Insekten als alternative Proteinquelle

AGRAVIS engagiert sich für nachhaltige Proteine in der Futtermittelproduktion

Welches Potenzial haben Insekten als Proteinquelle in der Futtermittelproduktion? Dieser Frage geht die AGRAVIS im Innovationsraum „New Food Systems“ innerhalb des Forschungsprogramms „Innovationsräume Bioökonomie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) nach.

Die AGRAVIS als Teil des Innovationsraums „New Food Systems“

Das Gesamtvorhaben will neuartige flächen- und ressourcenschonende Systeme zur Lebens- und Futtermittelproduktion entwickeln. „New Food Systems“ vereint mehr als 50 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, darunter auch die AGRAVIS Raiffeisen AG mit den Gesellschaften Profuma, Equovis und HL Hamburger Leistungsfutter. Über fünf Jahre stellt das BMBF dafür bis zu 20 Mio. Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Die AGRAVIS befasst sich mit zwei Kernprojekten

Die AGRAVIS engagiert sich in zwei von insgesamt vier Kernbereichen des Vorhabens: Zum einen beteiligt sich das Unternehmen am Startprojekt „Optimierte Fütterung der schwarzen Soldatenfliege“. Zum anderen stehen „Nachhaltige Proteine“ und die Optimierung von Proteinzutaten und -mischungen im Fokus des zweiten Startprojektes.

Ein gefragtes Forschungsthema

„Momentan hat sich die Frage nach alternativen Proteinquellen zu einem gefragten Forschungsthema entwickelt, denn es gibt noch zu wenige strukturierte Informationen über Proteinquellen wie Insekten und ihre Verwendungsmöglichkeiten in Futtermitteln selbst. Die Fütterung von Insekten ist bereits für den Aquakultur-Bereich freigegeben. Auch für Schwein und Geflügel erwarten wir spätestens nächstes Jahr die Freigabe.“

Celina Horn, Produktmanagerin bei der AGRAVIS-Konzerngesellschaft Equovis GmbH, und Koordinatorin der Arbeitsgruppe aus AGRAVIS-Experten.

Projekt „Nachhaltige Proteine“

Das Projekt „Nachhaltige Proteine“ umfasst verschiedene Arbeitspakete. Die AGRAVIS wird eine Protein-Datenbank erstellen. Des Weiteren analysiert, bewertet und charakterisiert das Unternehmen Proteine und optimiert Proteinzutaten und -mischungen. Diese Ergebnisse fließen in die Datenbank ein. Auf dieser Basis sollen innovative Lebens- und Futtermittel entwickelt werden.

Schwarze Soldatenfliege als alternative Proteinquelle

Forschungsobjekt ist die Schwarze Soldatenfliege (Hermetia illucens), deren Larven viel Eiweiß enthalten. Die Insekten sind genügsam und lassen sich einfach vermehren. Getrocknet und gemahlen enthalten sie vor allem Protein, aber auch Fett und dazu reichlich Kalzium, viele Mineralstoffe und Vitamine. Zurzeit werden die Möglichkeiten ausgelotet, ob sie sich als alternative Proteinquelle in der Futterproduktion für Nutztiere eignen.

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