„Aufrichtigkeit, Achtsamkeit und echte Ambition“

„Wirtschaft, hier hört die Moral auf! Oder?“ Dieses war eine bewusst provokant formulierte These, aufgestellt von Professor Dr. Klaus Schweinsberg auf der Dialogveranstaltung „Handel(n) mit Verantwortung“ „Handel(n) mit Verantwortung“ . Im Mittelpunkt der AGRAVIS-Veranstaltung im Raiffeisenhaus am Pariser Platz in Berlin stand der Austausch über die Wirtschaftsethik. Eingeladen waren Politik, Verbands- und Branchenvertreter.

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Die AGRAVIS Raiffeisen AG stellte sich zum zweiten Mal mit einer Dialogveranstaltung dem Diskurs zu einem aktuellen Thema. „Die AGRAVIS ist kein ferner Weltkonzern, sondern ein klassischer Agrarhändler mit ausgeprägter Bodenhaftung und verlässlicher Kundenorientierung“, hielt der AGRAVIS-Vorstandsvorsitzende Dr. Clemens Große Frie in seiner Begrüßung der Gäste fest. Neben der Qualität der Produkte und Dienstleistungen werde das Unternehmen in der heutigen Zeit vor allem an den Werten gemessen, die es vertrete und die jeder Einzelne durch sein Handeln offenbare. „Ich glaube fest an die Werte und Prinzipien, die in diesem Land gelten: Verlässlichkeit, soziale Marktwirtschaft und Transparenz. Das versuchen wir in der AGRAVIS-Welt zu leben“, sagte Große Frie.

Professor Dr. Schweinsberg veranschaulichte in seinem Vortrag, dass sich die Funktionselite in der deutschen Wirtschaft in den vergangenen 20 Jahren gefährlich von den Werten ihres Heimatlandes entfremdet habe. Tugenden wie Aufrichtigkeit, Achtsamkeit und echte Ambition für die Sache seien vielerorts Hybris, Hochmut und schierer Habgier gewichen. Eine Rückbesinnung auf diese Tugenden sowie eine neue Definition der Auswahlkriterien für Führungskräfte seien nötig. „Es braucht anständige Führung und anständige Führungskräfte!“ Wer nach oben wolle, müsse sich draußen in den Dienst der Gesellschaft stellen. Nach der vergangenen Finanz- und Wirtschaftskrise stünden wahre und wertvolle Tugenden als neue Lernziele fest.

Hat die Wirtschaft ein Gewissen und wie bleiben Unternehmen in einer globalisierten Welt wettbewerbsfähig, ohne die Moral aus den Augen zu verlieren? Über diese und andere Fragen diskutierten AGRAVIS-Chef Dr. Clemens Große Frie und Vorstandsmitglied Dirk Bensmann gemeinsam mit Prof. Dr. Schweinsberg sowie dem Auditorium bei der Veranstaltung „Handel(n) mit Verantwortung“.

Skandale der jüngsten Vergangenheit werfen ein schlechtes Licht auf die Wirtschaft. Sind dieses Einzelfälle oder sogar das Abbild einer maroden Moral großer Unternehmen? Fragen wie diese beschäftigten den gemeinsamen Diskurs zum Abschluss der Dialog-Veranstaltung. Es wurde klargestellt: „Geld verdienen ja, aber nicht um jeden Preis“. Denn Ethik spielt nach der Finanz- und Wirtschaftskrise in vielen Unternehmen weiter eine zentrale Rolle. „Werte müssen allerdings von der Führungsspitze einer Organisation vorgelebt werden“, unterstrich Prof. Schweinsberg.

Diskutiert wurde weiterhin die Diskrepanz von Gewinn und Gewissen, aber auch die Möglichkeiten diese zu verbinden. Die Wirtschaft könne und müsse wieder eine wichtige Vorbildfunktion für die Gesellschaft übernehmen, waren sich die Teilnehmer einig. Ebenso wie die Unternehmen sei allerdings auch die Politik in der moralischen Verantwortung und müsse ihren Beitrag zum Einhalten von Grundtugenden leisten bzw. vorleben. Weitere Aspekte der Diskussion waren die Balance zwischen Ökonomie und Ökologie sowie das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen. „Ein Unternehmen wie die AGRAVIS möchte nachhaltig wirken und setzt dabei auf ein ausbalanciertes Wirtschaften zwischen ökonomischer Profitabilität, ökologischer Verträglichkeit und sozialer Akzeptanz“, verwies AGRAVIS-Vorstandsmitglied Dirk Bensmann auf das Nachhaltigkeitsprogramm des Agrarhandelskonzerns, der im kommenden Jahr seinen dritten Nachhaltigkeitsbericht Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen wird.

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