Zwischenfrüchte haben einen wichtigen Nutzen im Ackerbau: Sie verbessern die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig und sorgen für eine ausgeglichene Humusbilanz des Standortes. Wir zeigen Ihnen weitere Vorteile für Ihre Fruchtfolgen.Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar



Neun gute Gründe für Zwischenfrüchte


  1. Zwischenfrüchte fördern die Humusbildung: Zwischenfrüchte steigern den Humusgehalt des Bodens. Sie fördern außerdem die biologische Aktivität und Bodenfruchtbarkeit. Unser Tipp: Je länger die Vegetation der Zwischenfrüchte andauert, desto stärker ist die
    Humusbildung
    .
  2. Dichte Wurzeln helfen gegen Erosion: Ist der Boden ununterbrochen von Zwischenfrüchten bedeckt, schützen Sie ihn vor Wind- und Wassererosion.
  3. Zwischenfrüchte verbessern den Boden: Zwischenfrüchte wurzeln in kürzerer Zeit tiefer und weiträumiger als die meisten Hauptfrüchte. So lockern sich Bodenverdichtungen auf und Nährstoffe aus tieferen Schichten werden erschlossen. Auch die Wasserkapazität und Bodengare verbessern sich.
  4. Nährstoffe konservieren: Organische Substanzen von Zwischenfrüchten konservieren Nährstoffe, die nach der ErnteDie Ernte beschreibt alle Arbeiten zum Einbringen landwirtschaftlicher Gewächse und Früchte. im Boden verbleiben. Im Frühjahr setzen sie sich für die Folgekultur nach dem Absterben der Zwischenfrucht wieder frei.
  5. Zwischenfrüchte speichern Stickstoff: Zwischenfrüchte nehmen Nitrat aus dem Boden auf und verringern so, dass es ausgewaschen wird. Der gespeicherte Stickstoff steht dann im Frühjahr der Folgekultur zur Verfügung.
  6. Unkraut unterdrücken mithilfe von Zwischenfrüchten: Schließt sich die Vegetationsdecke durch Zwischenfrüchte schnell, können Ausfallgetreide sowie Unkraut- und Ungrassamen schlechter wachsen.
  7. Biologische Schädlinge bekämpfen: Gelbsenf- und Ölrettichsorten sind nematodenresistent. Nutzen Sie diese Zwischenfrüchte, um biologische Schädlinge zu bekämpfen.
  8. Biomasse nutzen: Für viehhaltende Betriebe und Biogasanlagenbetreiber bietet es sich bei winterharten Zwischenfrüchten (insbesondere Gräsern) an, den Aufwuchs im Frühjahr zusätzlich zu nutzen.
  9. Mulch säen: Abfrierende Zwischenfrüchte bilden eine gute Mulchschicht zur AussaatDas Ausbringen des Saatgutes in den Boden der Felder geschieht mit speziellen Sämaschinen. der Hauptfrüchte.

Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar

Über den Anbau von Zwischenfrüchten informierten die AGRAVIS-Experten der Pflanzenbau-Vertriebsberatung Felix Böddeling, Dr. Thomas Steinmann und Matthias Möllenhoff im Rahmen eines

Webinars

Das sollten Sie bei der Auswahl der richtigen Mischung beachten

Arten, die Sie als Hauptfrucht anbauen, gilt es in Zwischenfruchtmischungen zu vermeiden.

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Felix Böddeling

Ansprechpartner Zwischenfrüchte