Marktanalysen: Chilla checkt!

Welche Märkte sind stabil? Wie entwickeln sich Getreide und Ölsaaten? Welchen Einfluss hat das Weltklima auf unsere regionale Ernte?

Diesen und anderen Fragen geht AGRAVIS-Experte Bernhard Chilla nach und liefert qualifizierte Marktanalysen für den Fachmann und den Laien.

Chilla checkt!

AGRAVIS-Experte Bernhard Chilla analysiert die Märkte

14.11.2017:

„Die EU-Mais-Importe sind erschwert durch die Einführung des Importzolls und die Erträge in Russland und der Ukraine, die geringer als erwartet waren.“

Globale Versorgungslage Körnermais 2017/2018

Weltweit ist die Maisversorgung vor allem in den kommenden Monaten ausreichend hoch, um den globalen Bedarf decken zu können. In der EU bleibt die Versorgungslage jedoch angespannter. Mais Mais scheint weiterhin aus relativer Sicht zu teuer zu sein, um langfristig den Weizen Weizen im Futtersektor zu ersetzen. Erst ein starker Anstieg des Weizenpreises oder ein deutlicher Rückgang des Maispreises in der EU dürfte eine Veränderung im Verbrauch nach sich ziehen. Der Importbedarf bleibt hoch und wird voraussichtlich über der Vorjahresmenge sein. Falls wider Erwarten die Importe niedriger sind, müsste mehr Mais im Futtersektor durch andere Getreidearten wie Weizen oder Gerste ersetzt werden.

Ernteausfälle gibt es bislang nur in Russland und der Ukraine, beides Länder, die bedeutend für die Versorgung des EU-Marktes mit Mais sind. Dies begrenzt das Importpotenzial und erschwert die Importe für den EU-Markt.

Für die weltweite Preisentwicklung spielt die USA beim Körnermais weiterhin die wichtigste Rolle. Dort soll wie in den weiteren wichtigen Exportländern Argentinien, Brasilien das Maisangebot weit überdurchschnittlich hoch sein. In China, wo in den vergangenen Jahren die Bestände signifkant aufgebaut wurden, steigt die Inlandsnachfrage dank staatlicher Unterstützung der Ethanolproduktion signifikant an. Daher findet dort ein starker Abbau der Bestände statt.

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Es handelt sich bei der obigen Analyse ausdrücklich nicht um eine Anlageempfehlung! Der Autor stellt lediglich seine persönliche Meinung nach Bewertung verschiedener Marktkriterien dar. Weder der Autor noch die AGRAVIS Raiffeisen AG können irgendeine Prognose bzgl. der Entwicklung von Rohstoffpreisen abgeben und weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese starken Schwankungen unterliegen können und von vielen teils unbekannten Faktoren beeinflusst werden.