Vom Mähdrescher bis zum Weizenkorn

27.12.2017

Es ist Jahresende und das bedeutet, dass auch in den Silos der AGRAVIS Raiffeisen AG die Inventur ansteht. Futtermittel Futtermittel, Rohstoffe und Komponenten müssen gezählt werden. „Wir messen alles“, sagt der Geschäftsführer Heiko Almann mit einem Lächeln, und deutet auf die insgesamt 277 Komponenten-Zellen, die es allein am Standort in Münster gibt. Zwischen vier und 250 Tonnen fassen sie. Mit einem Lasergerät kann er, die Freifläche in den Silos bestimmen. Über die Daten rechnet er anschließend die Füllmenge aus. „Das passiert bei uns jedes Jahr exakt am 31. Dezember. Denn dann steht für einen Tag die Produktion still und die Bestände sind konstant“, sagt der staatlich geprüfte Müllereitechniker.

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Bis alle Daten über die Soll- und Ist-Bestände in die Computersysteme eingegeben sind, dauert es noch einmal mehrere Stunden. „Für uns ist die Inventur wichtig, denn nur so kann eine korrekte Werteermittlung stattfinden“, betont Heiko Almann.

Viele Jahre nimmt die Inventur auch im Distributionslager der AGRAVIS Distributionslager der AGRAVIS große Ressourcen in Anspruch. Nur ein paar Kilometer vom Mischfutterwerk entfernt, zählt das Lager mit 23.000 Quadratmetern Fläche, 26.000 Paletten-Plätzen mit bis zu zwölf Meter hohen Regalen und 10.000 Fachbodenplätzen zu den größten und modernsten im Agrarbereich. Über 10.000 Produkte sind dort verstaut. Wir stellen unsere „körperliche Zählung“ – wie die Inventur in der Fachsprache genannt wird – im nächsten Jahr um, erklärt Roland Pöppelbaum, Leiter des Distributionslagers. Im Webshop- und im Textillager haben wir bereits seit Januar 2017 mit der Einführung der Software für Warenmanagement auf eine permanente Platz-Inventur umgestellt. Die Inventur kann nun während des ganzen Jahres durchgeführt werden. Mit SAP wurde auch die sogenannte Nullkontrolle eingeführt, das bedeutet, dass der Mitarbeiter der jeweils den letzten Artikel aus dem Fach entnimmt, dies im SAP auf dem Handheld bestätigen muss. Damit ist die Inventur für diesen Platz für das laufende Jahr erledigt. So müssen lediglich am Jahresende die Plätze gezählt werden die im laufenden Kalenderjahr niemals „leer“ geworden sind. Durch die Einführung von SAP im Distributionszentrum werden die Plätze in 2018 automatisch und zum Teil mehrfach im Jahr „null-gezählt“, und das ohne zusätzlichen Aufwand.

Mit ganz anderen Hindernissen schlagen sich beispielsweise die Mitarbeiter der AGRAVIS Technik Münsterland-Ems GmbH rum. Bei Wind, Schnee und Regen müssen sie raus, um ihre Maschinen zu inventarisieren. Die Bandbreite reicht dabei vom Aufsitzrasenmäher bis zum Mähdrescher, Häcksler oder Schlepper. In diesem Jahr haben die Mitarbeiter mehr Glück. Seit Anfang Dezember sind sie mit der Bestandszählung der knapp 1.200 Maschinen der AGRAVIS Technik Münsterland-Ems GmbH beschäftigt. Bislang blieben ihnen größere Wetterkapriolen erspart. „Toi, toi, toi bis jetzt hatten wir nur kalte Finger, aber ein paar Tage müssen wir noch, dann ist es für dieses Jahr erst einmal wieder geschafft“, sagt Rainald Spräner, Lagerleiter bei der AGRAVIS Technik Münsterland-Ems GmbH AGRAVIS Technik Münsterland-Ems GmbH in Olfen.

Infokasten Inventur:

Die AGRAVIS ist gesetzlich verpflichtet, eine Jahresabschlusserstellung durchzuführen. Dabei müssen alle Gesellschaften, die Vermögenswerte besitzen, ihre Güter zählen. Der aus der Inventarisierung ermittelte Wert ergibt später die Bilanzposition „Vorräte“ im Konzernabschluss. Diese lag im vergangenen Jahr bei 656 901 000 Euro.

AGRAVIS Raiffeisen AG Kontakt:
Industrieweg 110 48155 Münster ,
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