Fruchtfolgen-Beispiele bzgl. Anbaudiversifizierung (AD) und ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) im Rahmen des Greenings

Fruchtfolge mit Mais oder Rüben und Wintergetreide

BisherWintergetreideWintergetreideMais/Rüben 
NeuWintergetreideWintergetreideZwischenfruchtMais/Rüben

AD (Anbaudiversifizierung): 3 Kulturen vorhanden, wenn 2. Getreideart > 5 % (< 75 % / > 5 % d.AF)
ÖVF (ökologischen Vorrangflächen): Erfüllung über Zwischenfruchtanbau (Faktor 0,3) auf mind. 16,6 % der gesamten Ackerfläche

Fruchtfolge mit ausschließlich Winterungen

BisherWintergetreideWintergetreideRaps 
NeuWintergetreideZwischenfruchtSommergetreideRaps

AD (Anbaudiversifizierung): 3 Kulturen vorhanden (< 75 % / > 5 %)
ÖVF (ökologischen Vorrangflächen): Zwischenfruchtanbau (Faktor 0,3) auf mind. 16,6 % der gesamten Ackerfläche
Nachteil: Sommerung entsprechend der Zwischenfrucht auf mind. 16,6 % notwendig (evtl. Vorteil: Ungrasregulierung)

BisherWintergetreideWintergetreideRaps
NeuWintergetreideStilllegungRaps

AD (Anbaudiversifizierung): 3 Kulturen (< 75 % / > 5 %)
ÖVF (ökologischen Vorrangflächen): Stilllegung auf min. 5 % der gesamten Ackerfläche, damit sowohl dritte Kultur als auch ÖVF vorhanden

BisherWintergetreideWintergetreideRaps 
NeuWintergetreideZwischenfruchtLeguminoseRaps

AD (Anbaudiversifizierung): 3 Kulturen (< 75 % / > 5 %)
ÖVF (ökologischen Vorrangflächen): Leguminose (Faktor 0,7) auf mind. 7,15 % der gesamten Ackerfläche, damit sowohl dritte Kultur (AD) als auch > 5 % ÖVF vorhanden
oder Leguminose (Faktor 0,7) auf mind. 5 % der gesamten Ackerfläche mit vorherigem Zwischenfruchtanbau (Faktor 0,3), aber Achtung:
Leguminose und Zwischenfrucht zählen in unterschiedliche Antragsjahre - z. B. Zwischenfrucht 2015 / Leguminose 2016 und jährlicher Flächenwechsel nötig.

Die angegebenen Beispiele zeigen nur einige von vielen Möglichkeiten auf. Bei den Rechenbeispielen bzgl. der ÖVF (ökologischen Vorrangflächen) sind bereits vorhandene Maßnahmen, wie Landschaftselemente oder Pufferstreifen, nicht berücksichtigt.