GrassilageGrassilagen sind Anwelksilagen aus Gras, Futterleguminosen und Mischungen aus beidem. muss von bester Qualität sein – das ist besonders in Zeiten von Futterknappheit sehr wichtig. Damit das gelingt, geben wir Ihnen acht wertvolle Tipps rund um ErnteDie Ernte beschreibt alle Arbeiten zum Einbringen landwirtschaftlicher Gewächse und Früchte. und Einlagerung.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

AGRAVIS-Podcast Ackern und Ernten: Folge zum Grünland

Deep Dive <a href="de/glossar#glossar_Grünland" class="glossaryTooltip">Grünland<span class="tooltiptext">Grünland ist landwirtschaftliche Fläche, auf denen Gras oder krautige Pflanzen angebaut werden.</span></a>: Tipps für die Ernte und <a href="de/glossar#glossar_Silierung" class="glossaryTooltip">Silierung<span class="tooltiptext">Silage ist ein konserviertes Futtermittel für Nutztiere, vor allem für Rinder.</span></a>

Der erste Grünlandschnitt ist abgeschlossen, mancherorts bereits der zweite. Was ist nach der Mahd zu tun? Wie wichtig ist die richtige Schnitthöhe und wie können Landwirtinnen und Landwirte Futterverschmutzungen verhindern?
In der neuen Folge geben die AGRAVIS-Expertinnen Maike Fritz und Saskia Zoll Antworten. Gemeinsam mit Moderatorin Janna Riering sprechen sie über Maßnahmen bei TrockenheitDie Themen Hitze und Trockenheit werden im Rahmen des Klimawandels immer bedeutender., die richtige Pflege und geben Tipps gegen Clostridien.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

1. Den optimalen Schnittzeitpunkt einhalten

Schneiden Sie zu Beginn des Rispen- bzw. Ährenschiebens. Der richtige Zeitpunkt entscheidet darüber, wie nährstoff- und energiereich das Futter am Ende ist – und wie gut sich das Gras silieren lässt. Mit jedem Tag Warten verschlechtern sich diese Parameter und der Rohfasergehalt steigt. Schneiden Sie zehn Tage zu spät, sinkt der Milcherzeugungswert der Grassilage um zwei Kilogramm Milch.

2. Mähwerk richtig einstellen

Futtergräser wie Weidelgras und Wiesenrispe speichern ihre Energiereserven in den Stoppeln, um später wieder auszutreiben. Schneiden Sie zu tief, werden die Gräser geschwächt und sind nicht mehr konkurrenzfähig. Arten und Unkräuter wie Quecke und Ampfer breiten sich dann aus und die Qualität der Grasfläche sinkt. Auch die Gefahr von verschmutztem Schnittgut steigt. Zwei Prozent mehr Rohasche (RA) bedeutet weniger Trockensubstanz (TS). Es ergibt sich ein Minus von 0,1 MJ NEL/kg Trockensubstanz (TS) oder fünf Prozent weniger Milch.
Unser Rat: Mähen Sie Wiesen in einer Stoppelhöhe von sechs Zentimeter und Ackergras bei acht Zentimetern.

Maschineneinstellung in der Grasernte – ein Feldversuch

4. Optimaler Anwelkgrad

Das geschnittene Gras muss möglichst schnell anwelken. Der optimale Anwelkgrad liegt bei mindestens 30 und maximal 40 Prozent Trockensubstanz (TS). Höhere TS-Gehalte bedeuten höhere Verluste. Welkt das Gras zu lange, vermehren sich unerwünschte Mikroorganismen wie Hefen, die Nährstoffe abbauen. Außerdem nehmen Probleme wie Bröckelverluste, Verdichtbarkeit und NacherwärmungNacherwärmung kann bei der Auslagerung von Silagen auftreten. zu. Allgemein gilt: Je kürzer die Feldliegezeit und je günstiger die Wetterbedingungen (Sonnenstunden), desto kleiner sind die Verluste.
Unser Rat: Streben Sie die Silage in 24 Stunden an.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

6. Planen Sie die Siloanlage richtig

Konzipieren Sie Ihre Siloanlage rechtzeitig und beachten Sie dabei die Vorgaben für den wöchentlichen Mindestvorschub. Im Winter sollte er größer als 1,50 Meter sein, im Sommer mehr als 2,50 Meter. Legen Sie gegebenenfalls zwei Silos an oder planen Sie Ballensilage ein. Ist das nicht möglich, empfehlen wir, BioCool einzusetzen, um die aerobe Haltbarkeit zu sichern.

Gut zu wissen

Je länger die Anschnittfläche des Futters der Luft ausgesetzt ist, desto mehr Keime entwickeln sich. Sie tragen zu einem erhöhten Nährstoffabbau bei. Durch einen raschen Futtervorschub verdirbt die SilageSilage ist ein konserviertes Futtermittel für Nutztiere, vor allem für Rinder. nicht so schnell.

7. Verdichten Sie ausreichend

Lagern Sie die Silage in Schichten von maximal 20 bis 30 Zentimetern. Sind die Schichten dicker, ist auch die Verdichtung schlechter. Setzen Sie unbedingt einen Siloverteiler ein. Schichtstärken von 40 Zentimetern bedeuten nur noch 30 Prozent der Walzkraft. Passen Sie außerdem das Walzgewicht an die Bergeleistung an. Für den Häcksler gilt: Bergeleistung 4 = Walzgewicht. Und für den Ladewagen: Bergeleistung 3 = Walzgewicht. Achten Sie auf einen Reifendruck von mindestens zwei bar, verzichten Sie auf Zwillingsbereifung und walzen Sie mit maximal drei bis vier Stundenkilometern. Walzen Sie nicht zu lange nach, sonst wird wieder Luft in das Silo gepresst (Luftpumpeneffekt).

8. Decken Sie die Silage luftdicht zu

Decken Sie das Silo sofort nach der Einlagerung luftdicht zu. Verwenden Sie dafür Randfolie, Unterziehfolie, Silofolie, Siloschutzgitter oder Silosäcke. Die Wahl der Materialien entscheidet maßgeblich über die Verluste unter der Folie. Setzen Sie auf höherwertige Silofolien mit besserer Gasdichte.


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Rechner: Qualitätsindex Grassilage

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Maike Fritz

Ansprechpartnerin für Konservierung und Silierung