Ölrettich

raphanus sativus

Die Verwendung von Ölrettich als Gründüngungspflanze hat, genau wie Gelbsenf, viele und teilweise gleiche Vorteile. Neben dem Schutz vor Wind- und Wassererosionen durch schnelle Bodenbedeckung, die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch die Anreicherung der organischen Substanz und der Speicherung von Stickstoff, friert er im Winter schnell ab und eignet sich somit gut für die Mulchsaat. Durch das schnelle Keimen werden Unkräuter unterdrückt und die tief wachsenden Wurzelsysteme lockern stark verdichtete Bodenschichten auf.

Ebenfalls gibt es auch Ölrettichsorten, die eine Resistenz gegen Rübenzystennematoden (Heterodera schachtii) besitzen. Je nach Bekämpfungsgrad werden diese Sorten in Noten eingeteilt. Die Note 1 bedeutet, dass über 90% der Rübenzystennematoden reduziert werden und die Note 2, dass die Nematoden zu 70% bis 90% reduziert werden.

Des Weiteren gibt es Sorten, die man als multiresistent bezeichnet. Das sind jene Sorten, die zusätzlich noch gallenbildende, freilebende und virusübertragende Nematoden vermindern können.

  • Aussaatmenge: 20-25 kg/ha
  • Aussaatzeit: Spätsommer
  • Aussaattiefe: 20-30 mm
  • Reihenabstand: 12-15 cm
  • Düngung: 60-80 kg N/ha