Marktanalysen: Chilla checkt!

Welche Märkte sind stabil? Wie entwickeln sich Getreide und Ölsaaten? Welchen Einfluss hat das Weltklima auf unsere regionale Ernte?

Diesen und anderen Fragen geht AGRAVIS-Experte Bernhard Chilla nach und liefert qualifizierte Marktanalysen für den Fachmann und den Laien.

Chilla checkt!

AGRAVIS-Experte Bernhard Chilla analysiert die Märkte

11.10.2017:

„Weizen ist im deutschen Futtersektor wieder gefragt. Allerdings sollte dies nicht der einzige Nachfragemotor für den deutschen Weizen sein.“

Weltweizenversorgung 2017/2018

Für viele Marktteilnehmer ist die wichtigste Größe zur Beurteilung der Weltversorgung von Getreide die Entwicklung der Endbestände. Die Weltweizenbestände 2017/2018 sollen nach Schätzungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA weiter wachsen und suggerieren eine sehr gute Weltversorgung mit Weizen Weizen.

Allerdings findet der starke Aufbau der Bestände der vergangenen Jahre im Wesentlichen in China statt. China ist jedoch kein Exporteur von Weizen, sondern führt jährlich sogar 3-4 Mio. Tonnen ein. Daher beurteile ich die Weltweizenversorgung 2017/18, ohne die chinesischen Daten mit einzubeziehen.

Besonders zu beachten sind die Weizenproduktionsaussichten in Australien. Die bisher unterdurchschnittlichen Wachstumsbedingungen lassen eine ebenfalls unterdurchschnittliche Ernte erwarten. Es ist nun die Wetterentwicklung in Australien im Oktober 2018, die über die globale Weizenversorgung 2017/2018 entscheiden wird. Durch hohe Produktionsausfälle in Australien können sich die globalen Handelsströme nachhaltig verändern und die Exportnachfrage aus der EU könnte sich erhöhen. Auch die Weltversorgung von Weizen könnte sich für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 dadurch signifikant verschlechtern - selbst die russische Rekordernte könnte dies dann nicht mehr ändern.

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Es handelt sich bei der obigen Analyse ausdrücklich nicht um eine Anlageempfehlung! Der Autor stellt lediglich seine persönliche Meinung nach Bewertung verschiedener Marktkriterien dar. Weder der Autor noch die AGRAVIS Raiffeisen AG können irgendeine Prognose bzgl. der Entwicklung von Rohstoffpreisen abgeben und weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese starken Schwankungen unterliegen können und von vielen teils unbekannten Faktoren beeinflusst werden.