Futtermittelspezialprodukte

Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China und die damit verbundene Zollpolitik beeinflussen auch die globalen Märkte vor allem für Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente – sie sind immer schwerer berechenbar. Ein aktueller Marktbericht von der AGRAVIS-Expertin Dr. Elke Müller-Mußmann:

Aminosäuren:

Der Markt für Aminosäuren dürfte sich auch in den nächsten Monaten im Wesentlichen stabil zeigen. Die Preise für die fermentativ hergestellten Aminosäuren Lysin und Threonin bleiben voraussichtlich konstant auf historisch niedrigem Niveau, weil der Nachfrage ein großes Angebot gegenüber steht.
Die Probleme in der Methioninproduktion eines bedeutenden europäischen Herstellers sind behoben. Das und die Kapazitätserweiterung anderer Produzenten wird zu größeren Produktionsmengen und, bei stabiler Nachfrage, zu rückläufigen Preisen führen.

Vitamine:

Die Märkte für Vitamine zeichnen ein uneinheitliches Bild. Der Preis für Vitamin E hat einen Tiefpunkt erreicht. Derzeit sind ausreichende Mengen vorhanden, entsprechend ist keine kurzfristige Preissteigerung zu erwarten. Der Preis für Vitamin A hat im Vergleich zu 2018 stark nachgelassen, liegt aber immer noch deutlich über dem Niveau von 2017. Bei einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage dürfte das aktuelle Preisniveau noch einige Zeit bestehen bleiben. Bei den B-Vitaminen wird die Dominanz der chinesischen Produzenten zunehmend größer. Darum werden sich Preisänderungen am Markt eher nicht durch den Einfluss der Verbraucher ergeben, sondern vom Verhalten der Produzenten in China bestimmt. Momentan deutet nichts auf große Änderungen hin, doch können sie sich aufgrund der Marktkonzentration schnell ergeben.

Spurenelemente:

Vor dem Hintergrund der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China haben die Metallbörsen zuletzt nachgegeben. Allerdings kann es auch hier kurzfristig wieder zu Preisanstiegen bei einzelnen Verbindungen kommen, weil China sowohl bedeutender Lieferant als auch großer Verbraucher ist.

Phosphate:

Weltweit hohe Lagerbestände von Phosphorsäure bestimmen den Markt für Phosphate. Dies ist im Wesentlichen auf einen schleppenden Absatz von Düngerphosphaten zurückzuführen, der auch einen Preisdruck auf die Futterphosphate bewirkt.

Milchprodukte:

Seit Anfang des Jahres ist der Preis für Magermilchpulver aufgrund knapper Versorgung um rund 50 Prozent angestiegen und zeigt sich aktuell stabil. Am Weltmarkt ist derzeit keine Preissenkung in Sicht. Auf EU-Ebene sind zudem keine nennenswerte Mengen Interventionsware mehr vorhanden. Darum wird die künftige Preisentwicklung wesentlich durch die angelieferten Milchmengen in den kommenden Monaten bestimmt werden.

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