Grünland düngen

Worauf Sie achten sollten

Um qualitativ hochwertiges Grundfutter ernten können, muss das Grünland angemessen mit den Grundnährstoffen Phosphor, Kalium, Schwefel und Kalk versorgt sein. Die AGRAVIS-Experten sagen Ihnen, worauf es dabei ankommt.

Grundnährstoffe Grünland

Die mineralische Düngung des Grünlandes sollten Sie am Nährstoffentzug (siehe Tabelle), der Nährstoffrücklieferung aus organischen Düngern und der Nährstoffverfügbarkeit des Bodens ausrichten. Bei unterversorgten Flächen (Gehaltsstufen A und B) empfehlen wir eine über den Entzug hinausgehende Düngergabe.

Düngeempfehlungen

Kali: Eine mineralische Kalidüngung ist erforderlich, da der Bedarf nicht allein durch organische Düngung gedeckt wird. Einzelgaben sollten eine Menge von 100 bis 150 kg/ha K2O nicht überschreiten, um bei hohem Kaliangebot einen Luxuskonsum zu vermeiden und somit die Aufnahme von Magnesium und Natrium nicht zu behindern (Antagonismus). Besonders geeignet ist aufgrund des richtig eingestellten K-/Na-Verhältnisses zum Beispiel Magnesia-Kainit, hingegen bietet Korn-Kali ein optimal eingestelltes K-/MgO-Verhältnis.

Kalk: Ernteabfuhr und Auswaschung führen im Mittel zu einem Kalkverlust von 350 kg/ha und Jahr. Eine regelmäßige Kalkung ist daher zwingend erforderlich. Ein falsch eingestellter pH-Wert hat Auswirkungen auf die Nährstoffverfügbarkeit im Boden und zahlreiche weitere Faktoren.

Schwefel: Schwefel fördert die N-Ausnutzung und beeinflusst den Rohproteingehalt; der Bedarf bei Schnittnutzung beträgt bis zu 45 kg pro Hektar und Jahr. Bei hohem Schnittanteil: Zu jedem Schnitt eine Schwefelgabe von 10 bis 20 kg/ha bei höheren Gaben im Frühjahr (zum Beispiel über ASS oder YaraBela Sulfan).

Stickstoff: Für die Bemessung der Gesamt-Stickstoffmenge müssen die Vorgaben für eine Düngebedarfsermittlung nach Düngeverordnung eingehalten werden (siehe Rechenbeispiel); die jeweiligen Werte können Sie der Düngeverordnung entnehmen. Auf anmoorigen Standorten und Niedermooren ist SSA einsetzbar (Kalkzehrung beachten). Harnstoff sollte, wenn nötig, nur zum 1. Aufwuchs eingesetzt werden (Kalkzehrung beachten). AHL ist eher ungeeignet aufgrund von Verätzungsgefahr und negativem Einfluss auf den Wiederaustrieb. Keine Anwendung bei Temperaturen über 20 Grad Celsius.

Wirtschaftsdünger: Nach DüVO max. 170 kg/ha N zulässig. Wirtschaftsdünger enthalten viele der notwendigen Spurennährstoffe. Ein Großteil ist jedoch organisch gebunden, was eine bedarfsgerechte Düngung erschwert. Bei Lagerung und Ausbringung von Gülle sind die möglichen Ammoniakverluste zu beachten. Eine homogene und dünnflüssige Gülle verringert Stickstoffverluste.

Grünland-Düngung

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