Energie-Drink für Milchkühe: Neues Ergänzungsfuttermittel ist auf dem Markt

Dank stetig verbesserter und angepasster Ernährungs-, Züchtungs- und Managementstrategien sind moderne Milchkühe Milchkühe heute in der Lage, große Mengen Milch zu produzieren. Bis zu 50 Kilogramm Milch pro Tag sind insbesondere zu Anfang der Laktation durchaus normal. Doch hinter der Zahl stecken eine enorme Stoffwechselleistung der Tiere und die Tatsache, dass sie stets ausreichend mit Energie versorgt sein müssen. Gerade nach dem Abkalben droht bei Hochleistungskühen allerdings ein Energiedefizit. Malto Drink Malto Drink , ein neues Produkt aus dem Hause der AGRAVIS Raiffeisen AG, soll helfen, dieses „Loch“ zu schließen.

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Anna-Carina Tschöke, Produktmanagerin Miravit RindEnergie-Drink für Milchkühe: Neues Ergänzungsfuttermittel ist auf dem Markt 
Anna-Carina Tschöke, Produktmanagerin Miravit Rind

Was sich hinter dem neuen Ergänzungsfuttermittel für Roboter- und Transponderfütterung verbirgt, erklärt Anna-Carina Tschöke, Produktmanagerin Rind, im Interview.

Kühe mobilisieren in der Frühlaktation bis zu zwei Kilo Körperfett am Tag. Wie wird diese enorme Anstrengung bislang kompensiert?
Tschöke:
Das Resultat dieser Anstrengung ist meist ein Energiedefizit, das bislang durch die Gabe von Propylenglycol ausgeglichen werden sollte. Problematisch ist jedoch die Schmackhaftigkeit von Propylenglycol – die Kühe mögen es einfach nicht. Wird das Kraftfutter damit besprüht, kann es sein, dass die Tiere sehr stark selektieren oder gar weniger Futter zu sich nehmen. Was die Problematik noch verschärfen kann.

Welche Alternativen gab es bislang?
Tschöke:
Viele Landwirte wissen um die schlechte Akzeptanz und gehen daher dazu über, die Kühe Zwangs zu ernähren, also zu drenchen. Das ist allerdings sehr aufwendig für den Landwirt und nicht sehr schön für die Tiere, auch wenn es ihnen am Ende gut tut. Aufgrund des Arbeitsaufwandes bekommen die Kühe meist nur zehn bis 14 Tage das zusätzliche Futter. Viele Betriebe versuchen, es in Reinsubstanz über den Melkroboter oder den Transponder zu geben – und scheitern an der Akzeptanz durch die Tiere.

An welcher Stelle setzt jetzt Malto Drink an?
Tschöke:
Wir haben uns überlegt, wie wir das Drenchen vermeiden, den Tieren aber trotzdem die dringend benötigte Energie zuführen können und sind dabei auf eine Mischung von Maltose, Glycerin und Propylenglycol gekommen. Diese Kombination hat den Vorteil, dass sie süß ist, den Tieren daher gut schmeckt und freiwillig aufgenommen wird. Der Bestandteil Maltose stimuliert die mikrobielle Aktivität im Pansen. Zudem ist die Zusammensetzung sehr energiereich und kann somit helfen, das Ketoserisiko zu reduzieren. Erste Feldversuche haben gezeigt, dass die bessere Schmackhaftigkeit sich auch positiv auf die Besuchsfrequenz der Futterstation auswirkt, die Tiere fitter, ausgeglichener und leistungsfähiger sind.

Wie wird Malto Drink gefüttert?
Tschöke:
Malto Drink ist für den Einsatz am Flüssigkomponentendosierer der Kraftfutterstation oder am Melkroboter konzipiert. Möglich ist zum einen eine tierindividuelle Gabe oder aber eine Gabe als Bestandteil der Totalen Mischration (TMR). Frischlaktierende Kühe sollten 300 bis 400 Milliliter pro Tag erhalten, bei altmelken Kühen sind 100 bis 200 Milliliter als Lockfutter empfehlenswert. Ausgeliefert wird Malto Drink in 200-Kilogramm-Fässern oder 1.000-Kilogramm-Containern. So kann der Landwirt es sich in die für ihn passenden Kanister umfüllen oder aber es mit Hilfe eines Schlauchs zum Melkroboter oder Transponder pumpen.

Mehr Informationen zum Produkt gibt es bei Anna-Carina Tschöke, Produktmanagerin Rind bei der AGRAVIS Raiffeisen AG, Tel. 0173 . 7293226, anna-carina.tschoeke@agravis.de oder bei der kostenlosen Hotline, Tel. 0800 . 682-1133. Malto Drink ist ab sofort bei der AGRAVIS Raiffeisen AG, unter www.miravit.de www.miravit.de sowie bei allen Raiffeisen-Verbundpartnern erhältlich.

AGRAVIS Raiffeisen AG Kontakt:
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