Zugelassene Düngetechnik

Änderungen aufgrund der Düngeverordnung

Wie dürfen Landwirte nach der Düngeverordnung Gülle auf den Feldern ausbringen? Welche Technik dürfen sie noch nutzen, wie können sie den Dünger einarbeiten, und was ist verboten?

+++UPDATE++++
Am 27. März 2020 hat der Bundesrat die neue Düngeverordnung gebilligt – verbunden mit harscher Kritik wegen fachlicher Mängel. Die Auflagen für die sogenannten Roten Gebiete werden nun allerdings erst zum 1. Januar 2021 in Kraft treten.
Weitere Infos auf den Seiten der Bundesregierung und auf agrarheute.com.

Die Mitarbeiter der AGRAVIS Technik-Niederlassungen beraten und unterstützen Landwirte bei der Neuaufstellung ihrer Düngetechnik. Denn viele früher genutzte Methoden sind nicht mehr erlaubt.

Neuregelung der Düngung nach der neuen Düngeverordnung

Landwirte müssen ab 1. Februar 2020 flüssige organische sowie flüssige organische-mineralische Dünger auf bestelltem Acker streifenförmig auf den Boden ablegen. Alternativ können sie den Dünger direkt in den Boden injizieren. Für Grünland und Feldgras gelten diese Regelungen ab dem 1. Februar 2025. Landwirte dürfen Schwenkverteiler und Prallteller ab 2020 nicht mehr auf bestelltem Acker einsetzen. Das Gleiche gilt ab 2025 für Feldfutterbau und Grünland.

Ab Februar 2020 sind Landwirte dazu verpflichtet, den Dünger im bestellten Ackerland mit Schleppschlauch, Schleppschuh oder Injektoren auszubringen. Auf Antrag sind Ausnahmen bei naturräumlichen oder agrarstrukturellen Besonderheiten oder aus Sicherheitsgründen möglich.

Neuregelungen bei der Einarbeitung

Bei der Einarbeitung des Düngers gibt es neue Regelungen. Landwirte müssen organische und organisch-mineralische Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff mindestens vier Stunden nach der Aufbringung auf unbestelltem Ackerland einarbeiten. Ausnahmen sind Festmist (Huf- und Klauentiere), Kompost, Düngemittel mit einer Trockenmasse von weniger als zwei Prozent sowie Harnstoff mit Ureasehemmern.

Expertentipp

Harnstoff muss ab dem 1. Februar 2020 mit Ureasehemmstoff versetzt sein oder ebenfalls innerhalb von vier Stunden eingearbeitet sein.

Verbotene Ausbringtechnik beim Düngen

  • Festmiststreuer ohne gesteuerte Mistzufuhr zum Verteiler
  • Gülle-/Jauchewagen mit freiem Auslauf auf den Verteiler
  • Zentraler nach oben abstrahlender Prallverteiler
  • Güllewagen mit senkrecht angeordneter Schleuderscheibe
  • Drehstrahlregner zur Verregnung von Gülle

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