Kälberaufzucht: Das richtige Futter richtig anbieten

Die Höhe der Futteraufnahme eines Wiederkäuers Wiederkäuers ist stark abhängig vom Säuregrad im Pansen. Sowohl ein zu hoher pH-Wert (Alkalose) als auch ein zu tiefer pH-Wert (Azidose) beeinflussen die Aufnahme negativ. Während die Alkalose in der Kälberaufzucht eine untergeordnete Rolle spielt, kommt die Azidose relativ häufig vor und verhindert gute Aufzuchtleistungen. Die Ursache eine Pansenazidose in der Kälberaufzucht liegt in der frühen Vorlage von Silagen Silagen .

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Ein Verzicht auf Silagen erhöht die Grundfutteraufnahme im Kälberstall.Kälberaufzucht: Das richtige Futter richtig anbieten
Ein Verzicht auf Silagen erhöht die Grundfutteraufnahme im Kälberstall.

In der Milchphase und in den Wochen danach reagieren junge Wiederkäuer durchaus sensibel auf das Verabreichen von Silagen oder der Totalen Mischration (TMR) aus dem Kuhstall. Die tiefen pH-Werte in diesem Grundfutter sind für die jungen Wiederkäuer ungeeignet und können zu Verdauungsstörungen führen. Da das Vormagensystem bei den jungen Kälbern noch nicht vollständig ausgebildet ist, können die niedrigen pH-Werte aus dem Grundfutter nicht ausreichend abgepuffert werden. Die Kälber übersäuern, sie leiden unter Sodbrennen, die Futteraufnahme geht zurück. In der Folge beginnen die Tiere damit, die Einstreu zu fressen und sich auf diesem Weg zum Beispiel mit Kokzidien zu infizieren.

Die daraus resultierenden Durchfälle und Verdauungsstörungen werden dann häufig der Milchtränke oder dem Kälberaufzuchtfutter zugeschrieben. Die Entwicklung der Kälber ist gestört, das Immunsystem belastet und die Anfälligkeit gegenüber Atemwegsinfektionen steigt deutlich. Ein möglichst hoher Anteil an Körnermais im Kälberfutter hilft mit, diese Probleme zu umgehen. Die beständige Stärke aus dem Körnermais kann die niedrigen pH-Werte aus dem Grundfutter sicherlich etwas abmildern, aber nicht vollständig ausgleichen.

Die AGRAVIS-Experten empfehlen, junge Kälber in den ersten zehn Lebenswochen nicht übermäßig mit Silage zu versorgen. Die Methode der Wahl ist die sogenannte „Trocken-TMR für Kälber“. Etwa 80 Prozent Kälberaufzuchtfutter werden zusammen mit 15 Prozent Strohmehl und fünf Prozent Melasse zu einer trockenen Total Mischration (TMR) vermischt und während der Aufzucht neben Milch als alleiniges Beifutter angeboten. Silage kann nach einigen Wochen neben der Trocken-TMR angeboten werden. Das Kalb soll entscheiden dürfen, was es gerne fressen möchte (Buffet-Fütterung).

Die „Veltenhofer Kälber TMR“ der AGRAVIS Raiffeisen AG ist eine fertige Mischung aus gereinigtem, kurzem Stroh und einem schmackhaften Kälberfutter in granulierter Form. Die TMR ist melassiert, aromatisiert und wird in 20-Kilogramm-Säcken angeboten. Der hohe Anteil Körnermais liefert beständige Stärke, Agrisan (geschütztes Rapsschrot) liefert stabiles Eiweiß für hohe geszunahmen. Diese Komponenten, die Melasse und die Aromatisierung sind verantwortlich für die sehr gute Akzeptanz der „Veltenhofer Kälber TMR“.

Nähere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie bei Ihrer Raiffeisen Genossenschaft sowie bei Heiko Kornahrens, Tel. 0172 . 540 2330, heiko.kornahrens@agravis.de oder unter der kostenlosen Hotline, Tel. 0800 . 682-1133.

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