Zukunft Füttern

Aktuelle Video-Impressionen zur EuroTier 2016 Aktuelle Video-Impressionen zur EuroTier 2016

Zukunft Füttern - Mit den OlymPig-, Fisopan- und VitaMiral-Konzepten

Unsere neuen Futterkonzepte unterscheiden sich in vielen Punkten von dem, was wir bisher getan haben. Damit tragen wir verantwortungsvoll und nachhaltig zur Stärkung und zum Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe und des Standortes Deutschland bei.

NährstoffExakt EnergieEffizientGesundheitsPlus ErtragReich
bedeutet…

  • exakte Versorgung
  • weniger Nährstoffanfall
  • weniger Flächenbedarf
  • weniger Gülleabgabe
bedeutet…

  • Wechsel zum NettoEnergiebewertungssystem
  • exaktere Bewertung der Rohwaren
  • Trennung nach Leistungsrichtung Mast und Sau
  • effizienter Einsatz der Futterkomponenten
bedeutet…

  • stabile Darmgesundheit
  • starkes Immunsystem
  • Stoffwechselentlastung
  • gesunde Atemwege
bedeutet…

  • weniger Futterkosten
  • weniger Gesundheitskosten
  • weniger Flächenkosten
  • weniger Güllekosten

Das neue Konzept "Zukunft Füttern"


Zukunft Füttern – Mit den Olympig-, Fisopan- und Vitamiral-Konzepten:

Mastschweine exakter versorgen

Mit Futterkonzepten die Nährstoffbilanz entlasten

Im Sommer 2015 hat die AGRAVIS Raiffeisen AG die OlymPig-Schweinemastfutter neu konzipiert. Die neuen Mastfutter entsprechen jetzt alle den Kriterien der stark N- und P-reduzierten Fütterung. Ziel ist es, die Schweine möglichst „auf den Punkt“ zu versorgen, denn Luxuskonsum führt zu unnötigen Ausscheidungen und damit zu mehr Gülleanfall. Die Nährstoffbilanz wird mit dem erarbeiteten Fütterungskonzept nachhaltig entlastet und somit ein großer Beitrag zur Zukunftssicherung der Schweinemast geleistet. Bernhard Walgern, Produktmanager Schwein Produktmanager Schwein bei der AGRAVIS, erklärt die Hintergründe und Details der neuen Futterkonzeption.

Was war Anlass für die Neukonzeption?

Die neue Düngeverordnung steht bevor und damit wird die Gülledüngung weiter eingeschränkt werden. Statt bisher 20 Kilogramm Phosphor (P2O5)-Überhang je Hektar sollen in Zukunft nur 10 Kilogramm erlaubt sein. Auch die anrechenbaren N-Verluste werden vermutlich von 30 Prozent auf 20 Prozent reduziert. Zudem ist geplant, den Stickstoff aus Biogas-Gärresten mit zu berücksichtigen. All das führt zu einem höheren Flächenbedarf. Wir möchten unser Knowhow zur Reduktion der Nährstoffausscheidungen über unsere Futterkonzepte an die Schweinehalter weitergeben.

Welche Veränderungen gibt es bei den Futtern?

Für eine exakte Versorgung ohne Luxuskonsum sind die Futter auf Basis verdaulicher Nährstoffe konzipiert. Wir kombinieren zum einen „Idealprotein“ mit der Energiebewertung nach Nettoenergie. Zum anderen berechnen wir die Futter auf Basis verdaulichen Phosphors. Der Stoffwechsel der Tiere wird entlastet und die N- und P-Ausscheidungen werden weiter reduziert. Alle Neuerungen haben keinen Einfluss auf die Leistung der Tiere – im Gegenteil. Sie gehen mit einer höheren Tiergesundheit einher. Und gesunde Tiere sind leistungsfähige Tiere.

Was verstehen Sie unter Idealprotein?

Um die Mast- und Schlachtleistungen sicherzustellen, werden jetzt 9 praecaecal verdauliche (pcv) Aminosäuren berücksichtigt. Dadurch sind auch bei geringerem Rohproteingehalt im Futter alle Aminosäuren ausreichend als Baustein für die Fleischbildung enthalten. Außerdem führt die Reduktion von Rohprotein im Futter zu einem geringeren Wärmeverlust im Stoffwechsel. Dem Tier steht damit mehr Energie für den Zuwachs zur Verfügung. Damit dieses Plus an Energie nicht als Fett angesetzt wird, bewerten wir die Futter jetzt auf Basis der Nettoenergie.

Was ist der Unterschied zwischen umsetzbarer Energie (ME) und Nettoenergie (NE)?

Beim Nettoenergie-System wird gegenüber der bisherigen Bewertung nach umsetzbarer Energie der Wärmeverlust im Stoffwechsel zusätzlich zum Energieverlust aus Kot, Harn und Methan berücksichtigt. Je geringer der Rohproteingehalt im Futter ist, desto geringer ist auch der Wärmeverlust. Das Nettoenergie-System ermöglicht insbesondere bei stark rohproteinreduzierten Futtern eine exaktere Energieversorgung der Schweine.

Wodurch ist eine weitere Reduktion der Phosphorgehalte möglich?

Der Phosphorbedarf beim Schwein ist auf Basis des verdaulichen Phosphors festgelegt. Eine höhere Zugabe des Enzyms Phytase verbessert die Verdaulichkeit des in den pflanzlichen Rohstoffen enthaltenen Phosphors. Damit besteht die Möglichkeit, bei gleich bleibendem Gehalt an verdaulichem Phosphor den Anteil Gesamtphosphor im Futter zu senken.

Auf einen Blick: Die Vorteile des neuen Konzepts

Je 1 Prozent eingespartem Rohprotein:

  • circa 10 Prozent geringere N-Ausscheidung
  • circa 3 Prozent geringere Wasseraufnahme
  • circa 5 Prozent weniger Gülle

Je 0,05 Prozent geringerem Phosphorgehalt:

  • circa 17 Prozent geringere P-Ausscheidung