Betrieb Reinink ist überzeugt von der intensiven Aufzucht

Gesine Reinink und Klaus Bürsken kennen und schätzen sich seit Jahren. Das gemeinsame Thema der Landwirtin aus der Grafschaft Bentheim und dem AGRAVIS-Produktmanager Kälber Kälber ist die intensive Aufzucht. Um 150 Milchkühe und die weibliche Nachzucht kümmern sich die Reininks auf ihrem Betrieb in Emlichheim – und das Hauptaugenmerk liegt auf der Gesundheit der Tiere.

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Gesine Reinink (re.) und Klaus BürskenBetrieb Reinink ist überzeugt von der intensiven Aufzucht
Gesine Reinink (re.) und Klaus Bürsken

„Grundsätzlich haben wir seit jeher sehr gesunde und muntere Tiere“, sagt Gesine Reinink. Doch darauf wollten sie und ihr Mann Gerhard sich nicht verlassen und stellten daher vor gut drei Jahren ihr Fütterungskonzept auf die metabolische Programmierung um. Ein Schritt, den das Ehepaar bislang nicht bereut hat – ganz im Gegenteil. Und doch wird die intensive Aufzucht von Kälbern oftmals kritisch gesehen, gerade unter dem Gesichtspunkt der fallenden Erzeugerpreise auf der einen und den höheren Fütterungskosten auf der anderen Seite.

Vieles spricht für die metabolische Programmierung

Eine Diskussion, der sich auch Klaus Bürsken in seinem Arbeitsalltag immer wieder stellen muss. Daher hat der AGRAVIS-Berater mal ganz genau nachgerechnet. Fakt sei, dass der Milchverbrauch ansteige. So werden pro Kalb etwa 25 Kilogramm mehr an Milchaustauscher benötigt, da die Tiere täglich durchschnittlich 10 bis 12 Liter Milch zu sich nehmen. So ist es auch bei Reininks. Vorher waren es in den ersten Lebenswochen maximal 7 Liter, die die Tiere am Tränkeautomaten abrufen konnten. Landwirtin und Berater sind sich einig, dass die Ergebnisse eindeutig für die metabolische Programmierung sprechen: „Den Tieren geht es gut, sie sind fit, wachsen und gedeihen.“

Höhere Leistungsfähigkeit der Tiere

Werden bei der extensiven Aufzucht Tageszunahmen von rund 400 Gramm erreicht, verbuchen Reininks in den ersten 16 Wochen Zunahmen von bis zu 1.000 Gramm. Diesen Vorsprung bauen die Kälber auch nach der Milchphase weiter aus. „Das zeigt sich vor allem in der höheren Futteraufnahme nach vier Wochen“, weiß Klaus Bürsken. Für ihn ist das ein weiteres Indiz für die These, dass die intensive Aufzucht in den ersten drei bis vier Lebenswochen die Leistungsfähigkeit der Tiere positiv beeinflusst. „In den ersten 15 Monaten verursacht die intensive Aufzucht zwar höhere Kosten pro Tier, die Kosten pro Kilogramm Zuwachs ändern sich jedoch nicht.“

Bessere Gesundheit und weniger Kosten

Familie Reinink hat außerdem weitere positive Nebeneffekte festgestellt, die sich auch finanziell bemerkbar machen: Der Medikamenten-Einsatz auf dem Hof ist stark zurückgegangen. „Wenn der Tierarzt auf den Hof kommt, dann ist es wirklich ein Notfall“, betont Gesine Reinink. Die Zahl der behandlungswürdigen Durchfälle sei seit der metabolischen Programmierung minimal. Die intensive Fütterung beeinflusst nicht die Infektionshäufigkeit der Kälber. „Infizierte Kälber haben allerdings größere Abwehrkräfte, sie können besser mit Infekten umgehen“, erklärt Bürsken.Gesundheit und Leistungsfähigkeit bringen dem Betrieb ein Erstkalbealter von 25 Monaten und eine Erstbesamungsrate der Rinder von 1,3.

„Für uns gibt es nichts Besseres“

Die Verluste in der Kälberaufzucht liegen bei weniger als einem Prozent. Daher können Reininks die kritische Kosten-Nutzen-Diskussion um die intensive Aufzucht nicht nachvollziehen. „Die Anfahrtskosten von Tierarzt und Behandlung stehen nicht im Verhältnis zu dem, was ein Sack Milchpulver oder gar ein totes Kalb kosten“, sagt Gesine Reinink. Zudem führe diese Art der Fütterung zu einer freieren Zeiteinteilung aller Mitarbeiter und zu einer grundsätzlichen Entspannung der Arbeitsabläufe: „Für uns gibt es nichts Besseres.“

Weitere Informationen zur intensiven Aufzucht (metabolischen Programmierung) gibt es bei Klaus Bürsken, AGRAVIS-Produktmanager Kälber, Tel. 0172 . 5306363, klaus.buersken@agravis.de.

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