Neues Konzept zum Thema Nährstoffmanagement

Durch den weiteren Ausbau der Veredlung und der Bioenergie Bioenergie ist die Menge an Wirtschaftsdünger in den Regionen mit intensiver Tierhaltung in vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Flächenknappheit generell, die gestiegenen Pachtpreise und das, was an weiteren Restriktionen mit Inkrafttreten der novellierten Düngeverordnung zu erwarten ist, erfordern neue und zukunftsweisende Lösungsansätze für das Nährstoffmanagement auf den Höfen. Solche Ansätze liefert die ODAS GmbH ODAS GmbH , ein Gemeinschaftsunternehmen der AGRAVIS Raiffeisen AG und der ODAS GmbH & Co. KG. Ludger Leifker, Generalbevollmächtigter Futtermittel der AGRAVIS Raiffeisen AG, erklärt die Hintergründe des Projekts und der Zusammenarbeit.

Herr Leifker, aus welchem Grund beschäftigt sich die AGRAVIS mit dem Thema Nährstoffmanagement?
Leifker
: Wer heute – und vor allem auch morgen – noch Partner der Landwirte sein will, der darf sich nicht damit begnügen, lediglich Futtermittellieferant Futtermittellieferant zu sein. Er muss sich vielmehr vor Augen halten, welche Fragestellungen und Themen für den Landwirt akut sind – gerade in Veredlungsregionen. Dazu gehört auch das Thema Nährstoffmanagement und die Auseinandersetzung mit der Herausforderung, was mit den Wirtschaftsdüngern geschieht, die auf den Betrieben anfallen. Als einer der größten Futtermittelproduzenten in der Republik fühlen wir uns als AGRAVIS Raiffeisen AG in Zusammenarbeit mit den örtlichen Genossenschaften in diesem Punkt gefordert und auch verpflichtet. Denn mit diesen Fragen können und wollen wir die Landwirte nicht alleine lassen.

Was genau verbirgt sich hinter dem Konzept der ODAS GmbH?
Leifker
: Grundlage für das ODAS-Konzept ist der Ansatz, den Landwirten ein möglichst umfangreiches und individuelles Konzept für das Nährstoffmanagement ihres Betriebes an die Hand zu geben. Futtermittelberater der AGRAVIS oder der örtlichen Genossenschaften sind tagtäglich auf den Betrieben. Gemeinsam mit den ODAS-Beratern und dem Landwirt wird der Status der Nährstoffsituation und eine Nährstoffbilanz gemäß der rechtlichen Vorgaben erstellt. Gibt es einen Überschuss an Wirtschaftsdüngern, kommt die ODAS GmbH ins Spiel. Denn die Verwertung in Biogasanlagen oder der Transport von Wirtschaftsdünger in Aufnahmeregionen ist eine Lösung für das Problem.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit der ODAS-Gruppe?
Leifker
: Die Futtermittel Futtermittel -, Düngemittel Düngemittel - und Biogas Biogas -Experten in unserem Haus beschäftigen sich seit mehreren Jahren intensiv mit Themen rund um die Nährstoffverwertung. Das hat vor rund zwei Jahren zu Kontakten zur ODAS-Gruppe geführt, die über ein ausgereiftes Dokumentationsverfahren, Kenntnisse in Aufbereitungstechniken und ein Netzwerk in Ackerbauregionen verfügt. Zudem nutzen wir gemeinsam eine Biogasanlage in Dorsten, um Gülleprodukte besser verwerten zu können. Mit dem Betrieb der Anlage entlasten wir die Region enorm, da wir 70 bis 80 Prozent Gülle einsetzen – anstelle von Mais. Im Umkehrschluss bedeutet das, die Anlage benötigt nur rund 500 Hektar Mais statt 1.900 Hektar wie es ursprünglich mal geplant war. Als Partner der Landwirtschaft wollen wir die Betriebe als Ganzes sehen und dürfen uns nicht auf einzelne Segmente fokussieren. Daher hat das Nährstoffmanagement einen großen Stellenwert bei der AGRAVIS.

Bericht zum Start des Gemeinschaftsunternehmens ODAS GmbH Bericht zum Start des Gemeinschaftsunternehmens ODAS GmbH

Erklärvideo


Teilflächenspezifische Grunddüngung


Interview


Erklärvideo 2