Vielfältige Vorteile clever nutzen

Nährstoffreduzierte Fütterungskonzepte in der Schweinemast

Die AGRAVIS Raiffeisen AG auf der EuroTier 2016: Nährstoffreduzierte Fütterungskonzepte - Vorteile clever nutzen


Stark stickstoff- und phosphorreduzierte Fütterungskonzepte senken die Nährstoffausscheidungen und den Flächenbedarf in der Schweinemast spürbar. Außerdem entlasten sie den Stoffwechsel der Tiere und verbessern die wirtschaftliche Schweineproduktion. Eine Optimierung der Produktionskosten und des Nährstoffanfalls auf der einen Seite erfordert eine bedarfsgerechte und ausgewogene Aminosäuren- und Phosphorversorgung von Mastschweinen auf der anderen Seite.

Wichtige Bausteine des Futterproteins

„Aminosäuren sind Bausteine des Futterproteins und lassen sich in zwei Gruppen untergliedern: in nicht-essenzielle und essenzielle Aminosäuren“, erklärt Dr. Peter Rösmann, Produktmanager Schwein Schwein bei der AGRAVIS Raiffeisen AG. Die Erst- genannten können vom tierischen Organismus selbst gebildet werden. Zu ihnen zählen unter anderem Alanin oder Glycin. „Essenzielle Aminosäuren hingegen müssen über das Futter aufgenommen werden“, so der Experte. Zu dieser Gruppe zählen etwa Lysin, Methionin, Threonin oder Tryptophan. Die Rezepturgestaltung hat in der Schweinefütterung unter anderem das Ziel, das Schwein möglichst mit dem idealen Protein zu versorgen. „Wir verstehen darunter die optimale Aminosäuren-Zusammensetzung im Futter für eine bestimmte Leistungsrichtung“, sagt Rösmann.

Wie ein Puzzle

Einem Puzzle gleichend müssen dem Schwein zum Aufbau von Körperprotein die dafür benötigten Puzzleteile, also Aminosäuren, zur Verfügung stehen. Liegt ein Mangel an einer bestimmten, der sogenannten limitierenden Aminosäure vor, kann kein weiteres Körperprotein auf-gebaut werden. Die überzähligen, unverbauten Aminosäuren-Bausteine werden dann vom Tier energieaufwendig verstoffwechselt und in Form von Stickstoff ausgeschieden. Durch die bedarfsgerechte Versorgung des Schweins mit Aminosäuren ergeben sich viele Vorteile:

  • bis zu 30 Prozent weniger Stickstoffaustrag aus der Schweinehaltung in die Umwelt
  • weniger Ammoniakfreisetzung
  • bis zu 10 Prozent Futterkostenersparnis bei geringerem Futteraufwand durch Einsparung an Eiweißfuttern
  • bis zu 10 Prozent weniger Güllemenge, Güllelagerraum, Gülletransport
  • Entlastung des Stoffwechsels, da überschüssiges Protein nicht verdaut werden muss

Einzelfuttermittel genau analysieren

Die in hofeigenen Futtermischungen eingesetzten Einzelfuttermittel wie CCM, Wintergerste oder Winterweizen können in ihren Aminosäuregehalten teils erheblichen Schwankungen unterliegen. „Deshalb sollten die eingesetzten Einzelfuttermittel vor ihrem Einsatz zwingend im Labor hinsichtlich ihrer tatsächlichen Nährstoffgehalte analysiert werden. Diese Aspekte finden bei der rohproteinreduzierten Futterberechnung durch die AGRAVIS stets Berücksichtigung“, betont Dr. Peter Rösmann.

Betriebsindividuelle Nährstoffvergleiche

Die in Deutschland gültige Düngeverordnung schreibt jährliche, betriebsindividuelle Nährstoffvergleiche vor. Das Ergebnis – gerade in flächenknappe Veredlungsregionen – ist oftmals, dass bei konventionellen Fütterungskonzepten bei den Nährstoffen Stickstoff und Phosphor ein positiver Nährstoffsaldo vorliegt. Zum Ausgleich müssen die Landwirte entweder Gülle exportieren, separieren, zusätzliches Ackerland pachten oder die Tierzahl reduzieren. Eine Alternative zu diesen mitunter sehr kostspieligen Möglichkeiten bietet die Umstellung auf eine mehrphasige, stark N- und P-reduzierte Schweinemast.

N- und P-reduzierte Schweinemast als Alternative

Diese Konzepte basieren auf den neuen Mineralfuttersorten Vita-Miral Amino Expert und VitaMiral Amino Balance NP. „Die hofeigenen Mischungen werden unter dem Aspekt der verdauli-chen Aminosäuren und des verdaulichen Phosphors berechnet und ermöglichen so im Vergleich zur Rationsberechnung auf Basis der Brutto-Nährstoffgehalte eine gezielte Reduzierung der Rohprotein- und Phosphorgehalte im Futter“, erläuert der AGRAVIS-Produktmanager. Das Ergebnis: eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Schweinemast mit guten Schlachtergebnissen bei gleichzeitig verringertem Nährstoffanfall. Die spezielle Kombination von Makro- und Mikronährstoffen sowie Wirkstoffen in den Mineralfuttern von VitaMiral runden diese Futterkonzeptionen ab. Neben speziellen Mineralfuttersorten bietet die AGRAVIS auch entsprechende Olympig Alleinfuttermittel sowie Fisopan Ergänzungsfuttermittel an, die eine stark N- und P-reduzierte Schweinemast ermöglichen.

Fragen zu diesem Thema beantworten die Produktionsberater oder Dr. Peter Rösmann, Produktmanagement Schwein, Tel. 0251 . 682-2262, peter.roesmann@agravis.de

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AGRAVIS Raiffeisen AG auf der Eurotier 2016

Außendienstlerin Futtermittelspezialprodukte


Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futterwirtschaft


Außendienstmitarbeiter Geflügel