Silierung im Frühjahr

Wie Sie die Silierung des ersten Grasschnittes erfolgreich gestalten

So früh wie in diesem Jahr erfolgt der erste Grasschnitt selten. Bei der Silierung gibt es deshalb einiges zu beachten.

Es sind nur noch wenige Tage bis zum ersten Schnitt. Bleibt das Wetter so wie prognostiziert, startet die Ernte vom Ackergras in den nächsten Tagen deutlich früher als üblich. Dementsprechend ist auch von einer früheren Ernte auf dem Grünland auszugehen. Bereiten Sie sich jetzt zeitnah darauf vor, auch wenn es laut Kalender noch nicht soweit ist.

Der erste Schnitt bildet nach wie vor die Basis für eine wiederkäuergerechte Fütterung. Planen Sie die Ernte und die Siloanlage, auch in Hinblick potenzieller Optimierungsmöglichkeiten. Dazu gehört auch die Planung des gezielten Siliermitteleinsatzes. Nach wie vor empfehlen wir, die möglichen Wirkungsrichtungen bei den biologischen Siliermitteln lösungsorientiert einzusetzen.

Viele Grassilagen werden zu trocken einsiliert und haben Probleme mit der aeroben Haltbarkeit. Auch ist in vielen Silagen der Vorschub nicht ausreichend, Silolagerplatz ist nur begrenzt verfügbar. Deshalb ist unsere Empfehlung, konsequent BioCool zur Sicherung der aeroben Haltbarkeit und zur Vermeidung von Schimmelwachstum einzusetzen. Ist der Trockensubstanzgehalt jedoch im geforderten Bereich von 30 bis 35 % TS und passt der Vorschub, dann sollte Siloferm der Vorzug gegeben werden.

Entscheidungshilfe Siliermittel

Richtige Strategie bei Futterknappheit

Ist Grundfutter knapp, muss betriebsindividuell entschieden werden, wie diese Lücke zu schließen ist. Folgende Vorgehensweise sind denkbar:

  • Verfütterung von frischen Futter und/ oder Beweidung ausgewählter Flächen
  • Silierung

Fällt die Entscheidung auf die Silierung, so sind alle Anforderungen an das Silagemanagement einzuhalten. Dazu gehört, dass die Silage auf keinen Fall zu früh zu öffnen ist. Nur weil früher Futter gebraucht wird, arbeiten die Milchsäurebakterien nicht schneller. Wer zu früh öffnet, riskiert Fehlgärung und Nacherwärmung. Allgemein gilt für jede Silage eine Mindestlagerungszeit von 4 bis 6 Wochen. Ist das nicht machbar, kann auch eine kleinere Miete zur Überbrückung angelegt werden. Mit Hilfe der biologischen Siliermittel Siloferm bzw. Proferm besteht weiterhin die Möglichkeit, das Zeitfenster um ca. eine Woche zu verkürzen. Die enthaltenen homofermentativen Milchsäurebakterien unterstützen den Gärprozess und beschleunigen diesen. Werden heterofermentative Milchsäurebakterien als Siliermittel eingesetzt, verändert sich die Mindestlagerungszeit nicht. Eine weitere Möglichkeit wäre es, die Silage als Ballen einzulagern. Jeder Ballen stellt dann ein einzelnes Silo dar. Wird ein Ballen geöffnet, gilt hier zwar auch, dass die Milchsäuregärung gestört wird, aber das betrifft nur diesen einzelnen Ballen, der sofort verfüttert wird. In den anderen Ballen kann die Silierung ungehindert und ungestört weiter ablaufen.

Ballenwickelgerät

Mantelfolien für Rundballen

In den vergangenen Jahren setzen immer mehr Landwirte auf den Einsatz einer sogenannten Mantelfolie bei der Rundballensilierung. Die Vorteile dieser Folie gegenüber dem klassischen Rundballennetz liegen auf der Hand. Wird eine Mantelfolie verwendet, ist Ihr Nutzen vergleichbar mit der Unterziehfolie. Diese weitere Folienlage schützt den Ballen zusätzlich vor mechanischen Beschädigungen bei Lagerung und Transport und garantiert gleichzeitig einen noch besseren Luftabschluss. Aufgrund ihrer Flexibilität saugt sie sich leicht an der Ballenoberfläche an. Außerdem gewährleistet sie eine bessere Formstabilität. Das sind einige Vorteile, die für ihren Einsatz sprechen.

Weitere Informationen zu Mantelfolien

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