Wenn der Darm aus dem Takt gerät

Richtiges Faserkonzept gegen Endotoxine

Wenn der Darm, insbesondere die physiologische Darmflora, nicht im Gleichgewicht ist, geht´s den Tieren wie den Menschen: Es kann zu massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Landwirte sind daher gut beraten, die Darmgesundheit ihrer Tiere immer im Blick zu behalten und auch die Fütterung darauf abzustellen. Beispielsweise, um die Auswirkungen von Endotoxinen zu verhindern.

Faserkonzept Schweine

Endotoxine (Synonym: Lipopolysaccharide) sind Bestandteile der äußeren Zellmembran gramnegativer Bakterien. Zu einer Freisetzung kommt es nur, wenn diese Bakterien absterben. Nun sind sie grundsätzlich nichts Negatives, sie gehören zur natürlichen Mikroflora verschiedener Organe, sprich: Sie sind überall im Körper des gesunden Tieres vorhanden. Erst wenn der Körper die Umgebungsfaktoren für diese Keime nicht mehr im Lot halten kann, Bakterien absterben und die Endotoxine aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen, führen sie zu einer Beeinträchtigung der Tiergesundheit.

Flyer Sauenfutterprogramm Zukunft Füttern
Flyer OlymPig Fütterungsstrategien

Der größte Anteil der Bakterien befindet sich im Darm. Hitzestress oder abrupter Futterwechsel können das Gleichgewicht der Darmflora stören. Endotoxine lösen Fieber aus, dem Tier geht es schlecht. Die Auswirkungen speziell bei Sauen sind nicht zu unterschätzen. Endotoxine hemmen zum Beispiel die Bildung von Prolaktin, dem Hormon, das für die Milchbildung wichtig ist. Gleiches gilt für die Bildung von Oxytocin, das die Uterustätigkeit (Wehen) und die Freigabe der Milch steuert. Schlimmstenfalls kann es zu einem Schock mit plötzlichen Todesfällen kommen.

Ein Großteil der Endotoxine entsteht, wenn Sauen rund um die Geburt verstopfen. Dies ist immer ein Zeichen dafür, dass der Darm nicht mehr richtig funktioniert. Dann soll ein Futterkonzept mit Faserträgern, die leicht von Darmbakterien fermentiert mechanisch auf den Darm wirken und eine wasserbindende Eigenschaft haben, verwendet werden. Dieses wurde im Futterkonzept OlymPig FaserGest und FaserLac berücksichtigt. Für die hofeigene Mischung stehen die rohfaserreichen Ergänzungsfuttermittel Fisopan FiloGest und FiloLac zur Verfügung. Kommt es doch zu einer Belastungssituation durch Endotoxine, kann Miravit VitaTox dem Futter zugesetzt werden, um die Auswirkungen abzumildern.

Infos gibt es bei Produktmanagerin Schwein Dr. Sandra Vagt, Telefon 0251 . 682-2182, sandra.vagt@agravis.de, und unter www.olympig.de.

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