Wintergerste

hordeum vulgare



Übersicht unserer Schwerpunktsorten 2016:

Auflistung der Sorten:

Beschreibung

Die Gerste zählt zu den Selbstbefruchtern und im Anbau unterscheidet man zwischen Mehrzeiliger- und Zweizeiliger Wintergerste. Die Aussaat ist im September, da ideale Wachstumsbedingungen für die Wintergerste bei Temperaturen unter 10 °C herrschen und diese für die Vernalisation benötigt wird. Bei länger anhaltenden Temperaturen unter -15 °C erfriert die Wintergerste. Die Ausbildung von Nebentrieben (Bestockungstriebe) ist vor dem Winter abgeschlossen, aus ihnen entwickeln sich im nächsten Frühjahr die Ähren tragenden Halme. Gerste gedeiht am besten auf tiefgründigen, gut durchfeuchteten Böden, aber auch mit ungünstigeren Bedingungen kommt sie zurecht. In der Regel beginnt die alljährliche Getreideernte mit der Wintergerste.

Hybridgerste zeichnet sich sowohl in der Ertragsleistung als auch in der Ertragsstabilität gegenüber den Liniensorten aus. Darüber hinaus gibt es laut Aussage der Züchter sortenspezifische Vorteile wie Spätsaatverträglichkeit, verminderter Virusbefall, Minderung des Fusarium-Drucks nach Mais und die Entzerrung von Arbeitsspitzen zur Aussaat. Die Entwicklung der Anbauflächen im Vergleich zu den Liniensorten war in den letzten Jahren positiv.

Aussaatmenge: Mehrzeilig 120 - 160 kg/ha (250 - 350 Körner/m²) und Zweizeilig 150 - 200 kg/ha (300 - 375 Körner/m²)
Aussaatzeit: ab September
Aussaattiefe: 20 - 40 mm
Reihenabstand: 12 - 15 cm
Ertrag: 50 - 90 dt/ha

Die Wintergerste wird unterteilt in:

  • mehrzeilige Wintergerste (mz)
  • zweizeilige Wintergerste (zz)
  • Hybridgerste (Hy)