentrale mit einem angeschlossenen Auktionsgelände zu eröffnen, geschah auch auf der Vertrauensbasis zwischen der AGRAVIS und uns“, sagt Ralf Harders.

„Ritchie Bros. ist für die AGRAVIS im Bereich Gebrauchtmaschinenhandel ein zusätzlicher Vermarktungsweg, den wir weiter beschreiten möchten. Die Auktionen mit Ritchie Bros. sind daher auch in den kommenden drei Jahren ein wesentliches Standbein für unseren Geschäftserfolg. Dank der besonderen Atmosphäre werden die Auktionen nicht nur für unsere Bieter zu einem Highlight, auch die Besucher freuen sich immer wieder auf diese Events“, fasst Gerd Schulz, Geschäftsführer der AGRAVIS Technik Holding GmbH, zusammen.

Die Termine für Live-Auktionen in 2020 in der Übersicht:

  • 19. März 2020
  • 11. Juni 2020
  • 22. September 2020
  • 18. und 19. November 2020

Instagram Wettbewerb K+K-Cup

„Mein Pferd und ich starten durch“ heißt der Instagram-Fotowettbewerb für den K+K Cup 2020 in Münster. Gefragt sind witzige und unterhaltsame Motive, die zeigen, wie sehr Pferde-Fans das Wohl ihrer Tiere am Herzen liegt. Die vier Gewinner erhalten jeweils vier VIP-Karten für die Mannschaftsdressur am 9. Januar 2020, dem „Tag der Raiffeisen-Märkte“. So einfach geht es: AGRAVIS-Account auf Instagram folgen und einen neuen Beitrag unter dem Hashtag #agravishü hochladen. Für die vier Bilder mit den meisten Likes gibt es die Logenkarten. Die Aktion läuft bis Freitag, 20. Dezember 2019.

AGRAVIS-Adventskalender

Noch bis zum 24. Dezember können Kunden täglich beim AGRAVIS-Adventskalender mitmachen, indem sie eine Quizfrage beantworten, und tolle Geschenke gewinnen. Hinweise zur Lösung finden sich auf agravis.de. Verlost werden Geschenke für Groß und Klein. Unter anderem können Teilnehmer Futtermittel, Spielzeug und allerlei Gimmicks gewinnen. Besonderer Bonus: Natürlich gibt es auch wieder einen Hauptpreis, der nach dem 24. Dezember verlost wird!


Medienservice Ausgabe 11/2019

AGRAVIS Landtechnik

Wie viele Traktoren wurden 2019 bislang verkauft? Wie entwickelt sich der Absatzmarkt für Landtechnik? Und wie beliebt ist das Gebrauchtmaschinen-Angebot der AGRAVIS? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in unseren Infografiken des Monats November.

Getreidekonservierung

Die AGRAVIS-Expertin für Getreidekonservierung, Dr. Sabine Rahn, hat aus aktuellem Anlass wertvolle Tipps für Landwirte zusammengetragen, die beim eingelagerten Getreide zurzeit mit Schadinsekten bzw. Milben zu kämpfen haben. Denn 2019 gilt als „Milben-Jahr“.

Zunächst gilt: Kontrollieren Sie das eingelagerte Getreide hinsichtlich eines Befalls. Die Temperatur im Lager spielt für das Auftreten von Milben und Schadinsekten eine wichtige Rolle. Weil es während der Ernte oft sehr warm war, sind auch jetzt noch die Temperaturen in vielen Stapel recht hoch. Deshalb messen Sie regelmäßig die Temperatur. Sie darf auf keinen Fall weiter ansteigen.

Die nach wie vor wichtigste und zielführendste Maßnahme ist die effektive Reinigung der Lagerräume. Hilfreich kann zudem die Verringerung der Temperatur in den Getreidestapeln mittels Kühlung sein. Nur bei akutem Befall sollten geeignete Mittel eingesetzt werden.

Welche konkreten Maßnahmen Landwirte nun ergreifen sollten, wie man Milben überhaupt als solche erkennt und ob die Säurekonservierung ausreicht, um Käfer fernzuhalten, erfahren Interessierte auf den Spezialseiten unter getreidekonservierung.de.

„Die Software Delos ermöglicht ein Nährstoffmanagement, das den Vorgaben der Düngeverordnung gerecht wird, sowie unsere Fütterungskonzepte wie ‚Zukunft Füttern‘, mit dem wir nachweislich die Stickstoff- und CO2-Emissionen um jeweils rund 20 Prozent senken können. Solche Konzepte zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen, ist Teil unseres Selbstverständnisses. Denn wir wollen die Landwirte und Genossenschaften dabei unterstützen, nachhaltig zu arbeiten und dadurch zugleich eine zukunftsfähige wirtschaftliche Perspektive zu behalten“

Hermann Hesseler, AGRAVIS-Vorstandsmitglied, vor Journalisten an der Biogasanlage in Dorsten.

Energieforum AGRAVIS
Die Referenten beim ersten AGRAVIS Energieforum (v.l.): Daniel Kukielka (Innospec), Oliver Johne (Future-Services), Herbert Heberling (Innospec), Carsten Dohmann, Oliver Korting (beide AGRAVIS), Emanuel Grassal (BP Europe) und Dr. Torsten Feldbrügge (AGRAVIS).

Wie wird die Zukunft der Mobilität aussehen und welche Möglichkeiten bietet die Digitalisierung für die Energiebranche? Diese Fragen standen beim ersten AGRAVIS Energieforum im Mittelpunkt. Mehr als 20 genossenschaftliche Partner waren der Einladung des AGRAVIS-Bereichs Energie nach Bochum gefolgt. „Das Energiegeschäft hat für den genossenschaftlichen Sektor in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen“, sagte Dr. Torsten Feldbrügge, Bereichsleiter Energie bei der AGRAVIS Raiffeisen AG, in seiner Begrüßung. Das Energieforum verstehe sich als Informations- und Dialogplattform, „um diese Entwicklung weiter zu stützen“.

Feldbrügge ermunterte die genossenschaftlichen Energiehändler, offen zu sein für neue Themen, die sich zum Beispiel aus der Digitalisierung ergeben. „Die gemeinsame Marke Raiffeisen kann noch stärker im Energiemarkt genutzt werden“, so Dr. Feldbrügge weiter. Erforderlich dafür seien eine professionelle Kundenansprache, ein breiteres Produktportfolio und eine aktive Teilnahme am Strukturwandel.

Mehrere Fachvorträge dienten dazu, die Zukunft der Mobilität aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Daniel Kukielka und Herbert Heberling von Innospec informierten über innovative Additive gerade für den Einsatz im landwirtschaftlichen Segment.

Die Zukunft der Mobilität hängt nach Überzeugung von Emanuel Grassal, BP Europa SE, von drei Faktoren ab: der Notwendigkeit zum Klimaschutz, der Umsetzung von Elektrifizierung und den Möglichkeiten aus der Digitalisierung. Aus Sicht von Grassal werde es in der Mobilität noch ein längeres Nebeneinander von fossilen und erneuerbaren Energieträgern geben.

Das Tankstellen-Service-Center der AGRAVIS informierte für den Bedarf im ländlichen Raum über ein Modell einer kompakten Automatentankstelle, das sich kostengünstig umsetzen lässt. In einem weiteren Beitrag wurde der Wachstumsmarkt AdBlue beschrieben. Hier bietet die AGRAVIS sowohl beim Tankstellenbau als auch bei der Versorgung mit diesem Zusatzstoff über das Netzwerk Blue-Service ihr Dienstleistungs-Know-how an.

Perspektiven des Online-Vertriebs auch für den genossenschaftlichen Mineralölhandel eröffnete Oliver Johne (Futures-Services) anhand des Preisrechners Aupris. Ebenfalls bereits in der digitalen Praxis erprobt ist der OilFox, ein intelligenter Füllstandsmesser für Heizöl- und Dieseltanks, der von Michael Draxler (Liv-T GmbH) vorgestellt wurde.

Dr. Torsten Feldbrügge zog vom ersten AGRAVIS Energieforum ein positives Fazit. „Die Intensität der Diskussionen hat gezeigt, dass wir zusammen mit unseren Raiffeisen-Genossenschaften der weiteren Entwicklung unserer Energieaktivitäten positiv entgegensehen.“ Ähnliche Reaktionen gab es aus dem Teilnehmerkreis. „Unser Ziel ist es, Raiffeisen als Energiehändler zu etablieren“, sagte Stefan Nießing, Geschäftsführer der AgriV Raiffeisen eG in Borken. „Dazu gab es spannende Vorträge.“ Auch Michael Grewe, Geschäftsführer der Raiffeisen Steverland eG in Nottuln, begrüßte die Initiative der AGRAVIS zu einem genossenschaftlichen Energieforum. „Es ist wichtig, den Austausch zu fördern und Raiffeisen in seiner Gesamtheit auf dem Energiemarkt nach vorne zu bringen.“

70

Die bei AGRAVIS gehandelten und für die Futtermittelproduktion eingesetzten Rohstoffe werden aus unterschiedlichen Ländern bezogen. Zu 70 Prozent (ca. 5 Mio. Tonnen) stammen die Produkte aus Deutschland. So werden zum Beispiel heimische Getreidesorten und Proteinträger wie Weizen oder Rapsschrot an den AGRAVIS-Agrarzentren erfasst und für die Futter- oder Lebensmittelproduktion verwendet. Aus EU-Staaten stammen 12 Prozent (ca. 850.000 Tonnen) und aus Nicht-EU-Staaten kommen 18 Prozent (ca. 1,3 Mio. Tonnen).
(Quelle: Factsheet Nachhaltigkeit)

AGRAVIS Agritechnica

Die AGRAVIS Technik Holding GmbH lädt bei der Agritechnica 2019 in Hannover am Montag, 11. November, um 17 Uhr zu einer Pressekonferenz in den Saal Casablanca 1 im Tagungsbereich der Halle 19/20 ein. Neben einer aktuellen Markteinschätzung sowie einer Bewertung des bisherigen Geschäftsverlaufes der AGRAVIS Raiffeisen AG im Segment Technik, stehen das Thema Digitalisierung mit Portalen und Plattformen wie myfarmvis, ab-auction.com oder atc-trader.com, Lösungen für die Landwirtschaft wie die Software Delos und ein Bericht aus der Praxis der AGRAVIS Future Farm auf dem Programm.

Alle Infos zur AGRAVIS auf der Agritechnica, aktuelle Berichte sowie Videos und Fotos gibt es im großen Online-Special zur Agritechnica.

AGRAVIS Agritechnica

Auch in diesem Jahr weihnachtet es bei der AGRAVIS wieder. Ab dem 1. Dezember können Kunden täglich beim AGRAVIS-Adventskalender mitmachen, indem sie eine Frage beantworten, und tolle Geschenke gewinnen. Unter anderem können Teilnehmer Futtermittel, Spielzeug und vieles mehr gewinnen. Besonderer Bonus: Natürlich gibt es auch wieder einen Hauptpreis, der nach dem 24. Dezember verlost wird!

Zum Adventskalender

Medienservice Ausgabe 10/2019

AGRAVIS Mais

Die Nachfrage nach Silomais in Deutschland bleibt hoch. „Es dürften auch wieder Flächen, die in anderen Jahren zur Körnermaisproduktion genutzt wurden, als Silomais geerntet werden“, sagt Bernhard Chilla, Marktanalyst bei der AGRAVIS Raiffeisen AG. Chilla rechnet damit, dass die Silomaisernte im AGRAVIS-Arbeitsgebiet in den kommenden Tagen abgeschlossen sein wird – und damit wieder deutlich früher als im langjährigen Durchschnitt. Die Ernte begann wie im Vorjahr in einzelnen Regionen schon im August.

Alle Infos zum Thema Mais

Wie 2018 wurden Maisbestände, vor allem auf leichten Standorten, aufgrund der überdurchschnittlich warmen und trockenen Wetterlage notreif. „Aber nicht nur wegen der Notreife begann die Silomaisernte früh. Auch die Vorräte aus der sehr niedrigen Ernte 2018 reichten bei vielen Biogas- und Milchviehbetrieben nicht bis zum Anschluss zu der neuen Ernte aus“, so Chilla. Daher mussten bereits im August gut entwickelte Maisbestände, die noch nicht vollständig abgreift waren, gehäckselt werden.

Vor diesem Hintergrund bleiben die Silomaiserträge in diesem Jahr sehr breit gestreut: kaum Massenerträge bei den notreifen Beständen, dagegen teilweise sehr gute Erträge auf den Flächen, die im August ausreichenden Niederschlag hatten. „Insgesamt sollte die Silomaisernte in Deutschland unter dem langjährigen Mittel liegen“, prognostiziert Chilla. Bessere Ernten werden damit in vielen Regionen Deutschlands im Jahr 2020 wichtig werden, um wieder Silomaisvorräte auf den landwirtschaftlichen Betrieben aufzubauen.

„Wir streben einen stärkeren Austausch mit unseren Partnern innerhalb der Wertschöpfungskette Agrar an, um gemeinsam künftige Herausforderungen zu identifizieren, Lösungsansätze zu definieren und über bereits vorhandene Konzepte der AGRAVIS zu diskutieren. Kurzum, wir wollen die AGRAVIS im Sinne nachhaltiger Lösungen ins Gespräch bringen.“

Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG

Dr. Lina Sofie von Fricken, Nachhaltigkeitsmanagerin AGRAVIS Raiffeisen AG
Dr. Lina Sofie von Fricken, Nachhaltigkeitsmanagerin AGRAVIS Raiffeisen AG

Die AGRAVIS hat ihre nachhaltigkeitsrelevanten Zahlen aus dem Jahr 2018 ausgewertet und sie in einem „Factsheet Nachhaltigkeit“ veröffentlicht. Das Faktenblatt enthält wesentliche Kennzahlen aus den Handlungsfeldern der AGRAVIS – wie Energieverbrauch, Logistik, Qualitätsmanagement, Rohwarenherkünfte, Nach- und Nebenprodukte und Arbeitssicherheit. So wurde beispielsweise in den nach der DIN EN ISO Norm 50001 zertifizierten Futtermittelwerken weniger Energie verbraucht, ebenso gab es einen Rückgang der entsprechenden Kohlendioxid-Emissionen. Ein weiteres Beispiel ist die Zahl der meldepflichtigen Unfälle, die um fast 16 Prozent auf 127 Unfälle reduziert wurde.

Die AGRAVIS beschäftigt sich seit fast zehn Jahren mit nachhaltigkeitsrelevanten Themen. „Wir bieten bereits mehrere ganzheitliche Konzepte und Lösungen für unsere Kunden an. Beispiele sind innovative Fütterungskonzepte wie „Zukunft Füttern“, das Nährstoffmanagement mit der Software Delos, Smart-Farming-Techniken im Pflanzenbau sowie Berechnungen zu Klimaauswirkungen bei Futtermitteln“, erläutert AGRAVIS-Nachhaltigkeitsmanagerin Dr. Lina Sofie von Fricken,

Darüber hinaus strebt das Unternehmen einen stärkeren Austausch mit seinen Partnern innerhalb der Wertschöpfungskette Agrar an. „Wir möchten gemeinsam künftige Herausforderungen identifizieren, Lösungsansätze definieren und über bereits vorhandene Konzepte der AGRAVIS diskutieren. Kurzum, wir wollen die AGRAVIS im Sinne nachhaltiger Lösungen ins Gespräch bringen“, erläutert Dr. von Fricken.

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AGRAVIS Spurvermessung

Kleine Ursache, große Wirkung: Werden Veränderungen der Achsgeometrie und damit Fahrwerksprobleme an Landmaschinen ignoriert, verschleißen Reifen und Radlager frühzeitig. Das geht zu Lasten der Fahrsicherheit und auf Kosten der Wirtschaftlichkeit. Die Experten in den AGRAVIS Techniken haben das genau im Blick und kommen auch kleinsten Veränderungen und Abweichungen auf die Spur.
Ist die Aufstandsfläche der Reifen nicht mehr optimal, verschlechtert sich auch der Bremsweg. Hinzu kommen ein erhöhter Verschleiß von Radaufhängung, Federn und Stoßdämpfern sowie steigender Spritverbrauch. In den Werkstätten der AGRAVIS Techniken wird die Achsgeometrie unter anderem mit Hilfe von Lasern und Sensoren exakt vermessen. Anhand der Ergebnisse stellen die Fachleute dann Spur, Sturz und Nachlaufwerte wieder korrekt ein.
Durch präzise Achseinstellung und Spurvermessung werden Reifen- und Radlagerverschleiß reduziert und der Kraftstoffverbrauch gesenkt – gut für Umwelt, Maschine und Geldbeutel.

Alle Infos und Angebote zur Spurvermessung

1.134

1.134 Analyseergebnisse pro Tag wurden im Jahr 2018 im Rahmen des AGRAVIS-Qualitätsmanagements durchgeführt. Das ist ein Plus von 7,6 Prozent zum Vorjahr. Der Fokus der Beprobungen lag auf nicht-dioxinähnlichen Polychlorierten Biphenylen (ndl-PCB).

AGRAVIS Agritechnica

„Schaufenster der globalen Landtechnikindustrie und Forum für die Zukunftsfragen der Pflanzenproduktion“ ist die Agritechnica 2019. In diesem Schaufenster wird sich die AGRAVIS Raiffeisen AG als innovativer Lösungsanbieter für die Landwirte und verlässlicher Partner für die großen Hersteller positionieren. Das Herzstück des AGRAVIS-Auftritts finden die Besucher in Halle 20. Hier präsentiert sich das Unternehmen auf mehr als 300 Quadratmetern (Stand B05) mit seinem Service und seinen digitalen Angeboten. Am Montag, 11. November 2019, lädt die AGRAVIS Raiffeisen AG um 17 Uhr zu ihrer Agritechnica-Pressekonferenz in Halle 19/20, Konferenzzone „Saal Casablanca", ein. Hier steht wie beim gesamten Messeauftritt das Thema Digitalisierung im Mittelpunkt.

Agritechnica 2019 (10. bis 16. November in Hannover)

Hier finden Sie die AGRAVIS:

  • Hauptstand und Hauptmarke Fendt: Halle 20 Stand B05
  • Hauptmarke Claas: Halle 13, Stand C22
  • Hauptmarke New Holland: Halle 3, Stand A49

Alle Infos rund um die AGRAVIS auf der Agritechnica 2019


Medienservice 9/2019

„Die Trockenschäden, wie beispielsweise Nadelverluste oder Verfärbungen der Nadel durch Sonnenbrand, sind im Vergleich zum Dürresommer 2018 nicht so groß. Es ist genug Ware da und die Qualität stimmt auch.“

Sonderkulturexperte Frank Uwihs von der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung zur aktuellen Entwicklung der Weihnachtsbaumkulturen.

Weihnachtsbaum

Noch stehen die Weihnachtsbäume in den Schonungen, bis sie in knapp vier Monaten zum Fest in die deutschen Haushalte einziehen. Doch wie sieht die Situation für die Weihnachtsbaumernte 2019 aktuell aus?

„Die Trockenschäden, wie beispielsweise Nadelverluste oder Verfärbungen der Nadel durch Sonnenbrand, sind im Vergleich zum Dürresommer 2018 nicht so groß“, gibt Sonderkulturexperte Frank Uwihs von der AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung, Entwarnung. „Allerdings stehen die Frühjahrspflanzungen nicht optimal da. Grund dafür sind die teilweise enormen Regendefizite, die dafür gesorgt haben, dass die Jungpflanzen mit einem schlechten Bodenvorrat gestartet sind und somit weniger Nährstoffe aufnehmen konnten“, erklärt Uwihs.

Dabei zeichnen sich je nach Region große Unterschiede ab: „Die Verteilung der Niederschläge im ‚Gewittersommer‘ dieses Jahr schwankt teilweise extrem, in der einen Region regnet es, woanders wiederum nicht“, beschreibt der Experte. Allgemeine Aussagen zur Entwicklung der Bestände in den deutschen Schonungen seien daher schwierig. Die gute Nachricht: Für die Verkaufsbäume sieht der Experte keine Probleme. „Es ist genug Ware da und die Qualität stimmt auch“, so Uwihs. Laut einer Verbraucherumfrage des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger wurden im vergangenen Jahr rund 19,03 Millionen Bäume an deutsche Privathaushalte verkauft (ausgenommen Bäume für Weihnachtsmärkte, Deko in Geschäften etc.). Allein rund 10,3 Mio. Bäume kamen 2018 aus dem Sauerland, wobei 70 Prozent der Ernte an deutsche Kunden und 30 Prozent in den Export gingen.

Wie sich die Situation in den nächsten Jahren weiterentwickelt, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Insgesamt gesehen, stellen die trockenen Jahre für die Bäume aber ein nicht unerhebliches Problem dar. „Vor allem tierische Schaderreger wie Blatt- und Baumläuse, die sich bei warmen Temperaturen schnell vermehren, setzen den Pflanzen zu“, betont Uwihs.

Für die weitere Entwicklung der jungen und älteren Weihnachtsbäume im Herbst sind daher ausreichend Niederschläge zum richtigen Zeitpunkt entscheidend. „Damit steht und fällt die Frage nach einer guten Nährstoffverfügbarkeit der Pflanze aus dem Boden“, sagt der Sonderkulturexperte.

Rottalschau

Das Konzept ist aufgegangen: Die Spezialfuttergesellschaften der AGRAVIS-Gruppe wollten ihre etablierten Marken und Mehrwertkonzepte für Tierhaltungsbetriebe auf der Rottalschau in neuer Umgebung präsentieren. Und die Aufmerksamkeit war ihnen gewiss.
Zum Bericht über die AGRAVIS auf der Rottalschau

18.000

2018 produzierten die AGRAVIS-Gruppe und die Raiffeisen Hohe Mark Hamaland eG mit der Biomühle Hamaland in Gescher insgesamt 18.000 Tonnen Biofutter für Schweine, Schafe und Ziegen – Tendenz steigend. 2017 waren es noch 11.500 Tonnen. Weitere Zahlen zur biologischen Landwirtschaft in Deutschland finden Sie in unserer aktuellen AGRAVIS-Grafik.

Agritechnica

Die AGRAVIS Raiffeisen AG nutzt die Weltleitmesse für Landtechnik, die Agritechnica 2019 in Hannover, um den 500.000 Besuchern aus 130 Ländern ihre innovativen Produkte und Konzepte rund um die Landtechnik zu präsentieren. Die AGRAVIS gehört zu den mehr als 2.500 Ausstellern aus über 50 Ländern.

Ein Schwerpunkt des Auftritts der AGRAVIS Raiffeisen AG ist das Thema Digitalisierung. Am Hauptstand in Halle 20 informiert das Unternehmen unter anderem über myfarmvis, das Portal der Landwirtschaft, über Online-Handelsplattformen der AGRAVIS Technik-Gruppe wie die Auktionsplattform für Gebrauchtmaschinen, ab-auction.com, oder das Vermietungsportal agravis-mietpark.de. Auch Konzepte und Lösungen, wie die nutzerfreundliche Dokumentationsplattform Delos, über die Landwirte ihr komplettes Nährstoffmanagement – von der Nährstoffbilanz über die Ackerschlagkartei bis hin zur Stoffstrombilanz – digital steuern können, oder die Module des Precision Farming-Spezialisten AGRAVIS NetFarming GmbH sind in Halle 20 vertreten. Das Personalmarketing der AGRAVIS präsentiert das Unternehmen als starken und attraktiven Arbeitgeber mit einer Vielzahl an Ausbildungsberufen und Karrierewegen.

Durch die Nähe zu den Ständen von Agco/Fendt, Claas und New Holland unterstreicht die AGRAVIS ihre Partnerschaft zu den großen Herstellern.

Agritechnica 2019 (10. bis 16. November in Hannover)

Hier finden Sie die AGRAVIS:

  • Halle 20 (eigener Stand sowie auf dem Agco-Stand)
  • Halle 13 (Claas)
  • Halle 3 (New Holland)

Alle Infos rund um die AGRAVIS auf der Agritechnica 2019


Medienservice 8/2019

AGRAVIS Versuchsfeld

In diesen Tagen erscheinen die für Landwirte wichtigen Versuchsergebnisse zu Getreidesorten. Sie basieren auf einer tragenden Säule der AGRAVIS-Pflanzenbau-Vertriebsberatung, der intensiven Versuchstätigkeit auf den eigenen Versuchsstandorten.

Jährlich führt die AGRAVIS an mehr als 20 Standorten über 100 Versuche zu unterschiedlichen pflanzenbaulichen Fragestellungen durch. Hauptaugenmerk legen die Pflanzenbau-Berater auf eine frühzeitige Bewertung neuer Pflanzenschutzmittel, Sorten und Technologien unter praxisrelevanten Bedingungen. Zusammen mit vielen weiteren Informationen, wie zum Beispiel Daten aus Prognosemodellen, entstehen aus den Versuchsergebnissen praxistaugliche, industrieübergreifende Empfehlungen für den modernen Landwirt.

Aktuell kommen die Versuchsergebnisse der Getreidesorten 2019 auf den Markt. Diese Ergebnisse bieten wir interessierten Landwirten zum Download an. Bereits erschienen sind die Ergebnisse für Wintergerste. Für Winterweizen, Triticale und Roggen folgen sie in den kommenden Tagen.

Zu den Versuchsergebnissen

„Wir sind derzeit der einzige Futtermittelproduzent in Deutschland und Europa, der eine solche Auswertung auf Knopfdruck durchführen kann.“

Die AGRAVIS-Nachhaltigkeitsmanagerin Dr. Lina-Sofie von Fricken über den Ökoeffizienz-Manager. Damit kann der ökologische Fußabdruck der AGRAVIS-Futterkonzepte ermittelt und verglichen werden.

Strohqualität

Ob als Einstreu oder in der Fütterung – Stroh kommt in unterschiedlichen Tierhaltungssystemen zum Einsatz und ist ein wichtiges Betriebsmittel. Welche Parameter Auskunft über die Strohqualität geben und wie die Strohkonservierung sicher gelingt, erklärt Dr. Sabine Rahn, AGRAVIS-Ansprechpartnerin für Silierung und Konservierung.

Welchen Stellenwert nimmt Stroh heutzutage in der Landwirtschaft ein?
Dr. Rahn:
Die Bedeutung von Stroh in der Landwirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. War es vor einigen Jahren ein Nebenprodukt der Getreideernte, so ist Stroh heute ein wichtiges Betriebsmittel. Neben seinem Einsatz als Futtermittel findet es überwiegend als Einstreu und Beschäftigungsmaterial Anwendung, etwa in der Geflügel- oder Schweinehaltung. In dem Zusammenhang müssen wir uns mit dem Gebrauchswert von Stroh auseinandersetzen und uns die Frage stellen, wie gut es für den jeweiligen Anwendungsbereich geeignet ist. Viele Betriebe möchten Stroh abgeben, da sie auf diesem Wege die Nährstoffströme ihrer Betriebe lenken können. Die Gewinnung und der Transport von Stroh ist in der Regel ein Feld der Lohnunternehmer, sie sollten die Strohqualität in den Fokus rücken.

Welche Parameter sind für die Strohqualität entscheidend?
Dr. Rahn:
Es ist wichtig, die richtigen Parameter zu kennen, die uns Aussagen zur Strohqualität treffen lassen. Allgemein wird angenommen, dass die Strohqualität gut ist, solange das Stroh goldgelb gefärbt ist und angenehm riecht. Trockene Erntebedingungen und eine goldgelbe Farbe reichen jedoch nicht aus, wie wir in unseren jüngsten Untersuchungen festgestellt haben. Generell hat Stroh immer eine Grundbelastung mit unterschiedlichen Mikroorganismen: Bakterien, Schimmel- und Schwärzepilze sowie Hefen. Darunter fallen produkttypische und verderbanzeigende Arten. Wie es der Name verrät, ist die produkttypische Flora typisch für das Stroh und größtenteils bereits auf dem Feld vorhanden. Bei der Lagerung setzen sich zunehmend verderbanzeigende Mikroorganismen durch. Insgesamt ergeben sich sieben Keimgruppen, für die von der LUFA Orientierungswerte vorgegeben werden. Je nachdem, wie sehr das beprobte Stroh diese Orientierungswerte überschreitet, wird es in eine von vier Keimzahlstufen, KZS, eingeordnet – von KZS I „keine Überschreitung“ bis KZS IV „Überschreitung um mehr als das Zehnfache“. Beim Stroh sind es vor allem die produkttypischen Pilze der Keimgruppe 4 und die Lagerpilze der Keimgruppe 5, die über die Qualität entscheiden.

Wie können Landwirte und Lohnunternehmer die Strohqualität sicherstellen?
Dr. Rahn:
Wie bereits erwähnt, sind gute Erntebedingungen und goldene Färbung kein Garant für Qualitätsstroh. Zur Sicherung der Qualität sollte daher der Einsatz von Konservierungsmitteln wie RaicoSil Straw in Betracht gezogen werden. Das ist ein Konservierungsmittel, das wir speziell für Stroh entwickelt haben und das ab einem TS-Gehalt von 80 Prozent angewendet werden kann. Das Produkt besteht aus Salzen verschiedener Konservierungssäuren und ist im Gesamten ein Neutralsalz, sodass es keine Korrosion bei der Dosiertechnik auslöst. Das Granulat wird in Wasser angerührt und während des Pressvorgangs flüssig dosiert. Dabei sprühen die Düsen direkt in die Pickup der Presse, um das Schwad gleichmäßig mit RaicoSil Straw zu benetzen.

Video zum Thema

Untersuchungen in Gersten- und Weizenstroh, die wir in Kooperation mit dem Fachbereich Agrarwirtschaft der FH Südwestfalen im Rahmen einer Masterarbeit zum Thema Strohkonservierung angelegt hatten, zeigen die Wirksamkeit von RaicoSil Straw. Unbehandeltes und mit Konservierungsmittel eingesprühtes Stroh waren signifikant unterschiedlich, sowohl hinsichtlich der Schimmelpilzbelastung als auch der DON-Werte. Behandeltes Stroh hat einen besseren Hygienestatus und kann ohne Einschränkungen verwendet werden. Die Verwendung von RaicoSil Straw kann somit eine gute Strohqualität sichern.

Weiterführende Informationen gibt es bei Dr. Sabine Rahn, Telefon 0251 . 682-2289, sabine.rahn@agravis.de, und unter www.silierung.de sowie unter dem Stichwort Strohqualität.

Landtage Nord

Wie können Landwirte die Ammoniakemissionen im Praxisbetrieb effizient reduzieren? Und wie sieht die Ernährung im Jahr 2050 aus? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt es beim „AGRAVIS Nutztier-Forum“ während der Landtage Nord in Wüsting. Am Ausstellungs-Montag, 26. August, laden die AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH und ihre Partner erstmalig zu der Vortragsveranstaltung ein. Treffpunkt ist von 10 bis 12.30 Uhr das Zelt vom „Raiffeisen-Treff“, Stand I14. Referenten sind Dr. Stephan Schneider vom Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft in Grub und Professor Dr. Nick Lin-Hi, Inhaber der Professur für Wirtschaft und Ethik an der Universität Vechta.

„Wir gehören in diesem Jahr zu den Hauptsponsoren der LandTageNord. Deshalb möchten wir auch inhaltlich einen Akzent setzen“, sagt Bernhard Walgern, Geschäftsführer der AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH. Aufbauend auf den guten Erfahrungen mit dem Q-Day früherer Jahre habe man darum das „AGRAVIS Nutztier-Forum“ ins Leben gerufen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir an diesem Vormittag mit dem fachlichen Input unserer Gastredner in einen intensiven Austausch mit den Landwirten vor Ort kommen werden“, so Walgern, der die Veranstaltung moderieren wird.

Dr. Stephan Schneider referiert zum Thema „Ammoniakemissionen in der Nutztierhaltung: an den richtigen Schrauben drehen“. Durch die Umsetzung der NEC-Richtlinie in nationales Recht (43. BImSchV) und die Verschärfung der Düngegesetzgebung erhöht sich der Druck auf die Landwirtschaft, die Ammoniakemissionen zu senken. Im Rahmen seines Vortrags stellt der Experte die Grundlagen der Ammoniakbildung vor und zeigt Ansatzpunkte auf, wie sich die Ammoniakemissionen im Praxisbetrieb – von der Haltung über die Fütterung bis zur Ausbringung – reduzieren lassen.

Zum Thema „Ernährung 4.0: Mit Mut in eine digitale Zukunft“ informiert Professor Dr. Nick Lin-Hi. Dabei geht er auf die Implikationen der Digitalisierung für die Agrar- und Ernährungsindustrie ein. Ausgehend von neuen technologischen Möglichkeiten sowie aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen skizziert Professor Lin-Hi, wie Ernährung im Jahr 2050 aussehen könnte. „Meiner Ansicht nach bieten die aktuellen Entwicklungen allen Akteuren enorme Chancen und ich plädiere dafür, die eigene Zukunft mutig zu gestalten“, betont der Wissenschaftler. Der Eintritt zum „AGRAVIS Nutztier-Forum“ ist frei.

Gemeinsam mit der Raiffeisen-Genossenschaft Hunte-Weser eG, der Raiffeisen-Genossenschaft Ammerland-OstFriesland eG, der Raiffeisen Technik Nord-West GmbH und der Hedemann Technik GmbH lädt die AGRAVIS an allen Messetagen zum „Raiffeisen-Treff“ ein. In einem Zelt von rund 400 Quadratmetern präsentieren sich die AGRAVIS Mischfutter Oldenburg/Ostfriesland GmbH und die Genossenschaften, auf dem Gelände davor Hedemann mit Futtersilos und die Technik Nord-West mit leichten und schweren Landmaschinen.

290 Millionen

Marktanalysten erwarten, dass die weltweiten Bestände beim Weizen in diesem Erntejahr mehr als 290 Mio. Tonnen erreichen. Das wäre ein neuer Rekordwert.

AGRAVIS summt

Auf vielen Äckern blüht es aktuell schön bunt. Mitten dazwischen: Hummeln und Bienen und Schmetterlinge. Mit solchen Blumenäckern haben Landwirte jetzt die Chance auf tolle Preise. Voraussetzung ist, dass sie im Besitz von Ackerflächen mit Wildblumen sind, davon ein originelles Foto schießen und auf Facebook oder Instagram posten. Unter allen Teilnehmern verlost die AGRAVIS praktische Preise.

Alle Infos hier


Medienservice 7/2019

AGRAVIS Feldtage 2019

Beste Stimmung, hochwertige Vorträge, intensiver fachlicher Austausch: Die AGRAVIS blickt gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften und den Raiffeisen-Genossenschaften auf erfolgreiche Feldtage 2019 zurück. „Wir werden an dem Konzept festhalten!“, sind sich Veranstalter und Gastgeber einig. An sechs Terminen im Juni und Juli im gesamten Arbeitsgebiet haben sich Landwirte über betriebsrelevante Themen wie Getreide- und Rapssorten sowie Düngung, Pflanzenschutz und Zwischenfruchtanbau informiert. Dazu luden die AGRAVIS-Berater zur Besichtigung der Versuche in den unterschiedlichen Kulturen ein.
Zum Fazit der AGRAVIS Feldtage 2019

„Die Raiffeisen-Genossenschaften sind nicht nur Aktionäre der AGRAVIS, sondern insbesondere auch Kunden in unserem genossenschaftlichen Verbundsystem. Diese genossenschaftliche Zusammenarbeit ist ein Alleinstellungsmerkmal in unserem Marktumfeld, sie ist Anker der Stabilität und in ihr liegt eine große Wirtschaftskraft. Erstes Ziel ist es daher, den genossenschaftlichen Verbund weiter zu stärken und auch die Zusammenarbeit stetig auszubauen.“

Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG

Raiffeisen Biobrennstoffe

Die Raiffeisen Bio-Brennstoffe GmbH (RBB) baut ihre regionale Marktposition weiter aus. Zum 1. Juli 2019 begrüßte sie die Raiffeisenagrar mit Sitz in Ankum als neuen Gesellschafter. Dieser Schritt in eine gemeinsame Zukunft dient der Stärkung des genossenschaftlichen Holzpelletgeschäfts im nordwestlichen Niedersachsen. „Wir arbeiten schon seit einigen Jahren mit der Raiffeisenagrar eng und partnerschaftlich beim Vertrieb unserer Eigenmarke RPellets zusammen“, betont Oliver Korting, Geschäftsführer der Raiffeisen Bio-Brennstoffe GmbH. Der Beitritt in die Gesellschaft sei nun der nächste Schritt. „Wir freuen uns, dass wir jetzt als neuer Gesellschafter Teil des Unternehmens sind und wir uns im Interesse unserer Kunden noch besser im Markt positionieren konnten, denn gemeinsam sind wir stark“, heben Günter Lonnemann und Frank Neuenfeld, die Geschäftsführer der Raiffeisenagrar, hervor.

Die Raiffeisenagrar, ein Zweigbetrieb der VR Bank eG Osnabrücker Nordland, bringt auch zusätzliche Logistikkapazitäten in die Raiffeisen Bio-Brennstoffe GmbH ein. Mit einem Auslieferungs-Lkw und einem Lagerstandort in Bawinkel erhöht die RBB ihre Infrastruktur auf jeweils zehn Fahrzeuge und dezentrale Lagerflächen. In Uetersen (Kreis Pinneberg) war jüngst eine weitere Lagerstätte für Holzpellets hinzugekommen.

Durch den Eintritt des neuen Gesellschafters kann die Raiffeisen Bio-Brennstoffe GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft der AGRAVIS Raiffeisen AG, weitere Synergien bei der Logistik heben. Die dezentrale Lagerstruktur und ein engmaschiges Vertriebsnetz mit zahlreichen Kooperationspartnern sichern eine schnelle und verlässliche Belieferung der Kunden mit RPellets. Neben der AGRAVIS gehören die AGRI V Raiffeisen eG in Raesfeld, die Raiffeisen Sauerland Hellweg Lippe eG sowie die Genossenschaften Emscher-Lippe eG, Hohe Mark Hamaland eG und Haltern eG zum Gesellschafterkreis der RBB.

21

Die AGRAVIS-Gruppe bietet innovative Fütterungskonzepte wie beispielsweise „Zukunft Füttern“ an, die deutlich geringere Umweltauswirkungen* haben: So können die Kohlendioxid-Emissionen um 21 Prozent gesenkt werden.

*Bezogen auf die Futterproduktion für 1.000 Kilogramm Schweine-Lebendgewicht und den der Studie zugrundeliegenden Annahmen und Rezepturen

Tarmstedter Ausstellung

Fußballspielen macht Laune. Aber Fußballspielen im Schlamm? Das verspricht für alle Wagemutigen jede Menge Extra-Action und für die Zuschauer allerfeinste Unterhaltung – und das für einen guten Zweck. Am Samstag, 13. Juli, laden die Niedersächsische Landjugend, das Fachmagazin Land & Forst, die Tarmstedter Ausstellung und die AGRAVIS Raiffeisen AG als Partner ab 11 Uhr zum Schlammfußball-Turnier auf das Gelände der Tarmstedter Ausstellung ein.

Seit Jahren organisiert die AGRAVIS gemeinsam mit den oben genannten Partnern unterhaltsame sportliche Aktionen, die während der Tarmstedter Ausstellung vor allem bei jungen Besuchern für viel Aufsehen sorgen. Die AGRAVIS stellt dabei die Gewinnsumme von 1.000 Euro zur Verfügung, die an soziale Projekte gespendet wird.

In diesem Jahr werden zwölf Teams mit je fünf Spielern im Schlamm antreten und zeigen, dass sie auf jedem Untergrund topfit sind. Die Gewinnermannschaft überreicht die Spendensumme an den Partner der Niedersächsischen Landjugend, Ghana e.V. Der Ghana e.V. wurde 1988 innerhalb der Niedersächsischen Landjugend e.V. gegründet und unterstützt vor allem Frauen und Jugendliche.

Weitere Infos zur Tarmstedter Ausstellung finden Sie hier.

Kompaktinfos Tarmstedter Ausstellung

  • Veranstaltungsort: Freigelände in Tarmstedt (Elbe-Weser-Dreieck)
  • Dauer: 12. bis 15. Juli 2019
  • Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 18 Uhr
  • Rund um das Ausstellungsgelände befinden sich gut ausgeschilderte Parkflächen. Parkplätze für Menschen mit Handicap, Motorradfahrer und Fahrradfahrer befinden sich am Haupteingang West.
  • Die Linie 630 der EVB fährt aus Richtung Bremen oder Zeven die Haltestelle „Tarmstedt/Busbahnhof“ an. Von dort ist für Fahrgäste des Linienbusses ein Shuttle-Service zum Ausstellungsgelände eingerichtet.
  • „Treffpunkt Raiffeisen“: Block E2 und E3


Medienservice 6/2019

Ampfer

Ampfer, wohin das Auge reicht: Wegen der großen Trockenphase in 2018 zeigen sich Grünlandflächen vielerorts von dieser unvorteilhaften Seite. Imke Hansing, Pflanzenbau-Vertriebsberatung der AGRAVIS Raiffeisen AG, erläutert im Interview wesentliche Maßnahmen, um einem Ampferkreislauf entgegenzuwirken.

Frau Hansing, wie kann das Grünland wieder fit gemacht werden und warum ist der Ampfer aktuell ein Problemfall?

Hansing: Der Stumpfblättrige Ampfer ist eine echte Herausforderung in der Grünlandbewirtschaftung. Mit seinem ausgeprägten Wurzelwerk und geringen Ansprüchen an seine Umwelt etabliert er sich an allen Standorten – ein Standortgeneralist, der sich sowohl generativ (Samen) als auch vegetativ (Wurzelstock) ausbreiten kann. Während die Futtergräser in der extremen Trockenheit 2018 in einen Zustand der Lethargie verfielen, nutzte der Ampfer seine Pfahlwurzel und mobilisierte Reserven. Von der Dürre gestresste Grasnarben, überbeanspruchte oder vernachlässigte Narben bieten wenig Konkurrenz, sodass der Ampfer sich nahezu ungebremst ausgebreitet hat. Ampfer ist nicht nur ein „Platzräuber“ und Konkurrent um Nährstoffe und Wasser für die wertvollen Futtergräser, sondern beeinflusst mit seinem hohen Gehalt an Oxalsäure, dem geringen Futterwert sowie einer schlechten Verdaulichkeit nachhaltig die Grundfutterqualität.

Mit welchen konkreten Maßnahmen können Grünlandbewirtschafter gegensteuern?

Hansing: Das Unkraut verdrängt wertvolle Gräser, und eine Nachsaat allein reicht oft nicht mehr aus. Die weitere Ausbreitung kann durch eine regelmäßige Nachmahd und gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen begrenzt werden. Durch eine intensive Beweidung oder Schnittnutzung werden die Schadpflanzen zurückgedrängt und ausgehungert. Anschließend ist der Spätsommer der ideale Zeitpunkt für eine selektive Herbizidmaßnahme. Zum einen ist der wertvolle Gräserbestand zu dieser Zeit unempfindlicher und der Ampfer durch das Aushungern geschwächt, zum anderen leitet der Ampfer zu dieser Vegetationszeit den meisten Wirkstoff in sein weitreichendes Wurzelsystem ab, sodass eine nachhaltige Bekämpfung erzielt wird. Mehrjährige Wurzelunkräuter wie der Ampfer sind gegenüber systemischen Herbiziden nur in bestimmten Entwicklungsphasen empfindlich und erweisen sich in anderen Entwicklungsphasen wiederum als nahezu resistent. Der Erfolg der chemischen Bekämpfung ist maßgeblich von der Ableitung der Wirkstoffe zusammen mit den Assimilaten in die Wurzel abhängig. Höchste Wirkungsgrade werden beim Ampfer im Rosettenstadium mit Beginn der Blütenstängel-Streckung erzielt.

Worauf ist bei der Vorbeugung zu achten?

Hansing: Ziel muss es sein, den Ampferkreislauf zu durchbrechen. Im Vordergrund stehen eine intensive Grünlandpflege und ein optimierter Umgang mit dem Wirtschaftsdünger in Kombination mit einer mechanischen und chemischen Bekämpfung, um das Problem nachhaltig zu lösen. Hervorzuheben ist die Nachsaat mit standortgeeigneten Grünland-Mischungen – etwa nach erfolgter Pflanzenschutzmaßnahme –; sie ist zwingend notwendig, um die entstandenen Lücken aktiv mit hochwertigen Gräsern zu schließen, bevor weitere Unkrautwellen und Ungräser diesen Part übernehmen. Insbesondere der Ampfer als Lichtkeimer hat in lückigen Narben besonders leichtes Spiel: Eine Ampferpflanze bildet bis zu 60.000 Samen pro Jahr, die bis zu 80 Jahre keimfähig sind. Kompostierung und Vergärung kann die Keimfähigkeit um nahezu 100 Prozent reduzieren. Darum sollte präventiv auf eine dichte Grasnarbe geachtet und nutzungsbedingten Lücken mit einer kontinuierlichen Nachsaat vorgebeugt werden – mit dem Ziel, langfristig die Grünlandfitness zu erhöhen! Ausführliche Infos zum Thema Ampferbekämpfung und Nachsaat gibt es auch in IQ-Plant, der Pflanzenbau-App der AGRAVIS.

Tropfer
Für den Versuch werden die Tropfrohre mit einer vierreihigen Verlegemaschine in die Dämme eingebracht. Dies soll zeigen, ob die Tropfbewässerung im Kartoffelbau praxisreif ist.

Welche innovativen Beregnungstechnologien sich für den Kartoffelbau eignen, überprüft die AGRAVIS Pflanzenbau-Vertriebsberatung mit weiteren Partnern zurzeit an einem Versuchsstandort in der Region Hannover. Dabei stehen die Tropfbewässerung und ihre Praxistauglichkeit im Fokus.

Nach dem trockenen Jahr 2018 wurden die Überlegungen zur Verbesserung der Beregnungstechnik deutlich ausgeweitet. Hierbei stellt sich die Frage, welche Alternative zu den klassischen Trommelregnern in die Praxis passt. Zum einen muss die Wassereffizienz gesteigert werden, zum anderen muss die Technik praktikabel und wirtschaftlich tragbar sein.

Gegenüber der klassischen Überkopfberegnung bieten die Tropfschläuche zahlreiche Vorteile:

  • Das eingesetzte Wasser ist immer direkt am Wirkort und unterliegt nicht der Verdunstung oder der Winddrift.
  • Die Kartoffelpflanze erleidet keinen Stress durch kaltes Brunnenwasser und grobe Tropfen auf das Blätterdach, auch ist die Krautfäulegefahr durch nasses Kraut deutlich geringer.
  • Eine kontinuierliche Durchfeuchtung des Damms führt zu weniger Schorfbefall und einem gleichmäßigeren Wachstum, was höhere Marktwareanteile erwarten lässt.
  • Die Tropfbewässerung kann eine Düngung über die Tropfschläuche ermöglichen.
  • In der Beregnungssaison muss keine Maschine umgebaut werden, es entfällt ein Großteil der Rüstzeiten.

Zu den nachteiligen Faktoren hingegen zählen auf den ersten Blick die vergleichsweise höheren Anschaffungskosten und die Arbeiten zum Auf- und Abbau des Systems. Ziel des Projekts ist es darum auch, zu überprüfen, ob die genannten Vorteile langfristig nicht doch überwiegen.

Das nötige Know-how für die Tropfbewässerung bringt, neben den Experten der AGRAVIS, das Unternehmen Netafim Deutschland als federführender Partner ein. Zudem ist die ICL Specialty Fertilizers beteiligt, um Effizienzsteigerungen durch umhüllte Stickstoffdünger wie die Agrocote-Linie zu überprüfen. Das Themenfeld der Fertigation wird künftig durch die ICL-SF besetzt. Darüber hinaus setzt die Firma Bosch Software Innovations bei dem Versuch die Sensortechnik Deepfield Connect Feldüberwachung ein, um Temperatur und Luftfeuchte im und über dem Blätterdach sowie die Bodenfeuchte zu messen und zu dokumentieren – und letztlich die unterschiedlichen Auswirkungen der Beregnungssysteme Tropfschlauch versus Überkopfberegnung bonitieren zu können.

Der praktische Start in die Versuchstätigkeit erfolgte Mitte April mit dem Ausbringen des Düngers, Verlegen der Tropfschläuche und Installieren der Sensoren. Während der Vegetationszeit wollen die Experten nun möglichst viele Informationen sammeln, auswerten, diskutieren und präsentieren. Zudem ist am 16. Juli ein Feldtag im niedersächsischen Lindwedel geplant, bei dem sich Interessierte zum Thema Tropfbewässerung im Kartoffelbau informieren können.

Tarmstedter Ausstellung

Landwirtschaft und Landtechnik, Gewerbe und Kommune, Haus, Garten und Freizeit, Sport und Show – die Tarmstedter Ausstellung bietet vom 12. bis zum 15. Juli ihren Besuchern wieder ein vielfältiges und abwechslungsreiches Themenspektrum. Um die 100.000 Besucher werden zu Norddeutschlands größter Regionalausstellung erwartet. „Wir sehen uns in Tarmstedt“ – das Motto ist Programm. Auch für die zwölf Raiffeisen-Genossenschaften aus dem Elbe-Weser-Dreieck und die AGRAVIS Raiffeisen AG, die den Besuchern auf 3.400 Quadratmetern am „Treffpunkt Raiffeisen“ in den Blöcken E2 und E3 ihr Produktportfolio präsentieren.

Auf insgesamt 18 Hektar Ausstellungsfläche sowie in 13 Ausstellungshallen finden die Besucher auch in diesem Jahr wieder alles rund um Landwirtschaft, Landtechnik, Garten- und Landschaftspflege, erneuerbare Energien und Tierzucht. Gut 750 Aussteller sind mit ihren Produkten und Dienstleistungen in Tarmstedt vertreten.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG lädt gemeinsam mit den zwölf Raiffeisen-Genossenschaften aus dem Elbe-Weser-Dreieck zu ihrem „Treffpunkt Raiffeisen“ ein. Der Bereich Futtermittel-Spezialprodukte der AGRAVIS informiert über neue Entwicklungen und Produkte. Besucher erfahren alles zu den Hygienekonzepten von Desintec, über Crystalyx, dem hochwertigen Ergänzungsfutter zum Lecken, und über das Miravit-Programm zur Vorbeugung und Unterstützung vitaler Tiere. Vorgestellt werden darüber hinaus das Raiffeisen-Mineralfutter von VitaMiral. das CombiMilk-Milchaustauscherkonzept für Kälber und Lämmer sowie Silier- und Konservierungsmittel. Wie in den vergangenen Jahren profitieren die Besucher von attraktiven Angeboten.

Die AGRAVIS-Technik-Gruppe stellt ihr umfangreiches Angebot an Landtechnik und Kleingeräten vor, einschließlich praktischer Vorführungen, bei denen der Kunde auch selbst Hand anlegen kann.

Mittelpunkt des „Treffpunkts Raiffeisen“ sind wieder die beiden großen Zelte: das Haus- und Gartenmarktzelt und das „Treffpunkt Raiffeisen“-Zelt. Hier finden die Besucher das vielfältige Angebot der Raiffeisen-Märkte rund um den Garten, Haus und Heimwerker, Textil, Reitsport und Heimtier. In ihrem „Treffpunkt Raiffeisen“ setzt die AGRAVIS gezielt auf Nachhaltigkeit und serviert Kaffee und weitere Produkte in nachhaltigen Behältnissen. Das Raiffeisen-Markt-Zelt wurde in diesem Jahr von der Raisa eG initiiert und vom AGRAVIS-Bereich Märkte bei Planung, Aufbau und Kundenberatung unterstützt.

Der Außenbereich des „Treffpunkts Raiffeisen“ verwandelt sich in einen großen Garten. Besucher können Gartenmöbel, Grillgeräte, Garten- und Balkonpflanzen und vieles mehr unter die Lupe nehmen – und werden zu Grillvorführungen eingeladen. Zum entspannten Sitzen dienen neue Gartenmöbel, die nach der Messe zu Sonderkonditionen verkauft werden.

Selbstverständlich ist auch an die Kinder gedacht: Sie können sich in einer eigens gestalteten Spielecke und an der beliebten Bauernhof-Modellanlage austoben.

Tarmstedter Ausstellung

  • Veranstaltungsort: Freigelände in Tarmstedt (Elbe-Weser-Dreieck)
  • Dauer: 12. bis 15. Juli 2019
  • Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 18 Uhr
  • Rund um das Ausstellungsgelände befinden sich gut ausgeschilderte Parkflächen. Parkplätze für Menschen mit Handicap, Motorradfahrer und Fahrradfahrer befinden sich am Haupteingang West.
  • Die Linie 630 der EVB fährt aus Richtung Bremen oder Zeven die Haltestelle „Tarmstedt/Busbahnhof“ an. Von dort ist für Fahrgäste des Linienbusses ein Shuttle-Service zum Ausstellungsgelände eingerichtet.
  • „Treffpunkt Raiffeisen“: Block E2 und E3

„Während der Feldtage haben Kunden die Möglichkeit, einen Einblick in das Versuchswesen zu erhalten und den Experten individuelle Fragen zu stellen – ein echtes Investment in Kundennähe und Kundenorientierung.“

Dr. Dirk Köckler, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG

41,5

Diversität ist mitnichten nur eine „Gender“-Frage. Eine weitere Kategorie von Vielfältigkeit ist das Alter: Bei der AGRAVIS ist das Verhältnis zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern in der Summe ausgewogen. Der Altersdurchschnitt liegt bei 41,5 Jahren. Mehr als 24 Prozent der Mitarbeiter sind älter als 50 Jahre, rund 20 Prozent sind zwischen 31 und 40 Jahre alt.

Weitere Zahlen zur Berufswelt Agribusiness lesen Sie in unserer AGRAVIS-Grafik des Monats.


Medienservice 5/2019

Erdbeeren AGRAVIS

Auf rund 14.000 Hektar Fläche werden in Deutschland Erdbeeren angebaut. Welche Spuren hat die Trockenheit aus dem Vorjahr hinterlassen? Und was brauchen die Kulturen in diesem Jahr, um rundum gut zu gedeihen? Im Interview: Frank Uwihs, Sonderkulturen-Experte der AGRAVIS Raiffeisen AG.

Herr Uwihs, wann startet die Erdbeerernte in Deutschland?
Uwihs
: Eigentlich hat die Ernte schon begonnen, denn die ersten Früchte, die unter Tunnel im geschützten Anbau gereift sind, wurden beispielsweise am Niederrhein schon gepflückt. Im Freiland wird es noch ein bisschen dauern, doch in wenigen Tagen wird es wohl richtig losgehen.

Welche Auswirkungen hatte die Trockenheit 2018 auf die Kulturen?
Uwihs
: Erdbeeren sind eine Intensivkultur, da können wir die genauen Auswirkungen nur schwer abschätzen. Sicherlich waren die Pflanzen durch die Trockenheit empfindlicher als in sonstigen Jahren, aber wir schauen nun erst einmal, wie sich das Wetter weiterentwickelt. Auch wenn sie Trockenheit im Allgemeinen nicht gut vertragen und dann beispielsweise kleine Früchte ausbilden, können wir immer mit Bewässerung gegensteuern. Vieles hängt von der Witterung der nächsten Wochen ab, wir brauchen ganz einfach Regen.

Was brauchen die Landwirte für ein richtig gutes Erdbeerjahr 2019?
Uwihs
: Auf jeden Fall ausreichend Feuchtigkeit für den Boden und die Ausbildung der Früchte. Und natürlich Wärme, damit die Erdbeeren schön rot und süß und saftig werden und uns schmecken. In diesem Jahr liegen die Feiertage spät, das ist für gut für den Verkauf und den Verzehr, denn dann kommen meist auch Erdbeeren auf den Tisch. Für die Erdbeeren im Freiland wären Spätfröste natürlich nicht wünschenswert. Bis zum Ende der Eisheiligen rund um den 15. Mai kann es leider immer noch mal kalt werden.

Welche Trends gibt es in diesem Jahr?
Uwihs
: Farblich passiert einiges – angeboten werden sogar weiße Erdbeeren mit roten Nüsschen. Auch bei den Sorten gibt es Veränderungen, doch davon merkt der Kunde oft nicht viel. Im Trend liegen immertragende Sorten, sodass das Ende der Saison, üblicherweise Ende Juni, verlängert werden kann. Auch beobachten wir den Trend hin zu mehr Regionalität und Natürlichkeit. Es muss nicht zu allen Zeiten Erdbeeren geben, denn wir haben genügend Obstvielfalt, schließlich kommen beispielsweise noch die Kirschen und Blaubeeren.

AGRAVIS Infografik Grasernte

Die Grasernte ist für die Produktion von Tierfutter ein wesentlicher Faktor. In unseren Grafiken erfahren Sie mehr über die Mengen des Grasschnitts und die daraus resultierende Milchproduktion. Zusätzlich geben die Grafiken darüber Aufschluss, was bei einem guten Silage-Management zu beachten ist.

Details finden Sie hier in den AGRAVIS-Infografiken des Monats Mai.

51

Mehr als 51 Mio. Euro, und zwar genau 51,3 Mio. Euro, will die AGRAVIS in diesem Jahr in Kundennähe und in die Leistungsstärke ihrer Standorte investieren.

AGRAVIS Feldtage

Fünf Mal laden die AGRAVIS Raiffeisen AG und Partner in diesem Jahr zu regionalen Feldtagen ein. Die gezeigten Flächen sind seit Jahren Bestandteil des Versuchswesens der AGRAVIS, ihrer Tochtergesellschaften und der örtlichen Raiffeisen-Genossenschaften. In systematischen Exaktversuchen werden die regionalen, praxisrelevanten Dünge- und Pflanzenschutzstrategien auf den Prüfstand gestellt.

Alle Termine und weitere Infos zu den AGRAVIS-Feldtagen.


Medienservice 4/2019

Spargel AGRAVIS

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland eine Rekordernte von 133.000 Tonnen Spargel, vermeldete jüngst das Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse. Die Ernte 2018 war damit 3.000 Tonnen ergiebiger als 2017, und im Vergleich zu 2016 gab es sogar 13.000 Tonnen mehr Ertrag. Aktuell ist der Spargel immer noch der Spitzenreiter im Anbau. Seine Anbaufläche erstreckt sich bundesweit auf 29.000 Hektar. Frank Uwihs, Berater für Sonderkulturen in der Pflanzenbau-Vertriebsberatung der AGRAVIS Raiffeisen AG, wirft einen Blick auf die aktuelle Lage im Spargelanbau.

Das Frühjahr hat begonnen und die Saison rückt näher: Wann können wir denn mit dem ersten Spargel rechnen?
Uwihs:
Bereits Mitte März wurden in einigen Regionen die ersten Stangen gestochen. Aber bis es richtig losgeht, muss es draußen insgesamt noch etwas wärmer werden. Kalte Nächte sind dem Wuchs nicht zuträglich. Aber wenn sich der Frühling durchsetzt, steht dem guten Wuchs nicht im Weg. Alles in allem rechnen wir zurzeit mit einem normalen Spargeljahr, auch wenn sich das Frühjahr zurzeit etwas dahinschleppt.

Das vergangene Jahr bescherte uns einen Sommer mit hohen Temperaturen und großer Trockenheit: Welchen Einfluss hat das auf den Spargel gehabt?
Uwihs:
Ob es ein gutes Spargeljahr wird, hängt von vielen Faktoren ab, nicht nur von der Wasserzufuhr. Anbauflächen, die während der Trockenheit in 2018 nicht beregnet worden sind, haben Pflanzen allerdings keine guten Bedingungen geboten. Ihre Kraft baut die Pflanze immer im jeweiligen Vorjahr auf, dazu braucht sie Wasser, aber beispielsweise auch den Kältereiz des Winters. Aber nicht nur das Wetter ist entscheidend für einen hohen Ertrag, auch der Einsatz von Folie ist ein entscheidendes Hilfsmittel im Anbau.

Welche Vorteile bietet der Folieneinsatz im Spargelanbau?
Uwihs:
Grundsätzlich sagt man: Spargel, der unter der Folie wächst, schmeckt besser, weil er einen feineren Geschmack hat. Die Landwirte nehmen diesen Trend auf und setzen Folie zunehmend für den im Spargelanbau ein. Die Vorteile für den Verbraucher liegen auf der Hand: Das gleichmäßige und schnelle Wachstum des Spargels erzeugt einen sehr milden Geschmack und ermöglicht es, schon früher mit dem Verkosten des neuen Jahrgangs beginnen zu können. Außerdem wird durch den Folieneinsatz die Temperatur des Spargels kontrolliert und die Unkrautbildung unter der Folie vermieden.

Zum Schluss: Können Sie Spargelliebhabern noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben?
Uwihs:
Beim Kauf zählt der erste Blick: Besonders frisch ist der Spargel, der direkt vom Hof kommt. Rein äußerlich sollte die Spargelspitze noch geschlossen sein und die Oberfläche glatt. Bei der Lagerung sollte der Kunde darauf achten, dass der Spargel kühl aufbewahrt und mit einem feuchten Tuch eingeschlagen wird.

AGRAVIS Netfarming

Ein Landwirt aus Ostbevern optimiert mithilfe von AGRAVIS NetFarming und einer modernen Drillmaschine seine Erträge. Außerdem nutzt er dieses Precision Farming für die Umsetzung eines außergewöhnlichen Projekts.

Erfahren Sie mehr

„AGRAVIS lebt den Change und nutzt die Chancen – so habe ich die AGRAVIS jedenfalls bisher kennengelernt.“
(Dr. Dirk Köckler, seit 14. März 2019 Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG)

Düngeverodnung Lösungen AGRAVIS

Eine mögliche weitere Verschärfung der Düngeverordnung beschäftigt derzeit die gesamte landwirtschaftliche Branche. Zum Thema versammelten sich am Donnerstag, 4. April 2019, in Münster mehrere tausend Landwirte zu einer Kundgebung. Um die komplexen Anforderungen der Düngeverordnung einschließlich weiterer, sich abzeichnender Vorgaben umzusetzen, bietet die AGRAVIS für Landwirte zahlreiche Lösungen an. Sie enthalten Futterkonzepte und digitale Tools ebenso wie Pflanzenbauempfehlungen und die passende Düngetechnik.
Einen vollständigen Überblick finden Sie in unserem Extrabereich zum Thema "Lösungen zur Düngeverordnung".

Bio AGRAVIS

Seit Jahren ist das Segment „Bio“ im Lebensmittelhandel ein Wachstumsmarkt. Auch in der Verbrauchergunst hat „Bio“ einen guten Klang, denn klare Produktionskriterien und -vorgaben geben Orientierung. In der Landwirtschaft wird dieser Markt inzwischen als leistungsstarker Betriebszweig gesehen. Laut Deutschem Bauernverband können sich 17 Prozent der Landwirte vorstellen, auf Bio umzusteigen. „Wir haben das Segment in den vergangenen Monaten sehr genau analysiert und erkannt, dass sich hier ein eigenes, starkes Marktsegment in der Landwirtschaft entwickeln wird. Darum planen wir, unsere Angebote für die Bio-Landwirtschaft künftig in einer eigenen Gesellschaft zu bündeln“, kündigte Maria-Johanna Schaecher, Mitglied des AGRAVIS-Vorstandes, jüngst an.
Alles zu den Angeboten der AGRAVIS im Bereich Bio.

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Die AGRAVIS-Aktionäre erhalten – vorbehaltlich der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung – eine Dividende von 4 Prozent bezogen auf den Nominalwert der Aktie.

Interview Uta Löffler
Uta Löffler, Leiterin des AGRAVIS-Bereichs Personal

Die AGRAVIS will gemeinsam mit den Raiffeisen-Genossenschaften dauerhaft starker Player auf dem deutschen Agrarmarkt sein und auch international gezielt weiter wachsen. Mehr Kundenerfolg, mehr Kundennähe, mehr Stringenz in der Kundenansprache stehen darum 2019 an erster Stelle und fordern auch das Personalmanagement.
Die Fokusthemen stellt Uta Löffler, Leiterin des AGRAVIS-Bereichs Personal, im Interview vor.

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