Sortenversuche und Anbaustrategien

AGRAVIS-Feldtag in Münster St. Mauritz mit 100 Landwirten

Sortenprüfung, Düngung, Pflanzenschutz: Einmal mehr war das Versuchsgut in Münster St. Mauritz Schauplatz des Feldtages der AGRAVIS Raiffeisen AG – vormittags für die genossenschaftlichen Kunden, nachmittags für die Landwirte.

Ralf-Georg Keunecke von der AGRAVIS-Pflanzenbau-Vertriebsberatung begrüßte die Kunden beim Feldtag am Versuchsgut St. Mauritz und stellte den Schwerpunkt vor: „Im Mittelpunkt des heutigen Feldabends steht der Leistungsvergleich von neuen und bewährten Getreidesorten.“ Im Anschluss nahmen die Pflanzenbauberater der AGRAVIS die Landwirte mit auf einen Rundgang durch die verschiedenen Versuche in Winterweizen, -gerste, -roggen und -triticale und zeigten die Möglichkeiten bei der Bestandesführung auf. Dabei gingen die Experten unter anderem auf die Wechselwirkung zwischen Fruchtfolge, Sortenwahl und Pflanzenschutz ein.

Anbauempfehlungen

Außerdem erhielten die Landwirte praxisrelevante Anbauempfehlungen und bekamen einen Überblick über die verschiedenen Schwerpunktprogramme. „Zu den diesjährigen Schwerpunktsorten im Winterweizen zählen die Sorten Kamerad und Informer“, erläutert AGRAVIS-Pflanzenbauberater Thomas Husemann und ergänzt: „Kamerad ist eine kurze standfeste Sorte mit insgesamt bestmöglicher Ährenfusariumresistenz und überdurchschnittlicher Blattgesundheit. Die Sorte Informer hingegen ist eher lang bei einer guten Standfestigkeit und ein richtiger Ertragstyp in Kombination mit einer bahnbrechenden Blattgesundheit.“

AGRAVIS Feldtag Versuchsgut St. Mauritz

AGRAVIS-Pflanzenbauberater Eiko Tjaden führte unter anderem durch die Sortenprüfung in Wintergerste. Dort stellte er den Landwirten auch die Eigenschaften neuer und bewährter Sorten vor. Eine Empfehlung sprach er für die Schwerpunktsorte Mirabelle aus, die neu im Programm ist: „Dabei handelt es sich um einen Einzelährentyp mit außergewöhnlicher Strohstabilität und Standfestigkeit sowie einer hervorragenden Kornqualität und keinerlei Schwächen im Resistenzprofil.“ Mit einer besonderen Eigenschaft ist die mehrzeilige Gerste Paradies ausgestattet. „Diese Sorte besitzt eine Resistenz gegenüber dem Gelbverzwergungsvirus. Das gab es bisher noch nicht“, hebt Tjaden hervor.

Effektive Maßnahmen gegen Maiszünsler

An einer weiteren Station konnten sich die Landwirte über die Bekämpfungsmöglichkeiten des Maiszünslers informieren. AGRAVIS-Experte Reinhold Wintergalen stellte neben der chemischen Methode auch die biologische Bekämpfung des Schädlings vor: „Das Ausbringen von Schlupfwespen, sogenannten Trichogramma, erfolgt in Form von 100 Kugeln pro Hektar, aus denen jeweils rund 2200 Tiere schlüpfen. Mit einem Wirkungsgrad um 60 Prozent ist dieses Verfahren durchaus eine Alternative zum chemischen Pflanzenschutz.“ Die Platzierung der Kugeln demonstrierte Pilot Andreas Willenbrink mit seiner Drohne auf dem angrenzenden Maisfeld. „Für die Ermittlung des richtigen Bekämpfungszeitpunktes ist das Monitoring mit Hilfe von Pheromonfallen besonders wichtig. Als vorbeugende Maßnahme nimmt außerdem das Mulchen der Maisstoppeln eine zentrale Rolle ein“, betont Wintergalen abschließend.

AGRAVIS Honigbrache

Im Rahmen der Zwischenfrucht-Demo konnten sich die Besucher des Versuchsgeländes einen Eindruck von der AGRAVIS Honigbrache EU verschaffen. Die einjährige Blühmischung bietet einen hohen Nutzen für alle nektarsammelnden Insekten, insbesondere für Bienen, und besteht aus verschiedenen Arten wie zum Beispiel Alexandrinerklee, Buchweizen und Phacelia. Bei einer Aussaat im Mai beginnt der Blühzeitraum im Juni und reicht bis in den August.

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