Die Bestände im Arbeitsgebiet der
AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbHBeim Weizen erwarten sie überwiegend stabile Proteingehalte und Stand jetzt gute Fallzahlen sowie Hektolitergewichte. Die Gerste dürfte ebenfalls zufriedenstellend ausfallen, nur beim Raps wird es schwierig, dieses einzuschätzen, da bis vor Kurzem die Sonnenstunden teilweise gefehlt haben. Winterweizen hat bei der AGRAVIS Westfalen-Hessen den größten Anteil, gefolgt von Gerste und Raps, wobei die Anbaufläche beim Raps etwas zu Lasten vom Mais ausgedehnt wurde. Das Frühjahr hat für eine gute Bestandsentwicklung gesorgt. Fraglich ist nur, wie sich die kurze Hitzewelle über Pfingsten in der Kornfüllungsphase ausgewirkt hat. Wenn überhaupt, dürfte sie sich nur regional geringfügig ausgewirkt haben.
Extreme Wetterereignisse waren insgesamt überschaubar, aber regional gab es durchaus Unterschiede mit Starkregen und teilweise Hagel. Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen konnten größtenteils planmäßig durchgeführt werden, was sich jetzt positiv auf die Bestände auswirkt. In der Logistik erwarten die Fachleute eine konzentrierte Erntephase, was erfahrungsgemäß immer Druck auf Annahme und Transport bringt. Entscheidend wird sein, die Warenströme gut zu steuern, insbesondere wenn Erntefenster kurz sind. Die Lagerkapazitäten sind für die Ernte 2026 nicht ausgeweitet worden. Was jedoch hilft, ist die Tatsache, dass viele Kunden die recht guten Preise in den vergangenen Wochen genutzt haben, um Teilmengen aus der Ernte 2026 abzusichern. Dieses erleichtert die Logistik und somit auch die Steuerung von Warenströmen.
Beim Raps rechnet die AGRAVIS Westfalen-Hessen mit durchschnittlichen bis guten Erträgen. Die Bestände konnten sich nach der AussaatDas Ausbringen des Saatgutes in den Boden der Felder geschieht mit speziellen Sämaschinen. gut etablieren, und auch die Blütebedingungen waren überwiegend positiv. Allerdings ist Raps im Vorfeld immer sehr schwer einzuschätzen. Die Bestände beim Mais sind im Frühjahr durch relativ niedrige Temperaturen in der Entwicklung zurückgeblieben. Die Regenfälle und Temperaturen der vergangenen Wochen haben dem Mais gutgetan und somit dürfte in den nächsten Wochen die rückständische Entwicklung aus dem Frühjahr wieder kompensiert werden. Bei ausreichend Niederschlägen dürfte Stand jetzt einer mindestens durchschnittlichen Maisernte auch nicht mehr viel im Wege stehen.
Diese und alle weiteren wichtigen Begriffe finden Sie in unserem Glossar