Die Afrikanische SchweinepestDie Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Viruserkrankung, an der Schweine erkranken. stellt eine große Bedrohung für die weltweite Schweinehaltung dar und hat in den letzten Jahren auch in Europa und Asien zahlreiche Länder betroffen. Im Interview mit unserem Experten Christian Twehues erfahren Sie, was zu tun ist.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Kurz und knapp


  • Symptome der Afrikanischen Schweinepest: hohes Fieber, Abgeschlagenheit und Hautverfärbungen
  • Landwirtinnen und Landwirte müssen Grenzen des Betriebs sichern
  • eine strukturierte Seuchenprävention ist unerlässlich

Kühlen Kopf bewahren

Worauf sollten Schweinehalterinnen und Schweinehalter achten?

Twehues: Panik ist keinesfalls das Gebot der Stunde. Besser einen kühlen Kopf bewahren und alles Machbare tun, um die Tierseuche einzudämmen und die Bestände zu schützen. Leider gibt es einige Faktoren, auf die Landwirtinnen und Landwirte keinen Einfluss haben. Dennoch bleiben uns Möglichkeiten, die eigenen TiereIm Geschäftsbereich Tiere bietet die AGRAVIS vielfältige Services und Dienstleistungen an. zu schützen und somit die Verbreitung der Seuche einzudämmen.

Was macht die ASP so gefährlich?

Twehues: Die ASP ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die für Haus- und Wildschweine tödlich ist. Für den Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr. Die Tiere infizieren sich über Tierkontakt oder über die Aufnahme von infizierten Materialien. Vor allem Blut überträgt den Erreger effektiv. Erschwerend kommt hinzu, dass das Virus sehr lange überlebt. Eine Ansteckung über mit Blut kontaminierte Bereiche ist bis zu 70 Tage lang möglich. In konserviertem Schinken beispielsweise ist der Erreger noch nach sechs Monaten infektiös. Inaktiv wird das Virus erst bei 70 Grad Celsius nach 30 Minuten.

Wie lassen sich an ASP erkrankte Tiere erkennen?

Twehues: Das Krankheitsbild der Schweinepest ist sehr unspezifisch. Die Schweine leiden unter hohem Fieber, Abgeschlagenheit und Hautverfärbungen. Ihr Tod tritt in der Regel nach etwa einer Woche ein. ​​Trotz intensiver Forschungen an dem Virus gibt es derzeit noch keinen Impfstoff (Stand November 2023). Ist ASP erst einmal in einem Land angekommen, sind die Folgen für die heimischen Bestände einschneidend und die Handelsbeschränkungen weitreichend.

Kann ein Land nach einem ASP-Ausbruch wieder seuchenfrei werden?

Twehues: Ja. Tschechien beispielsweise ist es gelungen, die Seuche unter sehr großen Anstrengungen zurückzudrängen. Eine umfangreiche Präventions- und Aufklärungsarbeit ist hierbei sehr wichtig. Dabei sollten alle Beteiligten wie beispielsweise die Öffentlichkeit, Jägerschaft und Landwirtinnen und Landwirte einbezogen werden.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Beim Vorsorgekonzept ganzheitlich denken

Wie schützen Landwirtinnen und Landwirte ihre Betriebe?

Twehues: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Betrieb vor

Schweinepest

Außerdem rate ich dazu, den Betrieb ganzheitlich zu betrachten, denn eine Kette ist bekanntlich nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Wenn der Betrieb beispielsweise mit dem besten Zaun eingefriedet ist, der Jagdhund aber nach der Jagd durch den Stall läuft, fällt das Vorsorgekonzept wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Es erfordert also ein hohes Maß an Disziplin bei allen beteiligten Personen. Erfahrungsgemäß dauert es lange, neue Arbeitsweisen zu verinnerlichen und dann auch aufrechtzuerhalten. Regelmäßig kontrollieren, ob Maßnahmen auch eingehalten werden, hilft dabei, das betriebliche Vorsorgekonzept nachhaltig zu etablieren.

Das hört sich sehr komplex an. Wie lässt sich ein solches Vorsorgekonzept denn systematisch umsetzen?

Twehues: Für schweinehaltende Betriebe gibt es eine sehr hilfreiche Checkliste sowie weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest auf der Internetseite des

Friedrich-Loeffler-Instituts

Müssen Betriebe wirklich einen solchen Aufwand betreiben, um sich vor der ASP zu schützen?

Twehues: Ein ganz klares Ja. In der Seuchenprävention strukturiert vorgehen ist zwar aufwendig, aber unerlässlich. Zudem schützen die Maßnahmen den Betrieb nicht nur gegen die ASP, sondern auch vor anderen Pathogenen, die gefährlich werden können.

Einschleppung vermeiden

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    Checkliste Afrikanische Schweinepest

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Ihre Ansprechperson

Kontakt

Christian Twehues

Produktmanagement Desintec

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