Ein ganz besonderer Lebenslauf - Integration funktioniert über die Sprache

„Ich kann mich noch sehr gut an Thaí Sòn Phùngs Bewerbung erinnern. Dieser Lebenslauf von Vietnam nach München zum Jura-Studium und jetzt zu uns nach Salzgitter – das hat mich beeindruckt“, erinnert sich Andreas Kotte, Geschäftsführer der AGRAVIS Baustoffhandel Baustoffhandel Niedersachsen GmbH. Nach der schriftlichen Bewerbung lud er den jungen Mann sofort ein. Seine Arbeit als Auszubildender Auszubildender zum Kaufmann für Groß- und Außenhandel im Baustoffhandel Salzgitter macht Phùng sehr gut.

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Andreas Kotte, Geschäftsführer der AGRAVIS Baustoffhandel Niedersachsen GmbH, Thai Son Phung, Auszubildender aus Vietnam und Thomas Gab, Bereichsleiter Bauservice bei der AGRAVIS, sind stolz auf die Internationalität in ihrem Unternehmen.Ein ganz besonderer Lebenslauf - Integration funktioniert über die Sprache
Andreas Kotte, Geschäftsführer der AGRAVIS Baustoffhandel Niedersachsen GmbH, Thai Son Phung, Auszubildender aus Vietnam und Thomas Gab, Bereichsleiter Bauservice bei der AGRAVIS, sind stolz auf die Internationalität in ihrem Unternehmen.

„Er hat uns auf ganzer Linie überzeugt und wir werden seine Ausbildung verkürzen“, betont der Geschäftsführer. Heute, nach zwölf Jahren in Deutschland, spricht der junge Vietnamese fast perfekt Deutsch und berät Kunden, die bauen wollen, zum Thema Baustoffe. 3.500 verschiedene Lagerartikel führt der Baustoffhandel, in dem er arbeitet.

Videos der AGRAVIS haben überzeugt

„Ich wollte immer in einem großen Konzern arbeiten. Als ich die Videos von der AGRAVIS im Internet sah, hatte ich direkt einen guten Eindruck und wollte dorthin“, erzählt der Asiate. Die AGRAVIS ist stolz, so einen Mitarbeiter wie Thaí Sòn Phùng eingestellt zu haben. „Gerade hier in Salzgitter haben wir viele Kunden aus dem Ausland. Thaí Sòn Phùng kann sich sehr gut in deren Lage versetzen und ist sprachlich sehr flexibel“, betont Andreas Kotte. Sein Gefühl bei der Bewerbung des jungen Mannes war richtig.

Mit Familie in Braunschweig

Mit Mitte 20 entschied sich Thaí Sòn Phùng, von Vietnam nach Deutschland zu ziehen. „Ich habe schon oft den FC Bayern im Fernsehen gesehen. Dann wollte ich nach Deutschland“, erzählt der 34-Jährige. Zunächst studierte er Jura in München. Sein Plan war, als Rechtsberater in Vietnam zu arbeiten. In der Sprachschule in Vietnam lernte er seine heutige Frau Thi Bich Thao Tran kennen. In München traf er sie wieder und blieb. Heute ist er angehender Baustoffkaufmann, wohnt in Braunschweig und hat eine knapp einjährige Tochter.

Sehr zufrieden in Deutschland

In Vietnam gebe es nicht genügend gute Jobs und diejenigen, die bereits in den USA und in Australien studiert hätten, ständen aufgrund ihres Sprachvorteils weiter vorn in der Reihe bei der Jobvergabe. „Wir haben viel geleistet und auf uns genommen und nun möchten wir auch einen tollen Job haben“, betont Phungs Frau Thi Bich Thao Tran. Vor ein paar Jahren noch wollte das Paar später zurück nach Vietnam, heute wollen sie nicht mehr weg aus Deutschland. Sie sind beide sehr zufrieden mit ihrem Leben und ihrer Arbeit. An einen Tag erinnert sich Thaí Sòn Phùng ganz besonders: „Ich habe einem Kunden dunkelgraue Terrassenplatten mit dem Namen ‚Sanoku‘ verkauft. Danach habe ich sofort recherchiert und herausgefunden, dass die Platten aus Vietnam kommen. Jetzt verkaufe ich nur noch diese“, erzählt er lachend.

Fußball und Oktoberfest

Im Privatleben gibt es natürlich auch einige Herausforderungen für die junge Familie: Verwandte, die spontan als Babysitter agieren können, haben sie nicht, Kartoffeln mit Soße schmecken ihnen noch fremd und nur alle zwei Jahre sehen die beiden ihre Familie. Trotzdem ist ihre Heimat nun Deutschland und sie sind glücklich. Im Fußball-Stadion und auf dem Oktoberfest war Phung mittlerweile auch und ist nachhaltig beeindruckt. „Diese Atmosphäre werde ich nie vergessen!“

Sprache als Eintrittskarte

„Die deutsche Sprache zu lernen war nicht einfach, vor allem die Aussprache fiel Thaí Sòn Phùng schwer. „Einige dieser Sch-Laute kann ich bis heute nicht ganz korrekt sprechen“, sagt der junge Asiate lachend. Für ihn sei die Sprache die Eintrittskarte in das Leben in Deutschland gewesen. „Integration funktioniert über die Sprache, ich rate allen, die hierher kommen, diese zunächst perfekt zu lernen, das erleichtert vieles.“

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