Der Mais wächst ohne Trockenstress

Optimale Aussaatplanung

Landwirt Bernd Ohrdes kann mit NetFarming seine Flächen optimal aussäen - dank der Unterstützung der Experten von NetFarming.

Mais Aussaatplanung NetFarming
Henrik Volker von der AGRAVIS Digital GmbH (re.) erstellt gemeinsam mit Landwirt Bernd Ohrdes einfach und schnell die Aussaatplanung für das kommende Frühjahr.

Henrik Volker öffnet am Tablet die Managementzonenkarte mit der Fläche Landwehrs Horst. „Sorte?“ „Hier soll ein Sortenmix hin, ich möchte ja auch meine Reste verwerten“, sagt Landwirt Bernd Ohrdes. Volker trägt eine Standardmatrix ein. „Wasserversorgung?“ „Mittel.“ „Bodenpunkte?“ „Schlecht. 30.“ „Aussaat?“ „Silomais“. Klick. Nach zehn Sekunden hat Volker von der AGRAVIS Digital GmbH die Maisaussaatplanung 2020 für den Schlag Landwehrs Horst in Sulingen-Bockhorn/Niedersachsen im NetFarming-Portal abgespeichert.

Henrik Volker arbeitet in Zentral- und Ostniedersachsen mit 19 Genossenschaften zusammen, über die die Module und Produkte der Marke NetFarming vertrieben werden. Bernd Ohrdes ist Mitglied bei der Unternehmensberatung für Rindvieh- und Schweinehalter Hunte-Weser e.V.. Zusammen mit dem Beratungsverein organisiert er den Maisfeldtag für die Region Sulingen auf seinen Flächen. Er suchte etwas Neues, um seinen heterogenen Boden noch besser bewirtschaften zu können: „Mit Sorten kann man viel machen, aber ich wollte noch mehr ausprobieren.“ Über die Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Groß Lessen-Diepholz kam Ohrdes in Kontakt zur Pflanzenbau-Vertriebsberatung der AGRAVIS und zu den Smart Farming-Spezialisten.

Die genaue Planung der Aussaatstärke spielt bei der Maisaussaat eine große Rolle, sie ist zugleich eine der wenigen Stellschrauben beim Ertrag, die der Landwirt direkt beeinflussen kann. Die Maisaussaatplanung passt die Bestandesdichte an die Besonderheiten der Schläge an. So wird gewährleistet, dass der Mais optimal mit Nährstoffen und Wasser versorgt wird. Ertragssteigerungen von rund zehn Prozent sind auf diese Art möglich. Grundlage für die Aussaatplanung ist die Managementzonenkarte, die auf der Auswertung von langjährigen Satellitenbildern basiert.

Weniger Trockenstress dank teilflächenspezifischer Maisaussaat

„2019 haben wir einen Schlag mit teilflächenspezifischer Maisaussaat bewirtschaftet. Wir haben durchschnittlich 7,5 Körner gedrillt, das variierte von 6 bis 9 Körnern in den Zonen. Das hat so gut geklappt, dass ich das jetzt auf alle Flächen ausdehnen möchte“, erklärt der Landwirt. Die Aussage „gut geklappt“ bedeutet in diesem Fall: Dort, wo im Frühjahr 2019 nach teilflächenspezifischer Maisaussaat ausgedrillt wurde, reduzierte sich der Trockenstress der Pflanzen deutlich. „Dabei hatten wir hier zwischen April und Juli ein Niederschlagsdefizit von 40 Prozent“, betont Henrik Volker. Die Kolbenausbildung auf der Fläche von Ohrdes war deutlich größer als auf Nachbarflächen. Acht Flächen mit insgesamt 70 Hektar sind nun im NetFarming-Portal der AGRAVIS Digital GmbH verzeichnet. Gedrillt wird durch einen Lohnunternehmer. Er wird am Ende die in der Aussaatplanung verzeichneten Daten direkt auf sein Terminal spielen und danach arbeiten.

Infos zum Betrieb Ohrdes

  • Milchviehbetrieb mit Ackerbau
  • 165 Milchkühe
  • 136 Hektar Gesamt-Ackerbaufläche: 45 Hektar Silomais, 40 Hektar Grünland, Rest Getreide
  • Bodenpunkte: 20 bis 30
  • 2 Mitarbeiter (1 Angesteller, 1 Lehrling)

Bei der Berechnung der Saatstärke spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zunächst wird die Sorte bestimmt. „Wir wissen dank unserer mehrjährigen Sortenversuche genau, welche Maissorte wie reagiert, wo die Höchst- und Mindestaussaatstärken liegen, und können den Landwirt daher fundiert beraten“, erklärt Volker. Auch die Wasserversorgung, den Bodentyp und ob es sich um Körner-, Biogas- oder Silomais handelt, trägt er ins System ein. „Innerhalb von zehn Sekunden haben wir dann eine Empfehlung über die Umverteilung der Saatstärke. Die Aussaatkarte ist fertig und steht in den herstellerübergreifenden Formaten ISOXML und Shape zum Download bereit“, erläutert Volker. Die Übertragung erfolgt per USB-Stick oder auch direkt über das NetFarming-Portal an das Schlepper-Terminal.
Ohrdes‘ Flächen befinden sich im „roten Gebiet“, das heißt: Er muss Dünger einsparen. „Auch Dünger kann man gut teilflächenspezifisch ausbringen“, erklärt Volker weitere Nutzungsmöglichkeiten der Managementzonenkarte. Eine Option, die der Landwirt überdenken will.

Weitere Informationen gibt es bei Henrik Volker, Ansprechpartner NetFarming, Telefon 0174 . 1511922, henrik.volker@agravis.de, oder unter www.netfarming.de.

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