Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) beim Greening

Im Rahmen des ,,Greenings“ der EU-Flächenzahlungen sind alle landwirtschaftlichen Betriebe, bis auf die unten aufgeführten Ausnahmen, verpflichtet, sogenannte ökologische Vorrangflächen vorzuhalten. Diese müssen mindestens 5 % der Bruttoackerfläche des Betriebes ausmachen. Zwischenfruchtanbau und Anbaudiversifizierung werden also immer wichtiger. Als ÖVF können unterschiedliche Maßnahmen angerechnet und kombiniert werden. Jeder Maßnahme ist ein sogenannter Gewichtungsfaktor zugeordnet, der die Wertigkeit der Maßnahme ausdrückt. Eine Kombination der verschiedenen Maßnahmen ist möglich. Zu beachten ist, dass jede Fläche nur für eine Maßnahme pro Antragsjahr genutzt werden kann.

Berechnung der ökologischen Vorrangflächen

MaßnahmeUmfang der Maßnahme in haGewichtungsfaktorantragsfähige ÖVF in ha
Stilllegung0,810,8
Pufferstreifen0,41,50,6
Leguminosenanbau2,00,71,4
Zwischenfrucht, Grasuntersaaten50,31,5
Landschaftselemente0,61,5 (bis 2)0,9
  Summe5,2

Tabelle: Berechnung der ökologischen Vorrangflächen anhand eines Beispielbetriebs mit 100 ha Ackerfläche (5 % ÖVF = 5 ha)

Ausgenommen von den Vorgaben bzgl. der Ökologischen Vorrangflächen im Rahmen der Agrarreform sind Betriebe, die eines der folgenden Kriterien erfüllen:

  • < 15 ha Ackerfläche
  • > 75 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche = Dauergrünland + Ackerfutterbau (ohne Mais)
  • > 75 % der Ackerfläche = Ackerfutterbau (ohne Mais) + Ackerstilllegung + Leguminosen

Einen guten Überblick über die möglichen Maßnahmen gibt Ihnen die „Übersicht ökologische Vorrangflächen“ in den Planungstools Planungstools .
Auf die Frage „Was machen?“ finden Sie Antworten in unserer Planungshilfe, ebenfalls in den Planungstools Planungstools .