Getreide-Düngung

Mit der optimalen Nährstoffversorgung das Wachstum fördern

Mit der Düngung ihrer Getreidebestände erzielen Sie im Boden den optimalen Nährstoffgehalt, den die Pflanze benötigt. Mit einer regelmäßigen Bodenanalyse und der Düngebedarfsermittlung planen Sie dann die entsprechende Düngestrategie.

Unsere Pflanzenbau-Vertriebsberatung entwickeln regelmäßig Empfehlungen für die Getreide-Düngung. Eine Übersicht der einzelnen Düngemittel sowie eine Entscheidungshilfe zur Wahl der richtigen N-Düngeform erhalten Sie in unserem jeweiligen Schwerpunktprogramm für Frühjahr und Herbst. Hier finden Sie auch weitere Informationen zu unseren Düngeempfehlungen für Getreide.
Schwerpunktprogramm/Pflanzenbauempfehlung Frühjahr und Herbst

Pflanzenbau-Infoservice

Mit unserem Pflanzenbau-Infoservice versorgen wir Sie regelmäßig mit aktuellen Empfehlungen zur Getreide-Düngung. Je nach Region und nach aktueller Gegebenheit auf dem Acker. Einfach anmelden und immer per Mail informiert sein.

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Die Bodenfruchtbarkeit mit Kalk sichern

Die regelmäßige Kalkung der Betriebsflächen sollte vor dem Hintergrund des Erhalts der Bodenfruchtbarkeit einen hohen Stellenwert einnehmen. Eine ausreichende Versorgung mit Calcium hat einen positiven Effekt auf die Bodenstruktur. Durch eine Brückenbildung zwischen feinen Bodenbestandteilen (Ton, Schluff) und Humus verbessert freies Calcium die Tragfähigkeit der Böden. Die Krümelstruktur wird positiv beeinflusst, was u. a. Auswirkungen auf die Infiltration von Wasser, die Erwärmbarkeit und die Wasserhaltefähigkeit des Bodens hat.

Warum also kalken so wichtig ist, lesen sie hier.

Mineralische Düngung

Die Versorgung mit mineralischen Dünger sollte entsprechend der Entwicklung (Gerste > Roggen > Triticale > Weizen) beginnen. Je nach Saattermin kann sich die Reihenfolge aber auch ändern. Als Startgabe zu Vegetationsbeginn sollte je nach Entwicklung eine Gabe zwischen 30 und 100 kg N/ha gegeben werden. Zur Unterstützung der Bestockung müssen min. 25 kg/ha als Nitrat gegeben werden. Die N-Menge für die Schossphase ergibt sich aus dem Düngebedarf minus Startgabe minus Abschlussgabe. Futtergetreide auf organisch geführten Standorten kann in der Schossphase fertig gedüngt werden. Bei der Quailtätsgetreideproduktion muss für eine Abschlussgabe zum Fahnenblatt 40 bis 80 kg N/ha eingeplant werden (die höhere Menge für schlecht nachliefernde Standorte). Sehr gut geeignet sind Volldünger bzw. NPK-Dünger. Sie bieten einen "Versicherungscharakter" durch die rund-um-Ernährung.
Die Schwefelversorgung lässt sich durch N+S - Dünger sicherstellen. Alternativ können Kornkali oder Kieserit ergänzen.


Blattdüngung

Die Blattdüngung ist mehr und mehr zu einem festen Bestandteil der Pflanzenernährung geworden. Sie bietet zum einen die Möglichkeit in Trockenphasen, wenn die Nährstoffaufnahme über die Wurzel blockiert ist, die Pflanze weiterhin zu ernähren und Stressphasen länger zu überdauern. Zum anderen bietet die gezielte Düngung von Mikronährstoffen die Perspektive, weitere Ertragspotenziale zu sichern.

Standorte mit hohen Humusgehalten oder Flächen mit höheren pH-Werten neigen zur Festlegung von Spurennährstoffen. Trockene Böden sorgen ebenfalls für eine Verschlechterung der Mikronährstoffverfügbarkeit. Besonders Gerste zeigt schnell Mangelerscheinungen und reagiert auf allen Standorten sehr dankbar auf eine Blattdüngung. Andere Getreidearten zeigen nicht so schnell offensichtliche Symptome, leiden bei "Versorgungsengpässen" aber in gleichem Maße. Mit einer Blattanalyse kann regelmäßig ein Mangel an Nährstoffen festgestellt werden.

Optimaler Applikationstermin Wichtige Nährstoffe Produktbeispiele
(Aufwandmenge l/kg pro ha)
Im Herbst zur Vitalisierung und „Einwinterung“ Cu, Mn, Zn PHYTAVIS Getreide Gold (1,5-2,0)
Zu Vegetationsbeginn bei Mangel oder Stress durch Kälte und Nässe P2O5
Cu, Mn, Zn
Kälte, Staunässe: YaraVita Kombiphos (3-5)
Mn-Mangel: PHYTAVIS Getreide Gold (1,5-2,0)
Schossbeginn bis Erscheinen des letzten Blattes B, Cu, Zn, Mn PHYTAVIS Getreide Gold (1-2)
Letztes Blatt bis Blüte N
MgO, S
Stickstoff übers Blatt: PHYTAVIS N-Power (10-30)
N-Effizienz: Epso CombiTop (5-10)

PHYTAVIS Blattdünger

Die Blattdünger der Marke PHYTAVIS versorgen Ihre Pflanzen optimal mit den erforderlichen Mikronährstoffen. Somit sichern diese ein optimales Wachstum und zur Ernte einen stabilen Ertrag.

Mit PHYTAVIS Getreide Gold SC, PHYTAVIS N-Power und PHYTAVIS Triple bieten wir verlässliche Blattdünger an. Informationen zu diesen und weiteren Blattdüngern erhalten Sie hier.

Zu den PHYTAVIS Blattdüngern


Gezielte Düngung mit Blattanalysen

Mit Hilfe einer Blattanalyse lässt sich der aktuelle Ernährungszustand der Kulturpflanze sehr genau bestimmen. Zusammen mit den Ergebnissen einer aktuellen Bodenprobe lässt sich so ein umfassendes Bild der Nährstoffversorgung am jeweiligen Standort erstellen. Im Anschluss können dann sehr gezielt Düngemaßnahmen erfolgen (zum Beispiel mit PHYTAVIS Blattdüngern). Im Getreide hat sich besonders eine Probenahme ab Ende der Bestockung bzw. zu Schossbeginn bewährt.
Auftrags- und Datenerfassungsbeleg KPA (Komplexe Pflanzen- und Fruchtanalysen) zum Download


FREE N100 - Bakterien fixieren atmosphärischen Stickstoff

Mit FREE N100 bieten wir Ihnen eine dritte, effiziente Stickstoffquelle als ergänzende Lösung zu Minderaldüngern und organischen Düngern. Free N100 geht Symbiosen mit den Wurzeln der Kulturen ein und muss auf den Boden ausgebracht werden (Flüssigdünger). Die Organismen suchen sich dann den Weg zur Wurzel, der nur im feuchten Milieu gut gelingt, und beginnen die Synergie an den Füßen der lebenden Pflanze. Dort geschieht der Tauschhandel: Wurzelexsudate gegen pflanzenverfügbar gemachten Luftstickstoff. Mit der Ausbringung von Free N100 wird der Anteil an Bakterien, die Luftstickstoff pflanzenverfügbar machen können, in der Rhizosphäre deutlich vermehrt.
Vorteil: Muss bei der N-Düngebilanz nicht berücksichtigt werden!

Voraussetzungen Acker:

  • feuchter Boden und Bodentemperaturen >6°C (gut durchlüfteter Boden vorteilhaft)
  • Anwendung am Abend oder am Morgen, da das Produkt UV-sensibel ist
  • Der Schwefelgehalt im Boden ist zu beachten. Bei zu geringem Schwefelgehalt im Boden sinkt auch die Leistung des aeroben Bakterienstamm.

Ausbringung:

  • Eine Ausbringung erfolgt im Herbst nach dem Auflaufen auf die wachsende Pflanze oder im Frühjahr zu Vegetationsbeginn. (max. 50 % Bodenbedeckung)
  • der pH-Wert des Wassers soll bei 5,5 - 8,2 liegen
  • Aufwandmenge: 0,5 Liter FREE N100 mit mind. 200 Liter Wasser pro ha
  • ist kompatibel mit Herbiziden und Gülle (FREEE N100 als letztes einmischen)
  • keine Mischung mit AHL, Wachstumsregler, Fungiziden und Insektiziden

Eine optimale Anwendung ist nicht möglich, Sie möchten FREE N100 aber trotzdem anwenden, dann sprechen Sie uns an. Wir suchen mit Ihnen zusammen nach Lösungen.

FREE N100 kann 9 Monate bei Raumtemeratur (-5°C bis +30°C) gelagert werden. Nach dem Öffnen kühl lagern und innerhalb von 5 Tagen aufbrauchen.

AGRAVIS-Infografik "Getreideanbau: Wesentliche Emissionen durch Stickstoffdüngung"

Zum Download

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